Intelligentes Input- und Outputmanagement an zentraler Stelle

Mit dem DocuWasher in neue Märkte

Die Macher von MM-print/400 haben mit dem DocuWasher ein vollständig neu entwickeltes Produkt lanciert, das im Gegensatz zu der intelligenten Output-Management-Suite nicht nur auf dem IBM Power-System i, sondern plattform­unabhängig funktioniert.

  • Kathi Tamara Rumi, kamaste.it

    Kathi Tamara Rumi: „Ein großer Vorteil ist, dass alle Transformationen zentral abgewickelt und gesteuert werden!“

  • Steffen Haffner, kamaste.it

    Steffen Haffner: „Der Kunde kann mit den DocuWasher-Tools schnell und einfach die passende Transformations-lösung bauen.“

  • Martin Graeber, kamaste.it

    Martin Graeber: „Der Kunde kann seine IT-Systeme einbinden, egal ob es Standardsoftware oder eigenentwickelte Systeme sind.“

Beide Produkte werden nun parallel weiterentwickelt und vermarktet. Doch das sind nicht die einzigen Neuerungen, denn die Firma mmp400 wird umstrukturiert, bekommt einen neuen Namen und zieht vom Firmensitz Breunigweiler in ein neues Bürogebäude in Göllheim.

Außerdem gibt es einen Relaunch der Webseite mmp400.com. Vor diesem Hintergrund sprachen wir mit den drei Machern: Geschäftsführerin Kathi Tamara Rumi (für Vertrieb und Marketing zuständig), Martin Graeber (der Ideengeber der Software MM-print/400) und der langjährige Geschäftspartner Steffen Haffner, der gemeinsam mit Graeber das neue Produkt konzipiert und ent­wickelt hat.

Frau Rumi, warum bringen Sie ein neues Produkt auf den Markt?
Kathi Tamara Rumi: Es gibt nicht nur ein neues Produkt, wir gründen auch eine neue Firma und ziehen um. Die Firma kamaste.it GmbH – der Name setzt sich aus unseren Vornamen zusammen und ist (mit einem Augenzwinkern angelehnt an die Grußformel namaste) unsere Verneigung als Dienstleister vor den Kunden. Am 1. Januar starteten wir unter dieser Firmierung; das neu errichtete Wohn- und Geschäftshaus in Göllheim wird im März bezugsfertig sein.

Warum haben Sie das neue Produkt DocuWasher entwickelt?
Martin Graeber: Aufgrund der wachsenden Nachfrage unserer Kunden nach Funktionen, die über das zentrale Output-Management mit MM-print/400 hinaus­gehen. In unseren Projekten haben wir immer wieder Funktionen zur Datenkonvertierung und Dokumentenaufbereitung implementieren müssen, weil unsere Kunden von ihren Kunden und Lieferanten entsprechende Hausaufgaben gestellt bekommen. Sie sollen z.B. Rechnungen oder Bestellungen nicht mehr auf Papier, sondern in den unterschiedlichsten Formaten elektronisch übermitteln oder empfangen.

Kein Sammelsurium im Output-Management gewünscht

Außerdem gibt es kaum noch Unternehmen, die all ihre Geschäftsprozesse vollständig über das IBM-System i abwickeln. Wir treffen heute PC- oder Linux-Systeme und Cloud-Lösungen mit den unterschiedlichsten Datenbanken und Archivsystemen an. Die Kunden wollen aber kein Sammelsurium, sondern die Dokumente zentral verwalten. Dabei leisten wir Hilfestellung. 

Was ist die Grundidee, die zu dem neuen Produkt geführt hat?
Graeber
: Weil wir die universelle Konvertierung von Datenformaten und verschiedensten Protokollen mit MM-print/400 nicht so elegant abbilden konnten, haben wir uns zu der Neuentwicklung in der Programmiersprache Python entschlossen. Damit sind wir auch nicht mehr zwingend auf IBM i angewiesen, sondern können Kunden mit anderen Servern ansprechen. Wir haben mit einem Pilotkunden bereits ein erfolgreiches Projekt abgeschlossen. Hier ging es darum, EDI-Daten in ein Metadaten-Format zu konvertieren und sie dann zu archivieren. Diese Lösung läuft vollständig auf Linux. Einen virtualisierter Linux-Server für solche Aufgaben zu nutzen ist zudem deutlich günstiger als IBM i dafür einzusetzen.

