Auf der EMC World 2012 wurden 42 neue Produkte vorgestellt

Neue EMC-Speicher auch für IBM i

Auf der Kundenveranstaltung EMC World wurden am Montag in Las Vegas insgesamt 42 neue Produkte und Technologien vorgestellt. Darunter sind der neue Speicherriese Symmetrix Vmax 40k sowie der Support der Technologie „Fully Automated Storage Tiering for Virtual Pools“ (Fast VP) für die Plattform IBM i.

  • EMC-Präsident Pat Gelsinger: „Wir bauen 'Datenzentren', nicht Anwendungs- oder Serverzentren!“

  • Ein Speichersystem der Vmax-Baureihe mit fünf Kabinetten: Das neue Topmodell 40k bietet maximal 256 Gigabyte Cache und skaliert mit bis zu 3.200 Plattenlaufwerken in dann acht Kabinetten auf bis zu 4 PB.

„Wir bauen 'Datenzentren', nicht Anwendungs- oder Serverzentren“, behauptet EMC-Präsident Pat Gelsinger. Er kritisiert, dass zu enge Technologievorgaben den Datenbeständen eine  nur geringe Priorität einräumen. Virtualisierung, Cloud Computing und Big Data Analytics jedoch brächten die Daten wieder an ihren rechtmäßigen Platz, ins eigentliche Zentrum der IT. „Diese Veränderung verläuft rasch und ist unumkehrbar“, konstatiert Gelsinger. „Sie bewirkt einen Wechsel von dedizierten Infrastruktursilos für bestimmte Anwendungen, in denen die Daten entweder in einer bestimmten Anwendung oder ihrer Peripherie eingeschlossen waren, hin zu einem datenorientierten IT-Konzept."

Neuerungen gibt es im gesamten Portfolio des Speicherpioniers EMC - von Plattensystemen über Backuplösungen bis hin zu Virtualisierungs- und Managementwerkzeugen. Erneuert ist beispielsweise die Vmax-Familie, die auf der im April 2009 vorgestellten Virtual Matrix Architecture basiert und nun aus den drei Modellen 10K (1,5 Petabyte), 20K (2 PB) und 40K (4 PB) besteht. Ergänzt wird sie durch neue Softwarefunktionen, die den Betrieb vereinfachen und den Betrieb mit neuen Hosts und Anwendungen ermöglichen sollen. Außerdem lassen sich alle vorhandenen Datenspeicher der Kunden nun in einen einheitlichen Pool von Speicherressourcen integriert.

Das Modell 40k bietet als Alternative zum DS8000-Arrays der IBM maximal 256 Gigabyte Cache und skaliert mit bis zu 3.200 Plattenlaufwerken in dann acht Kabinetten auf bis zu vier Petabyte. Es i in einer „Dense“-Konfiguration mit 2,5-Zoll-SAS-Platten oder in einer Standardkonfiguration mit 3,5-Zoll-Laufwerken angeboten und löst mit doppelt so viel Performance, Kapazität und Cache Memory das bisherige Highend-Modell ab, das als Familienmitglied 20K weiterhin – aber ebenfalls mit der grundlegend erneuerten Enginuity-Software – ausgeliefert wird. Die im vergangenen Jahr vorgestellte Einstiegslösung Vmaxe heißt nun 10K. Natürlich können in die neuen Vmax-Modelle auch schnelle SSD-Platten (eMLC Flash Drives) eingebaut werden.

Ebenfalls neu ist das Virtual Provisioning für IBM i mit Fast VP; für das Load Balancing und die gemeinsame Nutzung der Ressourcen ist so ein „Wide Striping“, also die Verteilung der Daten über verschiedene Geräte in einem Speicher-Pool hinweg – und zwar mit den beiden Modellen Vmax 40K und 20K sowie der Version 5876 des Vmax-Betriebssytems Enginuity auf sämtlichen D910-formatierten Geräten; bisher war diese Funktionalität auf Plattenlaufwerke mit 15.000 Umdrehungen/Minute beschränkt.

Damit ist auch der Support der Migration virtueller LUNs (VLUNs) im SAN durch IBM i gegeben; die „Logical Unit Number“, kurz LUN, bezeichnet in Speichernetzen eine logische Einheit, in die physische Disks unterteilt werden, die vom Host-Server adressiert werden. Dadurch können Laufwerke, RAID-Gruppen, logische Laufwerke und SSDs im laufenden Betrieb hinzugefügt oder wieder entfernt werden.

Der neue Backup-Speicher Data Domain DD990, der auch in der AS/400-Welt eine Deduplizierung der Daten erlaubt, bietet laut Hersteller die sechsfache Datenrate und die dreifache Performance der bisher leistungsstärksten Alternative. Kenndaten sind eine Speicherkapazität von bis zu 65 Petabyte (also 65 Mio. Gigabyte) und ein Backup-Durchsatz von 31 Terabyte pro Stunde.

Die erstmals möglichen Kombination aus der Speicherlösung VPlex und der Wiederherstellungssoftware EMC Recover Point ist für den Schutz hybrider Cloud-Umgebungen gedacht. Dadurch steht laut Gelsinger erstmals eine Lösung zur Verfügung, die zwei parallel betriebenen, aktiven Rechenzentren (active-active) eine Wiederherstellung über ein drittes Rechenzentrum ermöglicht.

www.emc2.de

www.emcworld.com

Bildquelle: EMC

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