Webmethods-Updates erleichtern Zugang zu APIs

Neuer API-Marktplatz am Start

Die Software AG hat Updates für ihre Integrationsplattform Webmethods bereitgestellt, die es für Entwickler einfacher machen sollen, neue APIs, Integrationswerkzeuge und -funktionen aufzufinden, zu bearbeiten und bereitzustellen. Schon seit AS/400-Zeiten gibt es übrigens einen IBM-i-Konnektor, der als Bestandteil des Kernsortiments zu den ausgereiftesten Adaptern zählt.

Dr. Stefan Sigg, CPO der Software AG

Dr. Stefan Sigg, CPO der Software AG: „Aufgaben und Arbeitsabläufe werden zwischen Unternehmen, Partnern und Regionen immer stärker aufgeteilt – und daher ist die Notwendigkeit, sich zu vernetzen größer denn je."

Mithilfe des neuen, einheitlichen API-Marktplatzes können Unternehmen auch „Communities“ einrichten, in denen dann Schnittstellen- und Anwendungs-Entwickler zusammenarbeiten; sie können auf die APIs zugreifen, sie gemeinsam nutzen und parallel daran arbeiten. Eine neue „Embed“-Funktion ermöglicht es Software-as-a-Service-Anbietern, Integrationsfunktionen dieser Middleware schneller als bisher in ihre Software einzubauen.

„API-Management ist für Unternehmen sehr wichtig“, betont Dr. Stefan Sigg, CPO der Darmstädter Software AG. „Aufgaben und Arbeitsabläufe werden zwischen Unternehmen, Partnern und Regionen immer stärker aufgeteilt – und daher ist die Notwendigkeit, sich zu vernetzen größer denn je. Wir wollen diese vernetzte Welt einfacher machen und Unternehmen beim Austausch, der Daten, die sie nutzen, unterstützen.“ Unternehmen sollen Ressourcen durch mehr Zusammenarbeit und Automatisierung besser steuern können und die Möglichkeit erhalten, ‚Buy‘ UND ‚Build‘ zu kombinieren, sodass ihre Entwicklungsteam die Zeit darauf verwenden können, ihre spezifischen Anforderungen zu implementieren.

Auch der einheitliche API-Marketplazu soll Zeit- und Ressourceneinsparungen ermöglichen: Anstatt mit viel Aufwand eine eigene Community aufzubauen, können Unternehmen jetzt eine Community „von der Stange“ einführen. Die Anwendungsentwickler können dort die APIs, die sie benötigen, schnell und ohne großen Aufwand finden und sofort sehen, ob diese schon einsetzbar oder noch in Arbeit sind. Die API-Entwickler wiederum können sich mit den Anwendungsentwicklern abstimmen und auch sicherstellen, dass ihre APIs die Anforderungen der Anwendung wirklich erfüllen. Die Parameter für diese Communities können von den Unternehmen festgelegt werden; dabei haben sie auch die Möglichkeit, externe Entwickler in diesen Prozess einzubeziehen.

Mit der neuen Komponente „Embed“ können Software-Entwickler schon in einem sehr frühen Projektstadium Integrationsfunktionen in ihre Software einbauen. Embed bietet nicht nur zeitsparende Drag- und Drop-Funktionen, sondern ermöglicht es Entwicklern auch, den Endnutzern SaaS-Angebote mit Low-Code-/No-Code-Funktionen bereitzustellen. Da die Bereitstellung solcher Integrationsfunktionen im Rahmen des Entwicklungszyklus zusätzliche Kosten verursacht und zusätzliche Ressourcen erfordert, bietet Embed über 550 Konnektoren, die Entwickler für ihre Apps und Daten nutzen können, sowie eine Orchestrierung und ein entstsprechendes Workflow-Design.

„APIs sind zu Produkten geworden“, konstatiert Suraj Kumar, bei der Software AG verantwortlich für Integration, APIs und Microservices. Deshalb sei ein API-Marktplatz nützlich, damit die Entwickler das Tempo steuern können, in dem die APIs ausgeliefert werden. „Herkömmliche API-Portale lassen sich schwer anpassen, sind oft nicht flexibel und funktionieren nicht mit allen API-Gateways“, so Kumar weiter. Und dann sei da noch das Problem, „die neuen Entwicklungen in Betrieb zu nehmen. Mit unseren API-Marktplatz und unserem Container-Register helfen wir unseren Kunden, die Komplexität ihrer API-Landschaft zu bewältigen“.

Das Container-Register ist ein weiteres Feature des aktuellen Updates der Middleware. Es automatisiert viele der komplexen Aufgaben, die bei der Containerisierung auszuführen sind, und verkürzt so laut Hersteller die monatelange Implementierungszeit für Webmethods-Software in Private-Cloud-Umgebungen „um Wochen“.

Weitere Aktualisierungen gibt es bei der integrierten API-Sicherheit: Hier führte Noname Security, ein Partner der Software AG, Tests und Prüfungen durch, um nicht verwaltete APIs zu entdecken, komplexe API-Angriffe abzuwehren und die Offenlegung sensibler Daten nachzuvollziehen, um diese zu schützen.

Die aktuellen Webmethods-Updates sind ab sofort für On-Premises-Kunden verfügbar und werden in Cloud-Umgebungen kontinuierlich ausgerollt. Neben dem AS/400-Konnektor bietet die Software AG übrigens eine Vielzahl anderer IBM-Konnektoren, die von Legacy-Systemen wie Mainframes bis hin zu Cloud-Systemen wie Watson reichen. Ein Einsatzfeld der hybriden Integrationsplattform ist es, den Kunden zu helfen, Daten aus ihren Altsystemen für die Entwicklung neuer Produkte zu nutzen und gleichzeitig neue Systeme anzubinden.

Neben den Konnektoren gibt es weitere Möglichkeiten, IBM-Systeme anzubinden: EntireX und ApplinX, ebenfalls Teil des Webmethods-Portfolios. EntireX ermöglicht die bidirektionale Integration mit Mainframe-, IBM-i- und Legacy-Anwendungen. ApplinX erleichtert das Web-Enablement von Green-Screen-Anwendungen. Beide können Legacy-Daten über APIs zugänglich machen und auch alte Anwendungen aus AS/400-Zeiten in moderne Apps und Architekturen einbinden.

Bildquelle: Software AG

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