CAD-Daten auf durchgängigem Fundament verwaltet

Neues PLM-System für Elumatec

Der Maschinenbauer Elumatec AG hat sein bisheriges System zur Verwaltung der CAD-Daten durch die PDM/PLM- und DMS-Software Profile von Procad abgelöst. Das alte System entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein durchgängiges Product-Lifecycle-Management und war vom Hersteller bereits vor längerer Zeit abgekündigt worden.

  • SBZ 122/70, Elumatec

    SBZ 122/70 plus aus dem Elumatec-Programm für die Bearbeitung von Aluminium-, Kunststoff- und Stahlprofilen.

  • Bildquelle: Pixabay

Kay Gayer, Projektleiterbei dem 1928 gegründeten Hersteller von Maschinen für die Bearbeitung von Kunststoff-, Stahl- und Aluminiumprofilen mit Sitz im schwäbischen Mühlacker, äußert sich „besonders beeindruckt“ von den Konfigurationsmöglichkeiten der Software: „Man muss wenig hinzuprogrammieren und kann sehr viele Funktionen durch Konfiguration später hinzufügen. So bauen wir das System entsprechend unseren Anforderungen aus.“

Daten der letzten 15 Jahre migriert

Die Experten von Procad migrierten im Vorfeld Produktinformationen der letzten 15 Jahre aus dem Altsystem nach Profile: Zeichnungsdaten aus Inventor und Autocad samt ihrer Begleitdokumente, Stücklisten aus dem 2015 eingeführten SAP-System sowie Office-Dokumente zu Kundenprojekten, die bislang im File-System lagen. Die PLM-Software fungiert nun als „Produktdaten-Backbone“ für alle Informationen entlang des Produktentstehungsprozesses bei Elumatec. Dank Office-Integration arbeiten auch Beschäftigte aus nichttechnischen Bereichen mit der Software und legen darin kaufmännische Dokumente ab.

„Die Konstruktionsabteilung kann nun Stücklisten aus dem PDM/PLM-System mit solchen aus SAP vergleichen“, erklärt Gayer. „Dies funktionierte bislang nicht, da das frühere CAD-Datenverwaltungsprogramm keine Stücklisten generierte und auch nicht an SAP gekoppelt war.“

Stücklisten vergleichen

Der Stücklistenvergleich ist notwendig, um Veränderungen zwischen den verschiedenen Versionen eines Produktes überprüfen zu können. Profile übergibt dazu Artikelstammdaten, Produktstrukturen (Baugruppen), Stücklisten sowie Dokumente aus Mechanik-, Elektro- und Elektronik-Entwicklung automatisch an das ERP-System, wo sie in einer gemeinsamen mechatronischen Stückliste zusammenfließen. Der Abgleich findet im Vorfeld statt. Unterscheiden sich SAP- und Profile-Stückliste in ihrer Anzahl an Positionen, kann der Benutzer entscheiden, ob er die Liste in SAP (als führendem System) überschreiben will oder nicht.

Geplant ist bei Elumatec außerdem die Abbildung des Änderungsmanagements mit dem Profile-Aufsatz Proceed. Damit will man die Prozesse im Änderungswesen besser dokumentieren, denn das Add-on stellt hier fertige Anwendungspakete mit standardisierten Formularen bereit. Außerdem legen genau definierte Prozessschritte mit Folgeaktionen fest, was mit einem Artikel nach der Änderung geschehen soll – ob also Teile aus dem Lager nachgearbeitet, verschrottet oder abverkauft werden sollen. Solche Prozesse unterlagen bei Elumatec bislang keinem geordneten Muster und liefen E-Mail-gestützt ab, mit Begleitdokumenten und Laufzetteln.

In der Elektrokonstruktion wurde vor kurzem E-Plan als neues ECAD-System eingeführt. Durch die E-Plan-Schnittstelle zu Profile lassen sich damit auch Informationen aus der elektrischen Konstruktion über die PDM/PLM-Software verwalten. „Viele dieser Erweiterungen können wir in weiten Teilen selbst in die Hand nehmen, das System eigenständig administrieren und anhand unserer Anforderungen weiter ausbauen. Zum Beispiel Dokumentenmasken und Materialstämme definieren, eine Dokumentenklassifizierung und ein eigenes Berechtigungssystem hinterlegen. Genau dies muss ein modernes PDM/PLM-System leisten“, so Kay Gayer.

Die Elumatec AG, die über Tochtergesellschaften und Händler in über 50 Ländern aktiv ist, erwirtschaftete 2018 mit weltweit mehr als 700 Mitarbeitern über 130 Mio. Euro Umsatz. Sie deckt das gesamte Anwenderspektrum vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum industriellen Profilbearbeiter ab und bietet maßgeschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Kundengruppen. Darüber hinaus kann dank modularer Maschinenkonzepte die Produktionsausrüstung an das Unternehmenswachstum angepasst werden.

Bildquelle: Pixabay, Elumatec AG

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