Auch für die CAD-Konstrukteure des Werkzeugmaschinenbauers

Neues SAP-Archiv bei Trumpf

Weil das bisherige Archivsystem zu komplex und lizenztechnisch zu teuer war, wechselte der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf auf den ContentServer4Storage von KGS – ein schlankes Archiv, das in SAP integriert nur die ureigenste Aufgabe übernimmt, Dokumente über die ERP-Anwendungen zu bearbeiten. Eine Besonderheit ist die Archivierung der weltweit verteilten CAD-Dokumente aus Solidworks, für die ein neues Cache-Server-Konzept zum Einsatz kommt.

Ein Blick in die Blechfertigung bei Trumpf

„Als wir abermals vor Lizenzverhandlungen mit unserem Archivanbieter standen, war uns klar: Der Zeitpunkt für einen Technologiewechsel ist reif“, sagt Volker Blum, Leiter Basisbetreuung SAP-Systeme bei Trumpf. Nach der bisherigen Lizenzpolitik entsprach jeder SAP-User einem Archiv-User – bei 7.000 Anwendern der ERP-Software eine teure Angelegenheit.

Überhaupt brauche man keine voll umfängliche ECM-Lösung, bei der jede kleinste neue Funktionalität wie etwa die E-Mail-Archivierung aufwändig hinzu installiert werden müsse, findet Blum: „Viel sinnvoller ist es, ERP-zentrierter zu arbeiten und für einzelne Aufgaben jeweils Spezialtools heranzuziehen.“ Das neue elektronische Archiv fokussiert daher die Daten-Archivierung und Ablage von Dokumenten in Verbindung mit SAP.

Dem gleichen Ansatz folgt das Unternehmen bei der E-Mail-Archivierung, wo ebenfalls eine dezidierte Speziallösung ihren Dienst versieht. Der Trend ist erkennbar: Wenn SAP die zentrale Business-Anwendung ist, dann werden möglichst viele Funktionen auch darin abgebildet; für weitere Zwecke kommen nur noch Speziallösungen zum Einsatz.

Die CAD-Daten verwalten

Für Trumpf spielen auch die Konstruktion und CAD-Daten-Verwaltung eine zentrale Rolle. Die Konstrukteure fertigen ihre Zeichnungen und Modelle u. a. mit der CAD-Software Solidworks. Baugruppen der Maschinen, die teilweise aus über 10.000 Einzelteilen bestehen können, werden in SAP PLM verwaltet. Auch diese teilweise sehr großen Dokumente müssen gespeichert und den in weltweit 15 Ländern sitzenden Konstruktionsabteilungen zeitnah bereitgestellt werden.

KGS hat hierfür eine komplexe Infrastruktur mit Archiv- und Cache-Servern in Verbindung mit SAP PLM verteilt auf 15 Standorte weltweit aufgebaut. „Würden wir alle CAD-Daten zentral bei uns in Ditzingen speichern, müssten sich unsere weltweit verteilten Konstrukteure z. B. in China die CAD-Daten immer komplett über das WAN aus Ditzingen laden und wieder zurückspeichern, wenn sie eine Baugruppe weiterbearbeiten wollen“, sagt Dieter Heger, IT-Administrator der SAP-Basisbetreuung bei Trumpf. „Ein flüssiges Arbeiten wäre damit unmöglich.“

An jedem Standort weltweit gibt es daher einen eigenen ContentServer4Storage, der diejenigen Dokumente für Teile, für die der Standort zuständig ist, lokal speichert. Für die Normteile, die am Stammsitz in Ditzingen liegen, wurden jeweils parallel lokale Cache-Server aufgebaut, die solche „entfernten“ Teile vor Ort bereitstellen.

Immense Performance-Vorteile

Diese Architektur bietet immense Performance-Vorteile gegenüber einer zentralen Lösung. Das SAP-System „kennt“ dabei jeden einzelnen Archivserver, überwacht, welcher ausfällt und kann auf alternative Server umschalten. Das SAP-System „weiß“ auch genau, zu welchem Standort eine bestimmte Workstation bzw. ein PC gehört – und ob der Zugriff lokal oder remote stattfindet.

Nach Austausch aller Server begann Trumpf im Sommer 2016 mit der eigentlichen Migration von insgesamt drei Millionen Dokumenten (ca. 12 Terabyte Daten) aus dem Alt- ins Neu-System. Hier kam das Tool Migration4Archivelink zum Einsatz. Der alte Content wurde zunächst an einen Proxy-Server übergeben. Angefragte Dokumente suchte SAP PLM in ContentServer4Storage – und wenn sie vom Proxy noch nicht übertragen waren, auf dem alten Content-Server. Die User bekamen von dieser im Hintergrund laufenden Migration überhaupt nichts mit. 

Bevor der erste Server produktiv ging, tauschte Trumpf sämtliche Archiv-Clients des Altsystems für Anzeige und Scannen von Dokumenten aus. Stattdessen wurde der SAP-eigene ECL-Viewer auf allen Clients installiert. Zudem installierte das Unternehmen neue Scan-Clients an weltweit 80 Scan-Arbeitsplätzen in unterschiedlichen Bereichen. Inzwischen ist die neue Lösung durch einige gezielte Anpassungen rund zehn Prozent schneller ist als die frühere Scan-Lösung!

Über Trumpf

Das Hochtechnologieunternehmen aus Ditzingen bietet Fertigungslösungen in den Bereichen Werkzeugmaschinen, Lasertechnik und Elektronik. Sie kommen bei der Herstellung unterschiedlicher Produkte zum Einsatz, von Fahrzeugen und Gebäudetechnik über mobile Endgeräte bis hin zur modernen Energie- und Datenspeicherung.

www.trumpf.com

Bildquelle: Trumpf-Gruppe

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