Hochverfügbarkeit für weltweites SAP-System

Muhr und Bender powert mit IBM

Muhr und Bender (Mubea), ein Automobilzulieferer mit Sitz im sauerländischen Attendorn, will seine Wachstumsstrategie durch eine Standardisierung seiner weltweiten Geschäftsprozesse unterstützen. Dazu wurden einheitlich SAP-Anwendungen auf Power770-Servern mit IBM i implementiert; abgelöst wurde u.a. Infor Xpert.

In diversen Segmenten der Leichtbauindustrie vertreten, beschäftigt der langjährige AS/400-Anwender Muhr und Bender heute über 10.000 Mitarbeiter weltweit und verfolgt seit 2004 erfolgreich eine langfristige Wachstumsstrategie – mit einem Umsatzwachstum von elf Prozent jährlich. Um diese Strategie effizient umzusetzen, wurden jetzt die Geschäftsprozesse in allen Teilen des Konzerns vereinheitlicht.

Zuverlässige IT-Infrastruktur

Gefragt war hierfür neben einer globalen Geschäftsanwendung eine skalierbare und zuverlässige IT-Infrastruktur für deren Betrieb. Um die gewohnt kurzen Reaktionszeiten und die Produktivität der Mitarbeiter trotz steigender Datenmengen nicht zu gefährden, war überdies ein leistungsstarker Speicher nötig.

Die Entscheidung fiel laut Detlef Gries, SAP IT Leiter bei Muhr und Bender, auf die Software von SAP und eine IBM-Infrastruktur, „weil diese Kombination am besten zu unseren globalen Ambitionen passt“. Die weltweite Präsenz beider Hersteller sei ein großer Vorteil, weil man an allen Standorten Unterstützung und Beratung benötige.

Implementiert wurden die SAP-Anwendungen zentral in Attendorn, wo sie auf Power770-Servern mit Power7+-Prozessoren unter dem Betriebssystem IBM i betrieben werden. Mubea nutzt SAP ERP in den Bereichen Finanzen und Controlling, Materialwirtschaft, Beschaffung, Vertrieb und Distribution, Personalwirtschaft und Business Warehouse. Bisher wurde als ERP-System Xpert von Infor sowie im Finanz- und Personalbereich SAP genutzt.

Globaler Rollout der neuen SAP-Lösung

Im Rahmen des globalen Rollouts der neuen SAP-Lösung migriert der Hersteller laufend neue Funktionen und Prozesse von Altsystemen auf die integrierte Lösung. Die Datenbank DB2 for i sorgt dabei für die Performance.

Gemeinsam mit IBM-Partner Fritz & Macziol erarbeitete Mubea auch ein Konzept zur Modernisierung und Erweiterung der Speicherinfrastruktur. Hierfür wurden vier Knoten des SAN Volume Controllers installiert und die beiden neuen XIV-Speicher virtualisiert.

Um die Vorteile der Funktion Easy Tier voll nutzen zu können, kommt auch schneller Flash-Speicher 820 von IBM zum Einsatz. Dieses Trio sorgt laut Michael Stahl, IT Operations - OS Services bei Mubea, für „konsistent kurze Antwortzeiten“ bei den wichtigen SAP-Anwendungen. Alle Speicherkomponenten sind über zwei Rechenzentren verteilt, zur Sicherheit werden die Geschäftsdaten gespiegelt, was im Fall der Fälle eine schnelle Wiederherstellung erlauben soll. Die Datensicherung erfolgt mit der Software Tivoli Storage Manager und dem Bandarchiv TS3500.

Flexibilität gewonnen

„Die neue Lösung ist flexibler“, zieht IT-Experte Stahl Bilanz, „und die gestiegene Performance vereinfacht die Speicherverwaltung, weil weniger manuell konfiguriert werden muss." Die neue Server- und Storage-Infrastruktur habe die Antwortzeiten um rund 23 Prozent auf 500 ms reduziert, so dass die Anwender sehr viel effizienter arbeiten können.

„Viele Workflows fühlen sich jetzt einfach schneller an“, fügt SAP-Experte Gries hinzu. Werde zum Beispiel in SAP HCM mit Stammdaten gearbeitet, könnten Mitarbeitergruppen viel schneller als bisher ausgewählt werden. „Das spart uns an manchen Tagen rund eine halbe Stunde Arbeitszeit.“

Die Verlagerung von Workloads auf das Flash-System entlastet auch die XIV-Systeme und führe so zu einer klaren Leistungssteigerung. Einige der SAP-Batchjobs werden heute dreimal so schnell erledigt. Zudem haben sich komplexe Prozesse, die mit Altanwendungen integriert sind, um 20 Prozent beschleunigt.

Außerdem konnte früher immer nur ein Bericht nach dem anderen erstellt werden, so dass die Berichtsläufe genau koordiniert werden mussten. Heute erstellen die Mubea-Mitarbeiter auch mehrere Reports gleichzeitig, ohne dass die Anwendungen kollidieren. Die Berichte laufen um bis zu 30 Prozent schneller, was eine erhebliche Zeitersparnis bringt. So kann Mubea z.B. seine Monatszahlen einen Tag schneller liefern als bisher.

www.mubea.de

www.ibm.de

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixelio.de

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