Suns Desktop-Virtualisierungstechnik eingestellt

Oracles Abschied vom Thin Client

Oracle ist kein Meister der Kommunikation. So hat der Software-Konzern die neue Version 12c der Datenbank, des mit Abstand wichtigsten Produktes, ohne große Ankündigung zum Download freigegeben. Andererseits wurde jetzt, gut vier Jahre nach Ankündigung der Übernahme von Sun Microsystems, ganz nebenbei in einem Support-Dokument verkündet, dass die Thin-Client-Familie Sun Ray mit der zugehörigen Virtualisierungssoftware nicht mehr weiterentwickelt wird.

Für die Thin Clients „Sun Ray“ und die Virtual Desktop Infrastructure gibt es keine Neuerungen mehr.

Nicht weiter entwickelt werden laut Support-Dokument außer den Ende der 90er Jahre eingeführten Thin Clients selbst auch die Software-Produkte Sun Ray Software (SRS), Virtual Desktop Infrastructure Software (VDI) und Virtual Desktop Client Software (OVDC). Vorerst können Kunden jedoch noch Support und neue Lizenzen erhalten.

Offen ist noch, wann genau die einzelnen Produktlinien eingestellt werden. Beim Desktop-Portfolio will Oracle sich künftig auf die Weiterentwicklung der beiden Produkte Secure Global Desktop and Oracle VM Virtual Box konzentrieren. Sun Ray bleibt, selbst nach der Einstellung der 5250-Emulation Sunlink vor etlichen Jahren, dank Third-Party-Produkten wie Alebra Brixton oder Powerterm auch im AS/400-Umfeld einsetzbar – solange der Oracle-Support noch währt. Oracles VDI-Alternative Secure Global Desktop verfügt übrigens ebenfalls über AS/400-Anschluss per T5250-Emulation.

www.oracle.de

Bildquelle: Sun Microsystems

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