Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer von X-Integrate
Beim Aufbau einer solchen Infrastruktur gibt es zwei verschiedene Ansätze: die Weiterentwicklung mehrerer, verteilter Lösungen, die aber nicht für den eigentlichen Zweck des Bestell-Managements entworfen worden sind, oder die Einführung eines zentralen Order-Management-Systems (OMS).
Ohne zentrales OMS muss die Omni-Channel-Funktionalität zunächst in alle beteiligten Umsysteme hineinprogrammiert werden. Im Falle einer SAP-Landschaft beispielsweise zählen dazu SAP ECC oder S/4 Hana, das „Customer Activity Repository“ (CAR) für das Zusammenführen der Kunden-, Abverkaufs- und Bestandsdaten, das Add-on „Omnichannel Article Availability and Sourcing“ (OAA), die Commerce Cloud (Hybris) für e-Commerce und die jeweilige Call-Center-Anwendung.
„Einfache lineare Bestellvorgänge lassen sich so noch gut umsetzen“, sagt Fabian Moh, Marketing-Leiter des Kölner IBM-Partners Timetoact Group. „Komplexe oder mit nachträglichen Änderungen im Sourcing verbundene Prozesse jedoch, die Einbeziehung von Transfers bei Pick-up Prozessen usw., erfordern bereits einen erheblichen Programmier- und Pflegeaufwand. Ein SAP OMS ist deshalb ein umfassendes und komplexes Entwicklungsprojekt.“
„Einfach und deutlich flexibler lassen sich Omni-Channel-Prozesse mit einem zentralen OMS durchführen, das die bestehende SAP-Landschaft ergänzt“, erklärt Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer der Timetoact-Tochter X-Integrate. Das OMS verbinde die Kunden- mit den Abwicklungsprozessen im Hintergrund und steuere alle Omni-Channel-Aufträge. So werde die Erfüllung des Lieferversprechens automatisiert, komplexe Lieferketten werden besser ausgeschöpft. Als IBM-Partner empfiehlt er das OMS Sterling Order Management, das als SaaS-, On-Premises- oder auch als Hybrid-Cloud-Lösung bereitgestellt werden kann. Auf Basis etablierter Methodik, offener Standards und IBM-Middleware sowie Open-Source-Plattformen realisiert X-Integrate entsprechende Projekte bei Handelsunternehmen.
Bildquelle: X-Integrate