Die Mait-Geschäftsführer Stefan Niehusmann, Axel Schmied und Oliver Spölgen (von links). Im Bild fehlt der vierte Geschäftsführer Kurt Gürtler.
Das 1984 in Rottweil gegründete Systemhaus ist seit Dezember 2011 im Besitz von Investmentgesellschaften. Damals hatte die Hamburger Arcadia Beteiligungen Bensel Tiefenbacher & Co. GmbH Computerkomplett zusammen mit dem Management von den Alteigentümern, drei Unternehmerfamilien, übernommen. 2018 folgte dann der Eigentümerwechsel zur Münchener Findos Investor GmbH, die ihre Beteiligung jetzt an die 3i Group in London weiterverkauft.
Erklärtes Ziel des neuen Investors ist es laut Ulf von Haacke, Partner bei 3i, „den profitablen Wachstumskurs von Mait fortzusetzen“. Natürlich geht es implizit vor allem darum, den Wert der Beteiligung zu steigern, um diese irgendwann mit Gewinn weiterzuverkaufen. Da klingt die Investition in Mait vielversprechend, denn das Unternehmen versteht sich als „Partner für innovative digitale Lösungen in der Produktentwicklung, der Unternehmenssteuerung und im IT-Service“. Seit 2011 wurde der Umsatz (im Jahr 2011 noch 59 Mio. Euro) verdoppelt und der Pro-Kopf-Umsatz noch viel stärker gesteigert (damals über 400 Mitarbeiter an 14 Standorten).
Der Value-Added-Reseller und Implementierungspartner setzt Technologien von PLM-, ERP- und IT-Anbietern wie Siemens, PTC, SAP-PLM, Abas, Comarch, HP und Fujitsu ein und zeichnet sich laut von Haacke dadurch aus, dass die Digitalisierung ganzheitlich betrachtet und gemeinsam mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen entwickelt wird. Der gute Service spiegele sich in der Tatsache, dass ca. 60 Prozent der Kundenbeziehungen schon seit mehr als zehn Jahren bestehen. Und: Das Unternehmen verfüge über einen hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen, die durch mehrjährige Wartungs- und IT-Infrastrukturverträge erzielt werden.
Die Investoren erwarten, dass die Nachfrage nach PLM, ERP und IT-Infrastruktur in den kommenden Jahren jährlich um rund 8 Prozent wachsen wird, getrieben von Megatrends wie Cloud, IoT und Industrie 4.0. Ulf von Haacke kommentiert: „Mait ist einzigartig an der Schnittstelle von PLM, ERP und Managed IT-Services positioniert und verfügt über ein erhebliches Wachstumspotenzial bei der Marktdurchdringung sowie über zahlreiche strategische M&A-Möglichkeiten in einem stark fragmentierten Markt.“
Mait-Geschäftsführer Stefan Niehusmann erwartet viel Unterstützung von 3i für die nächste Wachstumsphase, insbesondere bei der Umsetzung der M&A-Strategie. „3i hat eine starke Erfolgsbilanz im IT-Dienstleistungssektor und eine lange Tradition in der DACH-Region“, so Niehusmann. „Darüber hinaus verfügt das 3i-Team über ein beeindruckendes internationales Netzwerk, das für Mait sehr wertvoll sein wird.“
Das Private-Equity-Team von 3i fokussiert wachsende Unternehmen im Mittelstand und unterstützt Unternehmer und Managementteams von Unternehmen mit einem Unternehmenswert („Enterprise Value“) von typischerweise 100 bis 500 Mio. Euro. 3i unterstützt internationale Wachstumspläne und bietet Zugang zu seinem Netzwerk und seiner Expertise, um das Wachstum von Unternehmen in den Bereichen Konsumgüter, Industrie, Gesundheitswesen sowie Unternehmens- und Technologiedienstleistungen zu beschleunigen.
Bildquelle: Mait GmbH