NTT Data Business Solutions AG nicht direkt betroffen

NTT reorganisiert das Service-Geschäft

Der Telco-Konzern NTT hat für Oktober eine große Reorganisation seines IT-Servicegeschäftes angekündigt und legt dann die Auslandsaktivitäten von NTT Data, NTT Inc. und NTT Ltd. unter dem Namen NTT Data zusammen. Die ehemalige Itelligence AG, die seit April 2021 als NTT Data Business Solutions firmiert, ist nach eigenen Angaben von der geplanten Reorganisation nicht betroffen.

Norbert Rotter, CEO der NTT Data Business Solutions AG

Legte gerade blendende Geschäftszahlen vor: Norbert Rotter, CEO bei NTT Data Business Solutions

NTT Data wird an der Börse gehandelt und ist mit gut 54 Prozent mehrheitlich im Besitz von NTT. Ziel der geplanten Reorganisation ist es, die Kompetenzen von NTT Data in den Bereichen Beratung und Anwendungsentwicklung mit denen von NTT Ltd. bei Rechenzentren, Netzen und Managed-Services zu bündeln, um End-zu-End-Dienste von Infrastruktur bis zu Anwendungen bieten. Rechnet man die Resultate von 2021 zusammen, erzielt das neuformierte Unternehmen mit ungefähr 180.000 Beschäftigten rund 27 Mrd. Dollar Jahresumsatz. In der Region EMEA ist NTT Data mit mehr als 14.000 Mitarbeitern aktiv; die Kunden in Deutschland werden von der Münchener Niederlassung und deren Depandancen ais bedient.

Nicht betroffen von der geplanten Restrukturierung das Bielefelder SAP-Systemhaus NTT Data Business Solutions AG, das im April vergangenen Jahres aus der Itelligence AG hervorging, seit 2007 eine Tochter von NTT Data. Der Grund ist einfach, hieß es auf Anfrage von DV-Dialog: Die Bielefelder berichten nicht nach München, sondern direkt in die Konzernzentrale nach Tokio.

NTT Data Business Solutions beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 12.000 Menschen in 31 Ländern, schaffte in dem am 31. März beendeten Geschäftsjahr 2021/2022 ein Umsatzplus um 15,8 Prozent auf 1,24 Mrd. Euro und verdoppelte damit das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation (Ebita) auf 63,5 Mio. Euro, nach 31,0 Mio. Euro im Vorjahr (+104,8%). Die Ebita-Marge stieg damit auf 5,1 Prozent, nach 2,9 Prozent im Vorjahr.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 erwartet CEO Norbert Rotter ein Umsatzsteigerung um 4 bis 6 Prozent auf 1,24 bis 1,30 Mrd. Euro – vor ­etwaigen globalen Rezessionseffekten in Folge des Ukraine-Krieges sowie steigender Inflations- und ­Zinserwartungen. Außerdem erwartet er eine Ebita-Marge von rund 6 Prozent.

Bildquelle: NTT Data Business Solutions AG

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