Der neue CEO Sanjay Brahmawar bringt von IBM nicht nur Expertise, sondern auch einen internationalen und multikulturellen Hintergrund mit.
Karl-Heinz Streibich, seit Oktober 2003, Vorstandsvorsitzender der Darmstädter Software AG, wechselt bald in den Ruhestand.
Der in Indien geborene Belgier Brahmawar, zur Zeit noch Geschäftsführer beim IBM-Kompetenzzentrum Watson Internet of Things in München, verantwortet dort den weltweiten Software-Umsatz des Konzerns im Bereich Datenanalyse und Künstliche Intelligenz. Zuvor war er als Geschäftsführer von IBM Consulting Services in London tätig, wo er das Geschäft mit sämtlichen Mandaten im Europäischen Industriesektor verantwortete (Öl- und Gas, Automobil, Luftfahrt, Elektronik und Maschinenbau).
Brahmawar habe in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, die Unternehmensaktivitäten sowohl umsatz- als auch margenseitig zu steigern, heißt es in der Presseinformation. Er habe einen internationalen und multikulturellen Hintergrund mit Lebensstationen in Deutschland, England, Holland, Belgien, Finnland und Indien. Zur Zeit lebt er mit seiner Familie in der Nähe von München und ist in seiner Freizeit begeisterter Läufer und Fahrradfahrer.
„Die Software AG hat in den letzten 14 Jahren unter der Führung von Karl-Heinz Streibich den größten Wandel in ihrer fast 50-jährigen Unternehmensgeschichte vollzogen. Er hat den Technologiekonzern durch den Aufbau des weltweiten Digitalgeschäfts auf ein zukunftssicheres zweites Standbein gestellt – im Interesse unserer Kunden und zum Wohle unserer 4.600 Mitarbeiter weltweit. Dieser Leistung gebührt unser größter Dank und Respekt“, sagte Dr. Andreas Bereczky, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Das Unternehmen beschäftigt heute über 4.500 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte 2017 einen Umsatz von 879 Mio. Euro.
„Gleichzeitig sind wir sehr glücklich, mit Sanjay Brahmawar einen ausgewiesenen Experten im internationalen IT-Geschäft gefunden haben, der dafür sorgen wird, dass die Software AG auch in Zukunft in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Markt mit kurzen Innovationszyklen eine aktive Gestaltungsrolle einnehmen wird“, so Bereczky weiter. Man habe einen Spitzenmanager gewonnen, der in mehr als 18 Jahren in unterschiedlichen Führungspositionen eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe, „technologisches Know-How mit unternehmerischem Handeln zu kombinieren“. Seine neue Aufgabe werde es sein, gemeinsam mit dem Management-Team „die internationale Technologieführerschaft zu verteidigen und weitere Marktanteile in den Zukunftsfeldern Digitalisierung, Industrie 4.0 und Artificial Intelligence zu gewinnen.“
Streibich, der auch Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom ist, begann seine berufliche Laufbahn 1981 im IT-Team der Dow Chemical Company, war danach ab 1984 für ITT tätig und wechselte 1989 zu Daimler Benz. Im Automobilkonzern übernahm er diverse Führungspositionen, etwa als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung der AEG Olympia Office GmbH oder als Vorsitzender der Geschäftsführung des Systemhauses Debis. Diese Position behielt er auch nach dem Verkauf des Systemhauses an T-Systems, wurde aber auch Mitglied der Geschäftsführung von T-Systems. Seit Oktober 2003 hat Streibich den Vorsitz des Vorstands der Software AG inne.
Bildquelle: Software AG