Altera und Servergy neu im IBM-Konsortium

Mehr Support für Open Power

Die Open Power Foundation, eine im vergangenen Sommer von IBM ins Leben gerufene offene Entwicklungsallianz rund um Power-Mikroprozessor-Architektur, hat mit Altera und Servergy zwei neue Mitglieder gewonnen. Altera ist ein Hersteller von ASICs sowie programmierbaren integrierten Schaltungen, Servergy ein 2009 gegründeter texanischer Hersteller von Linux-Servern.

Der Linux-Server Cleantech CTS-1000 von Severgy, das erste nicht von IBM gebaute Power System seit den Tagen von Apple/Motorola.

Altera will mit IBM und den übrigen Mitgliedern dieser Allianz zusammenarbeiten, um FPGA-basierte Beschleunigungstechniken auf Basis der Power-Architektur für die nächste Generation von Rechenzentren zu entwickeln. „Field Programmable Gate Arrays“ sollen konfigurierbare Hardware-Beschleuniger für Power-Systeme werden, die hohe Rechnerleistung für bestimmte Anwendungen bei geringem Stromverbrauch liefern.

Gemeinsam mit IBM wurde bereits eine Schnittstelle zwischen dem kommenden Power8-Prozessor und Alteras Stratix-V-FPGA erarbeitet. Es gibt auch schon eine Software-Entwicklungsumgebung, Alteras SDK für OpenCL, mit der sich kohärente High-Performance-Computing-Anwendungen für Power-CPUs mit Verstärkung durch Altera FPGAs erstellen lassen. Altera will OpenCL und seine FPGA-Technologie in die Open Power Foundation einbringen.

Platzsparender Power-Server - nicht von IBM

Während Altera wie die Gründer „Platinum-Mitglied“ der Open Power Foundation ist, wurde Severgy als neues „Silber-Mitglied“ aufgenommen. Der in Dallas beheimatete  Serverhersteller wird als erstes Unternehmen außerhalb des IBM-Konzerns seit den Tagen von Apple und Motorola eigene Power-Server bauen. Das erste Modell wird der Blade-Server Cleantech Server CTS-1000 sein, der sich auf der Homepage bereits vorbestellen lässt. Dieser Linux-Server ist laut Hersteller für Cloud- oder Big-Data-Rechenzentren gedacht, wiegt gut vier Kilogramm und kann unter mehreren Linux-Varianten betrieben werden, wie zum Beispiel Red Hat, Suse, Fedora oder Ubuntu.

Laut Hersteller verbraucht der Server mit 1,5 GHz getaktetem Acht-Core-Prozessor unter Volllast nur rund 100 Watt und erspart so 80 bis 90 Prozent der Energie eines klassischen Servers ein. Er verbraucht nur ein Viertel des Platzes anderer Linux-Server, bietet also laut Severgy über 16 Mal soviel I/O- und Compute-Dichte wie bisherige Server. Unklar ist noch, ob es sich um ein Power7- oder Power8-Modell handeln wird.

Fusion-IO, Xilinx und SK Hynix ebenfalls in der Open Power Foundation

Die Open Power Foundation, im August 2013 von IBM gemeinsam mit Google, Mellanox, Nvidia und Tyan gegründet, erfährt offenbar allmählich mehr Rückenwind. In diesem Jahr waren zuvor bereits Samsung Electronics und die chinesische Suzhou Powercore Technology dem Konsortium beigetreten. Gemeinsam wollen die Hersteller Server-, Netzwerk-, Storage- und Hardwarebeschleunigungs-Techniken für die Power-Plattform entwickeln. All diese Unternehmen sind, wie jetzt auch Altera, „Platinum-Mitglieder“. Weitere „Silber-Mitglieder“ neben Severgy sind der Flashspeicher-Hersteller Fusion-IO, der Halbleiterkonzern Xilinx und der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix. Es gibt auch einen „Gold-Status“ für Mitglieder, aber noch kein Unternehmen in diesem Rang.

www.open-power.org

www.altera.com

www.servergy.com

www.fusionio.com

www.xilinx.com

www.skhynix.com

www.ibm.de

Bildquelle: Severgy

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