Bitkom: Kandidatensuche in sozialen Netzwerken noch die Ausnahme

Offline im Bewerbermarkt

Auch wenn Unternehmen auf ihre Stellenanzeigen keine geeigneten Bewerbungen bekommen, machen sich die wenigsten Personalabteilungen in sozialen Netzwerken aktiv auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Verbandes Bitkom unter Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

Gerade einmal 3 von 10 Personalern (30 Prozent) aus mittelständischen und Großunternehmen geben laut Bitkom-Umfrage an, in sozialen Netzwerken wie Xing, LinkedIn oder auch Facebook aktiv nach Mitgliedern zu suchen, deren Profil passend für zu besetzende Stellen sein könnte.

Auf dem Radar potenzieller Bewerber

„Die Zeiten, in denen Unternehmen ein standardmäßiges Stelleninserat veröffentlichen konnten, um dann unter einer Vielzahl passender Bewerber aussuchen zu können, sind endgültig vorbei“, weiß Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Zur Kernkompetenz von Personalabteilungen muss es heute gehören, aktiv geeignete Kandidaten zu identifizieren und anzusprechen. Dafür eignen sich gerade Business-Netzwerke hervorragend, Von einer direkten Online-Ansprache können besonders kleinere Unternehmen profitieren, die sonst oftmals unter dem Radar potenzieller Bewerber bleiben.“

Allerdings haben hier gerade kleinere Unternehmen den größten Nachholbedarf. So nutzt nur jeder vierte Personaler (24 Prozent) in Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern soziale Netzwerke für die aktive Kandidatensuche, bei Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern ist es bereits jeder Dritte (33 Prozent). Und in Großunternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten geben sogar 4 von 10 (44 Prozent) Personalverantwortlichen an, gezielt in Netzwerken potenzielle Bewerber anzusprechen.

Auch zwischen den Branchen gibt es deutliche Unterschiede: Während in der Industrie und bei Dienstleistungsunternehmen rund jede dritte Personalabteilung (32 Prozent) in sozialen Netzwerken auf die Suche geht, sind es bei Handelsunternehmen gerade einmal 18 Prozent.

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