Ablaufsteuerung und Monitoring automatisieren

Dabei speichern wir die Daten nicht im DocuWasher, sondern wir schaffen die Schnittstellen zu markt­gängigen Archivsystemen. Außerdem implementieren wir die automatische Ablaufsteuerung für diesen Prozess – und das Monitoring. Dabei setzen wir aus Kostengründen vorzugsweise auf Linux, unterstützen aber auch Server mit anderen Betriebssystemen – sei es IBM i oder Windows, sei es MacOS oder AIX bzw. ein anderes Unix.

Empfehlen Sie den bisherigen Kunden, die diesen Bedarf haben, den DocuWasher – oder können die das auch mit MM-print/400 abdecken?
Graeber
: Das hängt von der IT-­Infrastruktur und den Anforderungen des Kunden ab. Bei starker Fokussierung auf IBM i geht es besser mit MM-print/400. Ist die Infrastruktur sehr heterogen, empfehlen wir den DocuWasher. Denn dann müssen separate „Säulen“ eingebunden werden, die unterschiedliche Geschäftsprozesse unterstützen, ohne dass es ein zen­trales Dokumentenmanagement gibt.

Steffen Haffner: Genau das soll der DocuWasher leisten; mit den Tools kann der Kunde schnell und einfach im DevOps-Modus die passende Lösung bauen. DocuWasher ist also ein wartbarer Kern von Standardsoftware-Tools, um den herum der Kunde seine Mapping und Anpassungen durch Programmierung und Parametrisierung erstellt und selbst pflegen kann. Funktioniert das bei Typo3 nach dem Motto „Convention over Configuration“, wollen wir beim DocuWasher lieber konfigurieren als programmieren.

Graeber: Dabei ist der DocuWasher höchst flexibel. Der Kunde kann seine IT-Systeme einbinden, egal ob es Standardsoftware oder eigenentwickelte Systeme sind. Er kann auch jederzeit fehlende Spezialfunktionalität durch Programmierung ergänzen. Das ist in der Praxis ja oft das Problem, denn Standardsoftware und Standardschnittstellen findet man dort nur sehr selten. Meistens gibt es irgendwelche Schnörkel und Erweiterungen.

Rumi: Außerdem gibt es einen kaufmännischen Unterschied. MM-print/400 können Sie ganz klassisch lizenzieren, während wir bei DocuWasher aufgrund der Open-Source-Basis ein anderes Konzept verfolgen: Neben den Lizenzkomponenten bieten wir die passenden Services oder die Miete der Software an. Zusätzlich bieten wir Appliances oder ganz klassische On-Premise-Lösungen an. Ich finde es nicht optimal, dass manche Hersteller ausschließlich nur noch Cloud-Lösungen anbieten. Wir wollen die Kunden an dieser Stelle zu nichts drängen, sondern lassen sie aus den Optionen wählen.

Wie gehen Sie vor, um ein einheitliches und plattformneutrales Tool-Kit bieten zu können?
Graeber
: Indem wir DocuWasher konsequent in Module aufteilen, die der Kunde nach Bedarf nutzen kann oder auch nicht. Nur der Kern ist immer gleich – die eigentliche Datentransformation. Der Kunde definiert dort, welches Input- und Output-Format gefragt ist. Dann wandeln wir z.B. XML-Dateien in das CSV-Format um, oder Excel-Tabellen in SAP iDOC. Für die Übertragung der Daten unterstützen wir viele Protokolle. Da sind wir sehr vielseitig; so etwas auf IBM i umzusetzen wäre aufwändig.
Der Kunde kann wählen, ob er die Daten mit einem elektronischen Formular überlagern möchte, um z.B. eine Kundenrechnung zu erstellen. Er kann die so konvertieren Daten auf verschiedenen Wegen an beliebige Empfänger weiterleiten – oder auch drucken bzw. archivieren. Dann kommen wir allerdings an eine Stelle, bei der wir eventuell programmieren müssen, falls etwa der Druckertyp oder das Archivsystem exotisch ist und wir dazu noch keine Schnittstelle haben.

Rumi: Ein großer Vorteil ist, dass alle Transformationen zentral abgewickelt und gesteuert werden. Kein Mitarbeiter muss mehr Excel-Tabellen erstellen und per Mail Kunden und Lieferanten schicken. Das spart nicht nur zeitraubende Arbeit, sondern beseitigt auch ein großes Sicherheitsproblem, denn viele Mitarbeiter können gar nicht wissen, welche Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung dabei zu beachten sind. Alle ein- und ausgehenden Dokumente, egal ob per Mail oder per FTP, werden zentral transformiert und an alle zuständigen Stellen weitergeleitet. Da muss kein Mitarbeiter mehr manuell eingreifen – und es ist jederzeit klar, welches Dokument wann an wen verschickt worden ist.

Bildquelle: kamaste.it GmbH

 

 

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