Ricoh-Tochter Docuware meldet Umsatzplus auf 54,8 Mio. Euro

Nach Führungswechsel weiter wachstumsstark

Kunden und Partner von Docuware zeigen sich völlig unbeeindruckt von der Übernahme ihres Software-Partners durch den japanischen Ricoh-Konzern. Die auf Dokumentenmanagement-Systeme spezialisierte Software-Schmiede aus Germering meldet jedenfalls für 2019 einen Gesamtumsatz von 54,8 Mio. Euro – und damit ein Wachstum von 17 Prozent gegenüber 2018.

  • Bildquelle: Pixabay
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Besonders hervorheben will Geschäftsführer Max Ertl dabei den hohe Cloud-Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr ist er um 71 Prozent gestiegen und macht bereits 13,4 Mio. Euro bzw. knapp ein Viertel des weltweiten Umsatzes aus. Im Jahr des Führungs- und Eigentümerwechsels führt er diesen „herausragenden Erfolg“ auf das „florierende Partner-Netzwerk“ sowie die Strategie zurück, als eigenständige Tochtergesellschaft von Ricoh zu agieren.

„Docuware baut auf dem Erfolg seiner Partner auf. Wenn unsere Partner erfolgreich sind, sind auch wir als Unternehmen erfolgreich. Unsere Strategie ist es, als Unternehmen und Marke innerhalb der Ricoh-Familie unabhängig zu bleiben, damit unser weltweites Partner-Netzwerk unsere Lösungen weiterhin mit Überzeugung verkaufen kann“, wird Geschäftsführer Max Ertl in der Presseinformation zitiert. Damit bewahrheitete sich im ersten halben Jahr nach der Übernahme durch Ricoh sein Credo im Interview mit DV-Dialog: „Ändern soll sich gar nichts!

Der Cloud-Umsatz wuchs um 71 Prozent auf 13,4 Mio. Euro und bleibt ein Wachstumstreiber. 60 Prozent der Neukunden haben sich laut Ertl für Docuware Cloud entschieden; damit habe die Zahl der Cloud-Kunden am Jahresende bei rund 3.000 gelegen – ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Geschäftsführer Dr. Michael Berger, der gemeinsam mit Ertl Anfang 2019 die bisherigen Vorstände Jürgen Biffar und Thomas Schneck abgelöst hatte, sieht den Erfolg aber auch in der technischen Qualität und der intuitiven Benutzerführung begründet. Das habe bereits zu mehr als 600.000 Anwendern bei 14.000 Kunden in 90 Ländern geführt, so Berger. Seine Behauptung untermauert er mit einer Kundenbindungsrate von 94 Prozent im Jahr 2019: „Mit den im vergangenen Jahr erschienenen Versionen 7.1 und 7.2 haben wir unseren vorkonfigurierten Cloud-Lösungen wichtige Funktionalitäten hinzugefügt und konnten sowohl Leistung als auch Stabilität von Cloud- und On-Premises-Systemen deutlich steigern.“

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