Gründungs-Investor BPE verkauft seine Beteiligung an DPE

Neuer Eigentümer für BE-Terna

Die Mehrheitsbeteiligung an BE-Terna, einem im Frühjahr 2016 durch die Fusion der Leipziger Bedav mit der Innsbrucker Terna – Zentrum für Business Software GmbH entstandenen ERP-Systemhaus, ist vom der Hamburger Beteiligungsgesellschaft BPE an die DPE Deutsche Private Equity GmbH verkauft worden.

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Das Management-Team von BE-Terna rund um CEO Christian Kranebitter soll eine „signifikante Beteiligung“ am Unternehmen behalten und die Geschicke der IT-Gruppe auch weiterhin leiten, die nach eigenen Angaben mit rund 450 Mitarbeitern an 12 Standorten und über 800 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Umsatz von fast 70 Mio. Euro erwirtschaftet. Sowohl Bedav (2016) als auch Terna (2015) waren von ihren Managern und einer von der Hamburger Beteiligungsgesellschaft BPE angeführten Investorengruppe erworben und fusioniert worden.

Mittelfristig sind Zukäufe geplant

Unterstützt von der in München ansässigen Beteiligungsgesellschaft DPE plant Kranebitter nun, in den Kernsegmenten ERP, BI und CRM stark organisch zu wachsen, das Dienstleistungsportfolio auszubauen und dabei mittelfristig auch durch strategische Zukäufe zu expandieren.

Das ging offenbar mit BPE nicht schnell genug voran, denn auch die Hamburger verfolgten die Strategie, BE-Terna durch Umsetzung eines Buy&Build-Konzepts aufzubauen. Einhergehend war eigentlich auch geplant, die Kundenbasis, den Branchenfokus sowie das Produktangebot über komplementäre Zukäufe zu erweitern. Aktuelle Fokusbranchen sind Fashion, Prozessindustrie, Manufacturing, Handel und Dienstleistung sowie projektorientierte Unternehmen.

Full-Service Anbieter für neueste Technologien

Christian Kranebitter, der Gesellschafter von BE-Terna bleibt, positioniert sein Unternehmen nun als Full-Service Anbieter für neueste Technologien. Das Wachstum liege „eindeutig im Interesse unserer Kunden, da wir uns in einem sich technologisch rasant ändernden Markt bewegen, in dem es immer wichtiger wird, in den verschiedenen IT-Bereichen tiefes Spezialwissen zu besitzen. Nur so können wir unsere Kunden auf der Reise in das digitale Zeitalter unterstützen und ein zuverlässiger Partner für die Umsetzung vieler Zukunftsthemen sein.“

„Um das Spektrum an möglichen Lösungen sowie neuesten Technologien abbilden zu können und damit wirklichen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen, wollen wir unseren Wachstumskurs fortsetzen“, begründet Kranebitter den Eigentümerwechsel. Mit DPE habe man einen Investor und Partner gewonnen, „der das Unternehmen mit seiner Expertise bei der weiteren Expansion aktiv unterstützen wird“. DPE wurde 2007 gegründet und hat sich seitdem an 21 Unternehmen beteiligt, die 48 Folgeinvestitionen getätigt haben und heute mehr als 7.300 Mitarbeiter beschäftigen. DPE verwaltet ein Gesamtvermögen von rund 1,2 Mrd. Euro.

Warum das Wachstum mit BPE so nicht möglich sein sollte, wurde ebenso wenig kommuniziert wie der Kaufpreis. Kranebitter sagt dazu nur soviel: „DPE hat enorm viel Erfahrung in der Entwicklung und Expansion mittelständischer Firmen und hat uns vor allem durch den unternehmerischen Spirit und die Werteorientierung überzeugt.“ Sein nicht unbescheidenes Ziel ist es nun, „mittelfristig einer der führenden Anbieter von Business-Software in Europa zu werden – und sowohl organisch als auch akquisitorisch überproportional wachsen“.

Die Transaktion steht noch unter dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden in Deutschland und Österreich.

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