ESG-Workflows für Hersteller mit komplexer Produktion

Nachhaltigkeitsberichte über die Lieferkette

Das 2010 gegründete kanadische Softwarehaus Assent hat eine Cloud-basierte ESG-Workflow-Suite speziell für Hersteller mit komplexer Produktion vorgestellt – für Korrekturmaßnahmen, zur Bereitstellung von Fachwissen zu gesetzlichen Vorschriften sowie für die nachhaltige Einbindung von Lieferanten. ESG steht für „Environmental Social Governance“, zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

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Vorschriften wie das von der EU-Kommission vorgeschlagene Verbot von Produkten, die in Zwangsarbeit hergestellt wurden, das Lieferketten-Sorgfaltspflichten-Gesetz (LkSG) oder der amerikanische „Uyghur Forced Labor Prevention Act“ (UFLPA) werden in den nächsten zwölf Monaten signifikante Auswirkungen auf die ESG-Berichterstattung haben. Das LkSG wird zum 1. Januar 2023 für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern in Kraft treten; zu Jahresbeginn 2024 wird der Schwellenwert für betroffene Unternehmen auf 1.000 Mitarbeiter gesenkt.

Bis zu 90 Prozent der Umweltauswirkungen komplexer Hersteller entstehen in der Lieferkette. Daher müssen diese Unternehmen ihre derzeitigen Ansätze zum Management von ESG-Risiken in der Lieferkette überdenken und sich für die Zukunft neu ausrichten. Assent Inc. ist spezialisiert auf Nachhaltigkeitsmanagement in den Lieferketten erweitert nun die Funktionen für ein weltweites Reporting in der Lieferkette zu kritischen Themen, darunter Treibhausgasemissionen, Kinderarbeit, Sklaverei oder Menschenhandel.

Experten für regulatorische Aspekte unterstützen Kunden bei der Vorbereitung auf bevorstehende Anforderungen an Berichtspflichten in der Lieferkette, beim Identifizieren wesentlicher Risiken sowie bei der Sicherstellung des Marktzugangs, speziell auch Hersteller aus Bereichen wie industrielle Fertigung, Automobil, Elektronik, Medizintechnik oder Luft- und Raumfahrt. Abgestimmt auf Industriestandards wie OECD, TCFD, GRI, and SASB sollen solche Unternehmen sich mit der ESG-Suite proaktiv auf neue Anforderungen vorbereiten können, indem sie Anleitungen für den gesamten ESG-Workflow in der Lieferkette erhalten – von der ersten Kontaktaufnahme mit den Lieferanten bis hin zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Erweitertes Lieferanten-Screening inklusive

Assent ESG, das von der Europa-Zentrale in Amsterdam aus auch in Deutschland vermarktet wird, liefert konfigurierbare ESG-Befragungen für Zulieferer, interaktive Dashboards, die einen Einblick in die Risikobewertungen der Zulieferer geben und spezifische ESG-Kennzahlen aufschlüsseln sowie Plug-and-Play-Vorlagen für Nachhaltigkeitsberichte, die sich an den von Regulierungsexperten entwickelten Branchenstandards orientieren. Um Kunden dabei ein größeres Vertrauen in die Vollständigkeit und Genauigkeit ihrer Lieferantendaten zu geben, werden eine Überprüfung der Nachweise und ein erweitertes Lieferanten-Screening angeboten.

Korrekturmaßnahmen für den Fall, dass Mängel, Probleme oder Abweichungen festgestellt werden, ermöglichen es den Herstellern, zusammen mit ihren Lieferanten einen Plan zur kontinuierlichen Verbesserung umzusetzen. Um ihnen dabei zu helfen, ihre ESG-Bewertungen zu verbessern, bietet Assent belastbare Daten und Expertise um Antworten auf Anfragen von Rating- und Ranking-Agenturen sowie auf die Einhaltung von Vorschriften zu geben. Das hilft vor allem aucb Unternehmen, die sich proaktiv auf kommende Due-Diligence-Mandate vorbereiten, sagt Tobias Staehle, Director Sales (Europe) bei Assent.

Die ersten Anwender von Assent ESG berichten von größerer Effizienz und geringerem Zeitaufwand für die Verwaltung von Lieferketten-Compliance und Berichterstattung. Dazu gehört Corsair Gaming Inc., ein weltweit aktiver Entwickler und Hersteller von High-Performance-Technologie für die Gaming-Branche, hat sich für eine Pilot-Einführung entschieden und berichtet, dass die Implementierung zu einer verstärkten Beteiligung der Lieferanten bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten geführt hat. „Die Zusammenarbeit mit Lieferanten kann sehr komplex sein, aber Assent hat uns die schwerste Arbeit abgenommen“, wird Jonathan Harris, ESG-Manager bei Corsair, in einer Pressemitteilung zitiert. Die Experten der Kanadier würde die regulatorischen Anforderungen vorhersehen, was es ermögliche, mehr Daten zu erhalten bzw. zu verfolgen und stärkere ESG-Beziehungen aufzubauen. Inzwischen seien „90 Prozent aller ESG-Kampagnen mit Lieferanten umgesetzt“.

ESG in der Lieferkette sei eine geschäftliche Notwendigkeit geworden, betont Kim Knickle, Research-Direktorin für ESG und Nachhaltigkeit beim britischen Forschungs- und Beratungsunternehmen Verdantix. Die Sorgfaltspflicht habe sich inzwischen von einer guten Geschäftspraxis zu einer etablierten Branchenerwartung entwickelt. „Unternehmen sind heute einem zunehmenden Reputationsdruck ausgesetzt“, konstatiert Knickle. Man müsse die Erwartungen der Kunden und die Vorhaben der Geschäftsleitung abdecken – und deshalb das Engagement für ESG und Nachhaltigkeit.

Die Plattform von Assent kann laut Hersteller mit nahezu jeder gängigen ERP- und PLM-Software integriert werden; die SAP- und PTC/Windchill-Integrationen ermöglichen z.B. eine Zwei-Wege-API-Kommunikation mit den vorhandenen Systemen. Dies erlaube Einblicke in die Lieferkette bis hin zur Teile-Ebene.

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