IPDS/AFP, weiter eine zukunftssichere Drucklösung

Modernisierung der Output-Landschaft

Auch in Zukunft können IPDS- und AFP-Daten sicher und preiswert ausgedruckt werden, obwohl IBM sich längst vom Druckergeschäft verabschiedet hat. Das ist wichtig für Anwender von IBM i, die so keinerlei Klimmzüge machen müssen, um ihre Output-Landschaft zu modernisieren.

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixabay

Speziell IBM-i-Anwender wissen durchaus die Vorteile von IPDS- und AFP-Datenströmen zu schätzen, denn hier werden sowohl Inhalte als auch Steuerungsbefehle in einem zuverlässigen Kommunikationsprotokoll zusammengefasst, dass ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort zu bieten hat.

Außerdem können IT-Chefs wie gewohnt IPDS/AFP-fähige Drucker kaufen, seien es Laserdrucker von Herstellern wie Ricoh, Xerox, Canon/Océ, Lexmark, Kodak, Kyocera oder Konica Minolta, seien es mechanische Drucker von Printronix, Compuprint, Dascom Tally, Epson oder Psi Matrix. Oder sie setzen auf die seit Jahren bewährten Konverter und Adapter, die ein wesentlich breiteres Druckerportfolio nutzbar machen – wenn auch manchmal mit einigen Einschränkungen.

Konsolidierung im Druckermarkt

Dennoch: Seit Jahren findet aber unbestritten eine Konsolidierung im Bereich der industriellen Endlosdrucker statt, was gerade im Umfeld der IPDS- und AFP-Drucksysteme deutlich bemerkbar ist. IBM hat das Druckergeschäft bereits vor zehn Jahren an Ricoh abgegeben, wobei heute Printronix und Compuprint als OEM-Hersteller für die eingestellten Zeilenmatrix- und Thermo-Barcodelösungen der Infoprint-Produktfamilie von IBM weiterhin Support und Nachfolgeprodukte anbieten.

Dennoch stehen die Anwender oft vor dem Problem, von den bisherigen Herstellern keine Nachfolgelösung für ihre bewährten IPDS-Zeilen- und -Matrixdrucker zu erhalten, weil diese Hersteller sich auf andere Marktsegmente – wie Einzelblatt- und Farbdrucksysteme – konzentrieren. Auch beim Support gibt es Engpässe und Schwachstellen. „Aktuell zeichnet sich ein Trend ab, dass die Wartung und Service für Endlos-Drucksysteme abgekündigt werden oder aber deren Ersatzteilversorgung nicht mehr sichergestellt werden kann“, berichtet Michael Klefisch, Sales Manager bei der Siegener PSi Laser GmbH. „Zudem kommt es vermehrt vor, dass große Endlosdrucksysteme als Folge reduzierten Druckvolumens nicht mehr ausgelastet sind und die Wartungskosten den Nutzen der Geräte oftmals übersteigen.

Ergänzen und/oder ersetzen

Hier positioniert Klefisch die Endlosdrucker der PSi Laser GmbH als „genau die richtige Lösung“. Statt einem teuren Umbau der IT-Infrastruktur von Hardware und Software vorzunehmen, kann der IT-Chef damit einfach Zug um Zug die bisherige Druckperipherie ersetzen. Zudem seien diese Drucksysteme mit 600dpi Druckauflösung und einer Papierbreite von bis zu 18 Zoll „eine optimale Ergänzung zu den bisherigen installierten Druckern“.

Dazu kommen laut Klefisch noch weitere Argumente: Wegen des „deutlich geringeren Stromverbrauches und Platzbedarfes“, dank zweier vom Benutzer wechselbarer Traktoren und durch einen integrierten Formularschneider hätten die Psi-Drucker „einen deutlichen Mehrwert […] zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten“. Und dies alles, ohne dass die Nutzer ihre bisherige Arbeitsweise ändern müssten, wobei im Falle der Ablösung von IPDS-Zeilendruckern die Druckqualität steigt.

Über IPDS

Der „Intelligent Printer Data Stream“ IPDS ist eine Seitenbeschreibungssprache von IBM, die – anders als z.B. PDF – sowohl Inhalt als auch Druckersteuerungsbefehle in einem bidirektionalen Kommunikationsprotokoll zusammenfasst. Es ähnelt damit dem älteren, aber zu IPDS inkompatiblen IBM PPDS (Personal Printer Data Stream). Für IBM-i-Anwender besonders interessant: Auch die DDS-Schlüsselwörter („Data Description Specification“) werden unterstützt.

IPDS wird zur Kommunikation zwischen Druckertreiber des Betriebssystems IBM i (IBM Print Services Facility oder Info Print Manager) und dem Drucker selbst benutzt. Es gibt aber weitere Programme, wie etwa SBS von Océ, die ebenfalls IPDS-Datenströme erzeugen können.

Der IPDS-Datenstrom enthält ein „Flag Field“, das u.a. den Drucker veranlasst, einen sogenannten „Acknowledge Record“ (ACK) zu senden, der den Zählerstand des Druckers an das Treiberprogramm übermittelt). Dieses erlaubt eine Protokollierung bereits gedruckter Seiten, z. B. bei umfangreichen Print-Jobs. Im Falle eines Fehlers enthält der NACK („Negative Acknowledge Record“) die Fehlerursachen. „Advanced Function Presentation“ (AFP) ist ein darauf aufbauendes Format für den Druckdatenstrom im Rahmen der Herstellung von Massendruckstücken.

 

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