Rhenag-Software Lima „kann“ alle drei Modelle

Mehrwertsteuersenkung in der Energiebranche

Die Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung stellt die Energiebranche vor Herausforderungen. Da die Vertragsbeziehungen hier typischerweise langfristiger Natur und nicht deckungsgleich mit dem Absenkungszeitraum 1.Juli 2020 bis Ende 2020 sind, gibt es gleich drei denkbare Umsetzungsvarianten, die nach Gesetz und Erlass des Bundesfinanzministeriums zulässig sind.

Die IT-Sparte der Rhenag Rheinische Energie AG hat die umsatzsteuerlichen Vorgaben kurzfristig in ihrer Software Lima umgesetzt – und dies in allen Varianten. Damit stehen ihren rund 100 Energieversorgungsunternehmen, die die Energielieferung und Netznutzung über die IBM-i-basierte Branchensoftware abrechnen, ab sofort das gesamte Umsetzungsspektrum zur Verfügung.

Zeitscheiben- und Stichtagsmodelle

Im sogenannten „Zeitscheibenmodell“ werden die Verbräuche, die in den Absenkungszeitraum fallen, mit den reduzierten Steuersätzen (16 bzw. 5 Prozent) abgerechnet, die Verbräuche vor oder nach diesem Zeitraum mit dem vollen Steuersatz (19 bzw. 7 Prozent ). Die Möglichkeit des unterjährigen Wechsels des Steuersatzes war in der Lima-Software bereits standardmäßig enthalten.

Neu integriert in die Software wurde aber das „Stichtagsmodell“ als zweite Variante. Hier entscheidet das Ende des jeweiligen Ablese- bzw. Leistungszeitraums über den Mehrwertsteuersatz, der dann für die gesamte Leistungsperiode einheitlich gilt – bis zum 31.12.2020 gelten die 16 bzw. 5 Prozent, danach wird der gesamte Turnus mit dem vollen Steuersatz abgerechnet.

Das Hybridmodell

Auch die dritte Variante, das „Hybridmodell“, bildet Lima ab sofort ab. Hierbei handelt es sich sozusagen um eine umsatzsteuerliche „Best-Abrechnung“: Kunden, deren Ablesezeitraum im zweiten Halbjahr 2020 endet, kommen wie beim Stichtagsmodell in den Genuss des reduzierten Steuersatzes für den gesamten Abrechnungszeitraum. Endet der Abrechnungszeitraum im Jahr 2021, wird für die Verbräuche im zweiten Halbjahr 2020 eine gesonderte Zeitscheibe für die Abrechnung mit dem reduzierten Steuersatz gebildet. Softwaretechnisch haben die Lima-Kunden damit freie Hand, wie sie steuerlich agieren wollen. Die drei verschiedenen Varianten können durch eine einfache Parametrierung aktiviert werden.

Lima 2.0 ist eine webbasierte Software-as-a-Service-Lösung (SaaS), die aus der Private-Cloud von Rhenag bereitgestellt wird. Also erfolgt die Datenverarbeitung nicht auf weltweit verteilten Servern, sondern ausschließlich in den eigenen Konzern-eigenen Rechenzentren in Deutschland. Lima-SaaS wird heute laut Firmensprecher Dr. Detlev Albert von rund 100 Energieversorgern für standardisierte Anwendungen vom Vertragsmanagement und Abrechnung über die Marktkommunikation bis hin zur Personalabrechnung genutzt. Rund 6 Mio. Abrechnungen und ca. 40 Mio. Marktkommunikations-Prozesse werden demnach mit der Software jährlich abgewickelt.

Bildquelle: Rhenag – Rheinische Energie Aktiengesellschaft

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