Unser Autor Alexander Nohles ist Head of Technical Department der Byon GmbH.
Die SD-WAN-Technik kann die großen Datenmengen, die inzwischen durch die Netzwerke fließen, ohne Performance-Verluste und Sicherheitslücken abbilden. Denn sie ermöglicht die aktive Verwendung aller zu Verfügung stehenden Transport- und Übertragungswege. Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ortsunabhängig und kollaborativ arbeiten können, umfasst die Infrastruktur außerdem Cloud-Lösungen und -produkte, wie etwa Unified-Communications-Plattformen (UC). Sie bündeln Kommunikationskanäle wie Chat, Videokonferenz und Telefonie und gewährleisten die Zusammenarbeit von räumlich getrennten Arbeitsgruppen. Ein prominentes Beispiel ist die Kollaborationsplattform Microsoft Teams.
Nur wenige Unternehmen trauen sich jedoch zu, eine Digitalisierungsstrategie mit solchen Lösungen im Alleingang umzusetzen. Denn die Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz sind hoch: Expertise und Kapazitäten für die Verwaltung der (Cloud-)Lösungen sind erforderlich, um eine effektive Zusammenarbeit und IT-Sicherheit zu gewährleisten. Für einen sicheren Betrieb braucht es zudem eine permanente Überwachung und Wartung von Hard- und Software.
Kann ein Unternehmen das nicht stemmen, sollte es die Installation, Betreuung, Überwachung und Wartung der IT-Lösung in die Hände eines Dienstleisters legen. Gerade für mittelständische Unternehmen ist es schwierig, immer auf dem neuesten Stand einer Software zu sein und sie durchgehend vor Viren, Sicherheitslücken & Co. zu schützen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Ein Managed-Service-Provider (MSP) dagegen kümmert sich meist 24/7 um die Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur für Rechenzentrum und Netzwerk, mit Hilfe von Machine Learning und automatisierter Abwehr. Sein Fachpersonal kann bei Störungen direkt Gegenmaßnahmen einleiten.
Falls dann doch einen Störungsfall, beispielsweise im SD-WAN, gibt, bemerkt ein Unternehmenskunde das oftmals nicht einmal. Der Datenverkehr wird einfach über eine der zusätzlichen Leitungen sichergestellt.
Neben dem weiteren Vorteil der Transparenz und Planbarkeit der monatlichen Kosten, verschafft das Outsourcing an einen MSP dem IT-Team des Mittelständlers wieder mehr Luft, um sich um andere relevante Projekte zu kümmern, die auf die Unternehmensziele einzahlen.
Ein MSP sollte daher für ein Unternehmen nicht nur ein Lösungsanbieter sein, sondern ein Partner, der proaktiv handelt. Neben der Installation von IT-Lösungen berät er intensiv, klärt Erwartungshaltungen und behält alle Bedürfnisse des Kunden im Blick. Last not least bietet er Schulungen zu seinen Produkten an und gibt sein technisches Know-how an das interne IT-Personal eines Unternehmens weiter.
Bildquelle: Byon GmbH