Refactoring einer E-Commerce-Plattform

Oxid Eshop 6 fertig

Mit dem neuen Eshop 6 verspricht der Freiburger E-Commerce-Herstellers Oxid Esales AG mehr Performance und Komfort, erleichtertes Handling sowie gute Anpassung an die aktuellen Standards. Dafür haben sich die Entwickler auch Zeit gelassen; die Beta-Verision war bereits im Dezember 2016 vorgestellt worden. Die neue Version 6 ist ja mehr als nur ein Major-Release, denn auch der Software-Kern wurde modernisiert und „verschlankt“.

Oxid-CEO Roland Fesenmayr: Beim neuen eShop ist Grad an Flexibilität, Differenzierungsmöglichkeiten und Skalierbarkeit dank Refactoring weiter gestiegen.

Oxid-CEO Roland Fesenmayr: Beim neuen Eshop ist Grad an Flexibilität, Differenzierungsmöglichkeiten und Skalierbarkeit dank Refactoring gestiegen.

Das „Refactoring“ – also die Überarbeitung der Software-Struktur, ohne dass sich deren Verhalten nach außen ändert – soll laut Oxid-CEO Roland Fesenmayr eine schnellere und strukturiertere Projektumsetzung ermöglichen, was die Implementierungskosten in neuen Projekten nachhaltig reduziere. Die bisher schon gute individuelle Anpassbarkeit sei noch einmal verbessert worden; der Grad an Flexibilität, Differenzierungsmöglichkeiten und Skalierbarkeit sei nach dem Refactoring weiter gestiegen. Der neue eShop ist laut Fesenmayr „schnell, einfach zu warten, kann Drittsoftware einfacher integrieren und verfügt über zahlreiche Schnittstellen“. Natürlich gibt es auch Schnittstellen zum IBM-System i und zu vielen Warenwirtschafts- und Fibu-Systemen.

Dreistufiger Release-Prozess

In einem neuen, 3-stufigen Release-Prozess haben die Freiburger Entwickler den Software-Code laut Produktmanager Pierluigi Meloni unter der Haube umfangreich modernisiert, verschlankt und erweitert. „Es ist ein aufwändiger aber ganz normaler Prozess, dass eine Software regelmäßig refactored werden muss. Wir haben uns bewusst viel Zeit genommen, um bei der Rückwärtskompatibilität und durch Upgrade-Strategien das Invest unserer Partner zu schützen“, so Meloni. „Die Arbeit hat sich gelohnt und bedeutet für uns in Zukunft eine höhere Investitionsgeschwindigkeit. Agenturen haben wir damit eine stabile Basis geschaffen, um Projekte effizienter und wirtschaftlicher beim Kunden umzusetzen.“

Für Shop-Betreiber, die bereits mit Oxid Esales arbeiten, gibt Migrationswege von den Versionen 4.9 und 5.3; allerdings müsse diese Migration sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden, heißt es von Oxid-Partnern. Auf Knopfdruck funktioniere sie jedenfalls nicht; allerdings sei es meistens möglich, beim Release-Wechsel auch Teile der individuellen Anpassungen und Erweiterungen mitzunehmen. „Oxid hat sich viel Mühe gemacht, damit Shop-Updates und Modulübernahmen trotz großem Refactoring nicht allzu schwerfallen“, heißt es z.B. vom Partner Shoptimax. Und von der Kernpunkt GmbH heißt es: „Trotz der gründlich umgekrempelten Technik bleibt die bewährte Rückwärtskompatibilität von Oxid Eshop bestehen!“

Der Code wird nun unverschlüsselt bereitgestellt

Ein weiterer Vorteil nach dem Refactoring: Der Code ist jetzt auch für Enterprise-Partner komplett unverschlüsselt. „Diese hohe Transparenz ist ein Novum in der Branche und zeugt von dem großen Vertrauen, das wir in unsere Partner setzen. Über Github können externe Entwickler tagesaktuell die Arbeit am Code mitverfolgen und eigene Ideen in das Produkt einbringen“, sagt Fesenmayr. Das verbessere nicht nur die Planbarkeit, sondern bringe einen echten Wettbewerbsvorteil, denn die Partner könnten sich so gezielt auf neue Upgrades vorbereiten. Sie könnten im Voraus investieren und seien in der Lage, die Projektlaufzeiten ihrer Kunden zu reduzieren. Die kurze Time-to-Market und niedrige Betriebskosten würden sich auf beiden Seiten lohnen.

Keine Download-Pakete mehr

Für die neue Shop-Software wird es die gewohnten Download-Pakete nicht mehr geben; die Installation erfolgt jetzt über den „Composer“. Die neue Version kann soowhl unter PHP 5.6 als auch unter PHP 7 installiert werden. Teil der Standardinstallation sind Module für Amazon Pay, Paymorrow, Paypal, Payone und ein Wysiwyg-Editor (auch in der Community Edition). Der Admin-Bereich wurde optisch überarbeitet.

Mit Webshop-, Mobil- und Point-of-Sale-Lösungen will Oxid das volle Multichannel-Spektrum abdecken. Im B2C-Geschäft nutzen Unternehmen wie Melitta, Trigema und Metabo den Oxid-Shop. Die Lösung für B2B-Shopbetreiber wird u.a. bei 3M, Murrelektronik und Unilever Food Solutions eingesetzt. Die modulare Standardsoftware wird dabei von über 150 Partnern implementiert, eine stetig wachsende Open-Source-Gemeinde sorgt stets für neue Impulse und Weiterentwicklungen.

Bildquelle: Oxid Esales AG

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