Wie DPD Deutschland 12.000 mobile Geräte verwaltet

Paketdienst setzt auf zentrale Kontrolle

Der Paketdienst DPD Deutschland, der im Backend auf Power-Systeme der IBM vertraut und 375 Mio. Pakete im Jahr transportiert, setzt beim Management seiner mobilen Geräte in der DACH-Region auf die Software Mobicontrol und verbessert so die eigene operative Effizienz innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Ungefähr 2.000 mobile Endgeräte werden von Backoffice-Mitarbeitern in den 78 Depots für interne Abläufe verwendet, 10.000 sind Fahrern zugeteilt.

DPD Deutschland gehört zur internationalen DPDgroup, Europas zweitgrößtem Paketdienst-Netzwerk. Deutschlandweit betreiben 9.500 Mitarbeiter und 11.000 Zusteller 78 Depots und 6.000 Pickup-Paketshops. Die Mitarbeiter nutzen mobile Geräte von Honeywell zum Scannen von Paketen, die im Depot eintreffen und wieder verlassen, sowie zur Unterschrift beim Endkunden, dass dieser das Paket entgegen genommen hat.

Eingesetzt werden über 12.000 mobile Dolphin-Endgeräte von Honeywell mit Windows Embedded Handheld 6.5. Ungefähr 2.000 werden von Backoffice-Mitarbeitern in den 78 Depots für interne Abläufe verwendet, 10.000 sind Fahrern zugeteilt, um die Lieferdienste zu optimieren, etwa bei Navigation oder Routenplanung.

DPD Deutschland hat mehrere benutzerdefinierte Apps für diese Geräte entwickelt, auf die jedes Jahr schätzungsweise 48.000 App-Updates gepusht werden. Der Einsatz der Software für das „Enterprise-Mobility-Management“ (EMM) des kanadischen Herstellers Soti, der über eine Tochter in Hamburg auch hierzulande vertreten ist, versetzt DPD in die Lage, die Apps auf diesen Geräten zu verwalten, notwendige Updates einzuspielen und zu lokalisieren. Sie bringt die Flexibilität, die Updates entweder aus der Ferne „Over-the-Air“ zu pushen oder aber lokal zu verwalten, während sich die mobilen Geräte über Nacht in der Ladestation befinden.

Zentrales Management

Die EMM-Software verschafft dem Paketdienstleister zentral einen Einblick in sämtliche Geräte in allen Depots. Gleichzeitig ist es damit möglich, Updates zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu erzwingen – was zu einer schnelleren Bereitstellung der Updates führt und die Sicherheit erhöht. Zusätzlich sichert der Lockdown-Modus die Geräte und Daten gegen missbräuchliches Verhalten der Fahrer ab. Denn jeder Nutzer kann nur genau die für ihn vom IT-Administrator freigegebenen Apps und Funktionen nutzen.

Alle App-Updates werden an die 78 DPD Deutschland Depots nach dem gewünschten Freigabeplan von der IT-Zentrale verteilt und anschließend entweder lokal verwaltet und eingespielt oder von der IT-Zentrale gepusht. Möglich sind zudem simultane, obligatorische Updates aller mobilen Endgeräte von DPD Deutschland

Über Mobicontrol findet nicht zuletzt auch die Kommunikation zwischen den Depots und den Paketauslieferern statt. Dazu hat DPD die eigene Kommunikationsplattform an Soti angebunden, so dass die Fahrer darüber ihre Benachrichtigungen vom Depot erhalten. Diese können dadurch beispielsweise über aktuelle Verkehrsbedingungen informiert werden oder erhalten Links zu Online-Trainings für einen besseren Kundenservice.

Abschied von der „Dreiecks-Lösung“

Mit dem Einsatz von Mobicontrol konnte die vorherige „Dreiecks-Lösung“ beim Zurücksetzen oder Reparieren von mobilen Geräten gelöst werden. Bei der transparenten Plattform, bei der jedes Depot einen eigenen Ordner hat, kann zum Beispiel für das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen das Gerät in den entsprechenden Ordner verschoben und direkt an das Depot gesendet werden, was eine Menge Kosten spart; zuvor musste das Gerät nach Tschechien in das Reparaturzentrum von Honeywell geschickt werden.

Neue Geräte können so mit der korrekten Konfiguration und den Einstellungen direkt an das entsprechende Depot gesendet werden. So wird der Lebenszyklus der Geräte verlängert und sowohl die IT-Abteilung als auch die Mitarbeiter, die die Geräte nutzen, sparen Zeit ein. Außerdem habe man „vollständige Transparenz in unserem Flottenmanagement“ gewonnen, so Rudolf Pöcking, Operations, Local Traffic and Development. „Aber das wichtigste ist, dass wir nun die Geräte zentral verwalten und Updates einspielen können – von überall und jederzeit.“

„Auch wenn sich rund 80 Prozent der verwendeten Geräte außerhalb des Unternehmens befinden, können diese zentral verwaltet, kontrolliert und upgedatet werden“, ergänzt Stefan Mennecke, Regional Director Central Europe bei Soti. Außerdem könne dem Benutzer gegebenenfalls aus der Ferne vom DPD IT-Support geholfen werden. Und Marcel Schwinn, zuständiger Application Manager bei der IT von DPD Deutschland, ergänzt: „Vor Mobicontrol hatten wir nicht genügend Einblick in unsere mobilen Geräte, was zu operationalen Unstimmigkeiten und Verspätungen bei Updates führte.“

Bildquelle: DPD Deutschland

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