Schnelle Integration in bestehende Logistik-IT

Myleo / dsc will durchstarten

Die LKW-Standzeiten der Verlader um bis zu 50 Prozent senken will die Hamburger Leoquantum GmbH mit Myleo / dsc, indem sie alle Werks- und Transportlogistikprozesse sowie alle Partner der Lieferkette auf einer Cloud-Plattform zusammenführt. Aufgebaut und weiterentwickelt wird die neue Marke Leogistics-Gründer André Käber, der sein 2008 gegründetes Unternehmen 2014 an die Materna-Tochter cbs verkauft hatte.

Erst in diesem Jahr als Ausgründung der Leogistics GmbH mit rund 100 Mitarbeitern neu gestartet, steht das „dsc“ im Namen der Plattform für „digital supply-chain“ – vom Inbound über das Yard-Management bis zum Outbound. Mit Hilfe von Echtzeitdaten vereinfacht die Cloud-Software sowohl Werkslogistik als auch Anliefer- und Transportmanagement in einer einzigen, nutzerzentrierten Process-as-a-Service-Suite. Die Plattform verbindet Produzenten, Lieferanten, Lager, Dienstleister sowie Filialen in einem ganzheitlichen Supply-Chain-Netz. 

Alle Beteiligten wie Verlader, Zulieferer, Logistikdienstleister und Warenempfänger erhalten die für sie relevanten Informationen – von Sendungsverfolgung bis Zeitfenstermanagement – über eine einzige Plattform. Zusammengearbeitet wird in Echtzeit, ohne Systembrüche, denn die Plattform bündelt Funktionen diverser Tools: Dock- und Yard-Management, Supplier- und Rail-Management, Carrier-Collaboration, Empties-Management und Transportation-Visibility in Echtzeit können sowohl in Kombination als auch einzeln genutzt werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Durch die vereinfachte Zusammenarbeit […] lenken wir die Aufmerksamkeit auf den bestmöglichen Prozess“, erklärt Michael Rölli, Leiter des Bereiches „Customer Advisory“ bei Myleo / dsc. „Konkret heißt das für Verlader, dass sie z. B. LKW-Standzeiten auf dem Werksgelände um bis zu 50 Prozent senken oder etwa Produktionsausfälle vermeiden können. Zudem verbessern sie auf Basis von Echtzeitdaten ihre betriebswirtschaftlichen Entscheidungen.“

Hier eine neue Avisierung auf der Anlieferplattform, da ein Tracking in der Real-Time Transportation Visibility-Software oder ein plötzlicher Alert im Yard-Dashboard: Die Cloud-Plattform fasst laut Rölli den kompletten Prozess der Werks- und Transportlogistik zusammen und setzt dabei das Yard-Management als Schaltstelle ins Zentrum. 

Das Team des Hamburger Start-ups möchte so wenig wie möglich in die IT-Landschaften von Kunden und deren Partnern eingreifen. Bestehende Vorsysteme, Transportmanagement- und Lagerverwaltungssysteme, externe Telematik, Sensorik oder IoT-Geräte werden je nach Bedarf mit oder ohne Middleware in die eigene Plattform eingebunden und eng mit SAP oder anderen ERP-Systemen vernetzt. Dank vordefinierter Schnittstellen und Cloud-Basis sei ein einfacher und schneller Rollout zu niedrigen Integrationskosten möglich, sagt Michael Rölli; Kunden wie Villeroy & Boch, dm Tech, Home24 oder Nordzucker bringt man von der Materna-Tochter Leogistics mit. 

Bildquelle: Myleo / dsc

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