Eagle Burgmann treibt digitalen Umbau für Kundenerwartungen von morgen voran

Mei­len­stein beim SAP-Umstieg erreicht

In­ner­halb von nur neun Monaten hat Eagle Burgmann an mehreren Stand­or­ten in Europa und Asien das ERP-Sys­tem SAP ECC auf die neue SAP-Plattform S/4 Hana um­ge­stellt. Der Dich­tungs­spe­zia­list hat damit in Re­kord­zeit eine weitere in­for­ma­ti­ons­techni­sche Vor­aus­set­zung für den geplanten grund­le­gen­den di­gi­ta­len Wandel ge­schaf­fen – und den nächsten Mei­len­stein der Digitalisierungs­stra­te­gie erreicht.

  • Bildquelle: Eagle Burgmann

    Montage von gasgeschmierten Kompressorendichtungen am Standort Eurasburg.

  • Bildquelle: Eagle Burgmann

Eagle Burgmann, ein Joint Venture der deutschen Freudenberg-Gruppe und des japanischen Konzerns Eagle Industry, ist mit über 6.000 Beschäftigten in mehr als 86 Tochterfirmen und über 250 Service- und Vertriebsstandorten aktiv. Die Produkte sind überall dort im Einsatz, wo es auf Sicherheit und Zuverlässigkeit ankommt: in den Branchen Öl & Gas, Chemie, Pharmazie, Nahrungsmittel, Energie, Wasser, Luft- und Raumfahrt und weiteren.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Der Anlass für die ERP-Umstellung liegt auf der Hand: Neue tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten ver­än­dern auch die Er­war­tun­gen der Kunden und Anwender von in­dus­tri­el­len Dich­tungs­lö­sun­gen. S/4 Hana gilt daher bei Eagle Burgmann als be­deu­ten­der Baustein bei der Erweiterung des ­Ser­vice-­­­An­ge­botes um digitale Lösungen, die Kunden weiteren Mehrwert bieten sollen.

Nach dem früh­zei­ti­gen Wechsel auf das neue ERP-System der SAP will Eagle Burgmann schon jetzt moderne Funk­tio­nen nutzen, um die Pro­zes­s­ef­fi­zi­enz zu steigern. Har­mo­ni­sier­te Stamm­da­ten sollen nun die Ein­füh­rung neuer Ap­pli­ka­tio­nen er­mög­li­chen, die auf eine ein­heit­li­che Da­ten­ba­sis zu­grei­fen und so bei­spiel­wei­se die um­fas­sen­de Dar­stel­lung der Ser­vice-His­to­rie und eine vor­aus­schau­en­de Wartung der Dich­tun­gen erlauben sollen.

Riesenrespekt vor dem Wechsel auf S/4 Hana

Die Platt­form „ECC“ wird erklärtermaßen von SAP nach 2027 nicht mehr durch die Mainstream-Wartung un­ter­stützt (siehe Seite 14). „Der Respekt vor dem Wechsel auf S/4 Hana ist aber gerade im Mit­tel­stand er­heb­lich“, so Tobias Lange, CIO von Eagle Burgmann. „Je größer das be­ste­hen­de SAP-Sys­tem, je mehr Nutzer damit arbeiten, umso höher ist das Risiko, dem Kern­ge­schäft zu schaden.“ Dennoch habe man sich das Ziel gesetzt, schon 2019 die Mi­gra­ti­on des ERP-Sys­tems ein­schließ­lich der Neu­ord­nung zen­tra­ler IT-In­fra­struk­tu­ren zwischen zwei Kon­zern­bi­lan­zen zu be­wäl­ti­gen.

Nach dem Pro­jekt­start im Januar 2019 ging das System im ­fol­gen­den Oktober live. Die sorg­fäl­ti­ge Vor­be­rei­tung und Um­set­zung er­folg­ten durch ein Kernteam aus IT-Mit­ar­bei­tern mit ­punk­­­tu­el­ler, be­grenz­ter Un­ter­stüt­zung durch externe Partner. Das Pro­jekt-Team ent­schied sich für eine prag­ma­ti­sche, hybride Vor­ge­hens­wei­se mit Brown­field-An­satz. Ziel war die Di­gi­ta­li­sie­rung be­ste­hen­der Prozesse bei gleich­zei­ti­ger Ein­füh­rung neuer Funk­tio­nen, um Prozesse zu op­ti­mie­ren.

Hybride Vor­ge­hens­weise mit Brown­field-An­satz

Für die Pro­jekt-Mit­ar­bei­ter waren es span­nen­de Monate. Das Fach­wis­sen eines jeden Ein­zel­nen war gefragt; für ein er­folg­rei­ches Gelingen des Projektes war außerdem die enge Zu­sam­men­ar­beit mit den Fach­ab­tei­lun­gen ganz ent­schei­dend.
„Vor allem das Rück­füh­ren um­fang­rei­cher Nicht­stan­dard-Lö­sun­gen in den SAP-Stan­dard funk­tio­niert nur in einem guten Zu­sam­men­spiel. Welche Funk­tio­nen werden wirklich benötigt? Welche sind ‚nice-to-ha­ve‘? Ist der Prozess richtig und zeit­ge­mäß? Wie lassen sich die be­nö­tig­ten Funk­tio­nen mit den SAP-Stan­dard­mit­teln abbilden? Solche Fragen lassen sich nur über einen guten und re­gel­mä­ßi­gen Aus­tausch aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln für alle zu­frie­den­stel­lend klären“, re­sü­miert Pro­jekt­mit­ar­bei­te­rin Uta Schubert.

Die digitale Ver­knüp­fung aller Un­ter­neh­mens­be­rei­che ohne Sys­tem­bruch, vom Vertrieb über die Be­schaf­fung bis hin zum fertigen Produkt ein­schließ­lich Ser­vice-Leis­tung bleibt auch in den nächsten Jahren eine um­fas­sen­de Her­aus­for­de­rung. Das Ziel ist, den Kun­den­er­war­tun­gen von morgen so um­fas­send wie in­di­vi­du­ell zu begegnen, gleich­zei­tig die gesamte Pro­zess­ket­te zu be­schleu­ni­gen und leis­tungs­fä­hig zu ge­stal­ten.

Bildquelle: Eagle Burgmann

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