Dr. Gerald Pfeifer folgt auf Richard Brown

Neuer Chef für Opensuse

Nach fünf Jahren als Vorsitzender des Opensuse-Vorstands trat Richard Brown am 19. August mit sofortiger Wirkung zurück. Seine Nachfolge trat Dr. Gerald Pfeifer an, der beim Nürnberger Linux-Haus Suse Linux GmbH die Position des technischen Leiters (CTO EMEA) bekleidet. Pfeifer wird diese Aufgabe parallel zu seiner CTO-Rolle übernehmen.

Suse-CTO Dr. Gerald Pfeifer übernimmt auch die Führung von Open Suse.

Opensuse (ehemals Suse Linux) ist die für Privatkunden und Entwickler gedachte, kostenlose Variante des Open-Source-Betriebssystems von Suse, während sich die kostenpflichtigen Produkte rund um den „Suse Linux Enterprise Server“ (kurz SLES) und den „Suse Linux Enterprise Desktop“ (SLED) an Unternehmen richten.

Die Nürnberger nahmen die Gelegenheit des Führungswechsels wahr, um das Commitment für ihre kostenfreie Distribution zu bekräftigen, das – zuletzt wegen des Eigentümerwechsels im vergangenen Sommer – immer wieder in Frage gestellt worden war. Jetzt heißt es in der Pressemitteilung: „Suse ist dem Open-Suse-Entwicklungsmodell zutiefst verpflichtet, als Sponsor und Unterstützer des Projekts. Durch diese Partnerschaft ist eine einzigartige und intensive Zusammenarbeit entstanden, die sich unter anderem auch in Projekten wie dem Open-Build-Service oder Open QA manifestiert. Die Zusammenarbeit hat ihre Wurzeln im Linux-Bereich. Sie hat sich in den letzten Jahren stets ausgeweitet und eine wachsende Zahl von neuen Infrastruktur Software-Standards und Open Source-Innovation hervorgebracht. Als das weltweit größte unabhängige Open Source-Softwareunternehmen wird Suse seine Unterstützung für Open Suse weiterführen.“

Thomas Di Giacomo, Suse President of Engineering, Product and Innovation sagt: „Ich bin hocherfreut, Gerald als Vorsitzenden des Open-Suse-Board ankündigen zu können. Er verfügt über zwei Jahrzehnte Erfahrung und Engagement in verschiedenen Open-Source-Communities, kombiniert mit einem tiefgreifenden Verständnis von Suse infolge seiner leitenden Positionen im Unternehmen über die Jahre. Gerald ist perfekt geeignet, um mit dem Open-Suse-Board zu arbeiten, es zu unterstützen und gemeinsam die Community und ihre wachsenden Projekte zu fördern. Ich bedanke mich bei Richard Brown, der als scheidender Vorsitzender des Open-Suse-Boards großartige Arbeit geleistet hat und freue mich darauf, weiterhin bei Suse mit ihm zusammen zu arbeiten. Auch in der Zukunft wird Suse einen klaren Fokus auf die Zusammenarbeit mit Open Suse legen und so Werte für unser gemeinsames Ökosystem schaffen und, mit der Unterstützung unseres Investors EQT, unsere Geschäftsentwicklung und die Communities weiterentwickeln.“

In seinem persönlichen Scheiben nennt Richard Brown verschiedene Gründe für seinen Rücktritt von dem Amt, das er seit Juli 2014 inne hatte. Er will wieder mehr als Entwickler arbeiten und auch wieder ein Privatleben führen, was durch die Vorstandsarbeit stark eingeschränkt war. Doch auch nach seinem Rücktritt bleibt er Suse treu und arbeitet weiter im Future-Technologie-Team. Seine Entscheidung habe auch nichts mit den Plänen zu tun, Open Suse in eine Stiftung zu überführen. Er unterstütze diesen Plan vielmehr voll und ganz. Die Übergabe an Pfeifer werde „in enger Zusammenarbeit“ erfolgen.

Mit Hilfe von Pfeifer, der auch weiterhin als CTO in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika, den Dialog mit Kunden, Partnern und Open-Source-Communities weltweit verantwortet, soll das Board auch künftig Input, Steuerung und Unterstützung für das Open-Suse-Projekt liefern. Die Open-Suse-Community habe viel zu den Linux-Distributionen beigetragen, sagte Pfeifer. Und weiter: „Ich freue mich auf weitere Entwicklungen und Tools der Open-Suse-Community, im Bereich Linux und darüber hinaus.“ Open Suse stehe „ganz vorne im historischen Wandel, in dem sich Open Source-Software als entscheidender Faktor in der Strategie von erfolgreichen Unternehmen findet.“

Bildquelle: Suse Linux GmbH

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