FSN Capital wird neuer Mehrheitseigner von Lobster

Mit No-Code auf Wachstumskurs

FSN Capital Partners, eine 1999 gegründete nordeuropäische Private-Equity-Gesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 4 Mrd. Euro, gab heute den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am Integrations- und Automations-Experten Lobster GmbH bekannt. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Bildquelle: hqrloveq von iStock / Getty Images Plus

Diese von DV-Dialog bereits Ende 2022 gemeldete Investition folgt der Strategie der in Oslo beheimateten Investoren, wachstumsstarke Unternehmen in ihrer nächsten Entwicklungsphase zu unterstützen.

Lobster, Anbieter von Datenintegrations- und digitalen Prozessautomatisierungssoftware mit Sitz in Tutzing am Starnberger See, bietet eine Software-Suite für Datenintegration und digitale Prozessautomatisierung ohne Codierung an, die es Unternehmensteams ermöglicht, Datenmanagement und Prozessautomatisierung zu meistern. In einer zunehmend komplexen und verstreuten Landschaft digitaler Unternehmenslösungen ermöglicht die Suite Unternehmen direkte und sichere Verbindungen zwischen internen und externen IT-Systemen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

2002 gegründet, beschäftigt Lobster mehr als 250 Mitarbeiter, die über 1.500 Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen betreuen, darunter Logistik, Handel und Produktion. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den letzten zehn Jahren ein profitables Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent pro Jahr erzielt.

Die Tools von Lobster erfordern keine Programmierung oder Kenntnisse in einer Programmiersprache (Stichwort „no code“), sondern ermöglichen sehr direkt die digitale Transformation für Unternehmen, die Anwendungen (per API/EAI), „Big Data“ (per ETL/ELT), externe Systeme (EDI) oder Technologien der nächsten Generation (IoT/Industrie 4.0) über On-Premise-, Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen verbinden und integrieren wollen.

„In einer Welt exponentiell wachsender Datenmengen, komplexer Datenflüsse und heterogener Anwendungs-Stacks bietet Lobster einfach zu bedienende, wirtschaftliche und leistungsstarke Softwarelösungen zur Integration von Daten, Anwendungen und Prozessen aller Formen und Variationen“, kommentiert Robin Mürer, Co-Managing Partner bei FSN Capital Partners, den Deal in einer Presseinformation. Er sieht ein enormes Potenzial für die Software auf globaler Ebene und freut sich darauf, das Unternehmen mit „bewährten operativen Playbooks zu unterstützen, um dieses Potenzial in den kommenden Jahren zu erschließen“.

Martin Fischer, CEO und Mitbegründer von Lobster, will durch die Zusammenarbeit mit FSN das Geschäft weiter ausbauen und internationalisieren. FSN habe große Erfahrung in der Professionalisierung von Softwareunternehmen – und er freue sich darauf, „Lobster auf die nächste Stufe zu bringen.“ Über die Einzelheiten der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Der Abschluss wird noch für das erste Quartal 2023 erwartet.

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