Shareconomy lautet das diesjährige Messemotto

Optimismus vor der Cebit 2013

Die Stimmung vor der Cebit ist von (Zweck-)Optimismus geprägt. Der Cebit-Macher Frank Pörschmann, Vorstand der Deutschen Messe AG aus Hannover, rechnet fest mit einem „positiven Verlauf der Veranstaltung, starken Beteiligten und einem herausragenden Programm“. Und der Branchenverband Bitkom gibt ihm Rückenwind, weil er weiteres Wachstum des deutschen IT-Marktes in diesem Jahr prophezeit.

„Wir setzen stärker denn je auf interaktive Formate“, nennt Pörschmann Details zur Strategie. „Und mit dem Topthema Shareconomy greifen wir den aktuell wichtigsten Trend der Branche auf.“ Gemeint ist mit dem kryptischen Zungenbrecher das Prinzip des Teilens und gemeinsamen Nutzens sowohl von Wissen, Kompetenzen und Kontakten als auch von Dokumenten, Infrastrukturen, Produkten und Dienstleistungen.

Shareconomy führe zu einer höheren Transparenz, fördere die Partizipation und schaffe zahlreiche neue Geschäftsmodelle, glaubt Pörschmann. Unternehmen stünden an der Schwelle zu einer neuen Entwicklung; sie müssten sowohl ihre internen als auch externen Projekt- und Kommunikationsprozesse anpassen und ihre Unternehmenskultur darauf ausrichten. Dies alles brauche Zeit und erfordere Vertrauen. Neben diesem Leitthema stehen die Megatrends Mobility, Cloud, Big Data, Social Business und das Internet der Dinge im Mittelpunkt. Die Zahl der Aussteller soll, wie zu den beiden letzten Veranstaltungen, wieder bei rund 4.200 liegen.

  • Es wird interessant sein zu sehen, wie die Großen der Branche wie IBM, SAP, Cisco, EMC, Vodafone oder die Telekom ihre Produkte und Services positionieren. So auch bei Microsoft (Halle 4, Stand A26), wo Deutschlandchef Christian Illek eine neue Ära der Industrie kommen sieht: IT passt sich endlich dem Nutzer an. Mit der fiktiven Fahrradverleihfirma „Contoso“ und dem Bereich „New Experience“ will er den Besuchern „realistische Big-Data-Szenarien“ nahe bringen. Auf Bing Maps ein Fahrrad in der Nähe finden, per Smartphone und NFC (Near Field Communication) das Schloss öffnen und dann automatisch bezahlen – so ein Beispiel.
    „Software, Services und Endgeräte müssen einfach, intuitiv und geräteübergreifend nutzbar sein“, so Illek. „Genau dieser Aspekt der intuitiven Nutzung von Kontakten, Daten und Informationen über unterschiedliche Endgeräte und Cloud-Services hinweg steht deshalb auch im Zentrum des Messeauftritts. Technologie richte sich zunehmend am Individuum aus – und nicht umgekehrt!
    Privatanwender und Großkunden können das „Neue Office“ in allen Varianten und diversen Szenarien ausführlich testen, inklusive Office 365, Sharepoint, Lync, Exchange, Sky Drive, Project & Visio. Und um Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Apps für Windows zu beraten und zu unterstützen, präsentieren sich erstmals Microsofts App-Partner am Messestand.
  • „Wissen, was erfolgreich macht“ lautet Motto bei IDL (Halle 6, Stand A18, Forum BI), wo neue Möglichkeiten für die Abbildung unterschiedlichster Planungsanforderungen demonstriert werden, von der operativen Fachbereichsplanung bis hin zur Finanzplanung. Ebenso gibt es für das Thema Investitions- und Liquiditätsplanung ein neues Angebot basierend auf IDL Cockpit mit durchgängig multidimensionaler Datenhaltung. Am Barc-Messestand zeigt Cubeware (Halle 6, A18) innovative Einsatzmöglichkeiten der Mobile BI App 1.1 im Vertriebsprozess, einen „Selfservice“-Ansatz für das Cockpit V6pro und den BI App Store Bistro.

  • Leitthemen bei Qliktech (Halle 6, Stand B32) sind Shareconomy, Big Data sowie Mobile Business Intelligence. Die Collaboration-Funktionen der aktuellen Qlikview-Version 11 ermöglichen es, Analysen mit Kollegen sowie externen Partnern und Kunden zu teilen und zu diskutieren. Mit Hilfe der kürzlich vorgestellten Direct-Discovery-Technologie können Daten, die bereits „in memory“ geladen sind, mit Big Data aus anderen Quellen in derselben Qlikview-Anwendung analysiert werden.

  • Gleich neun Partner, das neue Release der BPM-Suite X4 zur Automatisierung von Geschäftsprozessen und Show­cases zu Referenzprojekten aus den unterschiedlichsten Branchen bringt Soft Project (Halle 5, C36) mit. Zu diesen Partnern am Stand gehört mit Samac ein ausgewiesener Business-Intelligence-Experte, der speziell AS/400-Anwendern hilft, ihre gespeicherten Informationen besser zu nutzen.

  • Passend zum Leitthema Shareconomy steht bei der Datev (Halle 2, A54) die digitale Teamarbeit im Mittelpunkt – in Form von Lösungen, mit denen sich durchgängige Abläufe auch über Unternehmensgrenzen hinweg etablieren lassen. Dafür kommen entweder reine Cloud-Anwendungen oder Hybridlösungen zum Einsatz. Aktuelle Neuerungen sind eine digitale Personalakte in der Cloud oder der Dienst Arbeitnehmer online, über den sich die Lohn- und Gehaltsabrechnungen auf sichere Weise elektronisch an die Arbeitnehmer verteilen lassen.

  • Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (Ferd) führt im ECM Forum „Shared Content“ von Bitkom und VOI den neuen Standard Zugferd vor, der nach dem Wegfall der Signaturpflicht kleineren und mittleren Unternehmen den Austausch von Rechnungen via E-Mail erleichtern soll. An der Entstehung beteiligt sind Bitkom, VDA und Vertreter von Banken und Einzelhandel. Ziel ist, die Rechnungsbearbeitung vollständig zu automatisieren. Wenn die Rechnung eingeht, soll sie direkt ins ERP-System wandern, ohne vorher Ausdrucke zu machen oder per Texterkennung Daten auszulesen. Bezahlvorgänge sollen ebenfalls automatisch eingeleitet werden.

Bildquelle: Cebit

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