Dokumenten-Management der nächsten Generation

Multi-Support heißt jetzt Nextway

Multi-Support International A/S, ein 1986 in Dänemark gegründeter Hersteller von Dokumentenmanagement-Software für die Plattform IBM i, wurde zum Jahreswechsel in Nextway Software A/S umgetauft.

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Abschied vom Papierballast erleichtert die Büroarbeit spürbar.

Das ist das zweite große Rebranding bei den Dänen, die Anfang 2013 ihre Software Multiarchive plattformunabhängig gemacht und dabei den Produktnamen in Next geändert hatten. Ihre Software sei nach Firmenangaben bei mehr als 3.000 Unternehmen in 53 Ländern weltweit im Einsatz, heißt es, zum Beispiel bei Erdinger Weissbräu, Gerhardi, TFG Transfracht, Taprogge, DHL, Husqvarna oder beim Rheinischen Sparkassen- und Giroverband.

„Dieselbe Firma, dieselben Leute, neuer Name!“ Mit diesen Worten beschreibt Kim Hellum, CEO und Gründer des dänischen Softwarehauses, die Umfirmierung. Auch die Eigentumsverhältnisse hätten sich nicht geändert. Die Gesellschaft sei rechtlich dasselbe Unternehmen wie bisher – alle Vereinbarungen bleiben in Kraft. Auch alle Adressen und Telefonnummern bleiben unverändert.

Aus der Hamburger Multi-Support Deutschland GmbH ist aber die Nextway Software Germany GmbH geworden. Deren Geschäftsführer bleibt Claus Cordes; er ist auch für die Büros in Bietigheim-Bissingen und Brilon verantwortlich.

„Multi-Support schien damals der perfekte Name zu sein“, heißt es zur Begründung des Rebranding. Der Name habe auch Jahrzehnte lang gute Dienste geleistet, weil die Bereitstellung von Dienstleistungen und Support für die Kunden der Firmenzweck sei. „Aber Multi-Support erzählt nicht mehr die ganze Geschichte“, so weiter zur Begründung. „Und zwar die Geschichte eines internationalen Softwareanbieters mit einer Reihe innovativer Produkte auf Basis der Next-Plattform! Da wir gemeinsam mit Kunden und Partnern global expandieren, brauchen wir einen Namen, der mit uns wachsen kann.“

Standort Oslo wird dicht gemacht

Eines ändert sich aber doch, denn künftig werden alle Kunden in den nordischen Ländern von den Nextway-Büros in Helsinki, Kopenhagen und Herning aus betreut. Zur Begründung schreibt Hellum: „Da die Kunden unsere Next Digital Workplace Software für immer geschäftskritischere Lösungen nutzen, sind die Erwartungen an unsere Supportteams gestiegen. Die Kunden erwarten heute in allen Phasen ihres Projektes – vom Vertrieb über die Implementierung bis hin zum laufenden Support – ein Höchstmaß an Kompetenz, unabhängig davon, in welchem Land sie ansässig sind.“

Um dieses hohe Maß an Fachwissen zu sichern, sei in jedem der Büros eine kritische Masse an Personal erforderlich. In Oslo sei es leider nicht gelungen, diese zu sichern; deswegen werde die vier Mitarbeiter starke Niederlassung geschlossen. Die Kunden in Norwegen sollen laut Hellum „nach einer kurzen Übergangszeit davon profitieren, dass sie von unseren vereinheitlichten Kompetenzzentren betreut“ werden – und von lokalen Partnern wie EG, Apper, Banqsoft, Iptor und Tia. Marktinitativen innerhalb der Schwerpunktbereiche – Versicherungen, Finanzen, Logisitik und Produktion – werden vom internationalen Vertriebs- und Kundenbeziehungsteam der Dänen betreut.

Nextway und IBM i

Nextway Software arbeitet seit 1986 mit IBM zusammen und glaubt fest an die Zukunft der Plattform IBM i. Das IBM i Power Center of Competences bei Nextway verfügt über Fachleute in ganz Europa; außerdem ist das Softwarehaus im ISV Advisory Council – dem Sachverständigenrat unabhängiger Softwareanbieter für IBM i – vertreten.

Next für IBM i ist eine native IBM-i-Anwendung. Sie nutzt die integrierte db2-Datenbank, verfügt über CL-APIs, unterstützt IBM-i-Spool-Dateien sowie 5250 OLTP. Dazu bietet es den Nutzern eine komplett browserbasierte Benutzeroberfläche. Heute hat Next für IBM i einen Großteil des Codes mit unserem plattformunabhängigem Next gemeinsam.

Die beiden Versionen verschmelzen langsam zu einer, inklusive einer Erweiterung für IBM i, die alle IBM-i-APIs enthält. Aber auch das plattformunabhängige Next läuft als Java-Anwendung auf IBM i. Es eignet sich vor allem für IT-Teams, die sich mit Java und REST besser auskennen als mit RPG und 5250 – und die keine IBM-i-spezifischen APIs brauchen. Speziell für die Plattform IBM i gibt es aber auch einige Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel das „Next Large Volume Partitioning“; das verschiebt Dokumente in die Datenbank db2 und schafft so Platz im IFS. Das wiederum verkürzt die Backup-Dauer, beschleunigt die HA-Lösung und erhöht die Sicherheit.

„Besonders wertvoll ist Next, wenn Nutzer mit verschiedenen Unternehmensanwendungen auf unterschiedlichen Plattformen arbeiten“, arbeitet Deutschland-Chef Cordes einen weiteren Vorteil heraus. „Dank Next können alle Nutzer von überall aus auf alle Informationen zugreifen, egal vorher diese stammen.“ Sie können beispielsweise im ERP-System Infor M3 (auf IBM i) einen Kunden auswählen und sehen dann dieselben Dokumente wie ihre Kollegen aus dem Verkauf, die mit SugarCRM (in der Cloud) arbeiten.

„Angebote, Bestellungen, Rechnungen, Erinnerungen und E-Mail-Bestätigungen sind mit nur einem Klick verfügbar“, verspricht Cordes. „Rechnungen können sie in einem beliebigen Browser genehmigen, egal ob sie aus Aspect4 (auf IBM i) oder aus einer anderen Abteilung kommen, die Dynamics Nav (auf Windows) nutzt.“ Auch Schnittstellen zu SAP, Salesforce oder Iptor CM1 seien vorhanden.

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