Zentrale Software für Product-Information- und Media-Asset-Management

Parador will Dateninseln eliminieren

Parador will Dateninseln eliminieren und so konsistente Produktinformationen für alle Ausgabemedien zentral bereitstellen.

Parador, Coesfeld

Die Parador-Zentrale im münsterländischen Coesfeld

Der Hersteller von Bodenbelägen sowie Wand- und Deckenelementen, der mit seinen 550 Mitarbeitern rund 4.500 Handelspartner in 80 Ländern beliefert, beauftragte deshalb die Aalener SDZeCOM GmbH mit der Implementierung von Contentserv als zentraler Software für Product-Information- und Media-Asset-Management (PIM bzw. MAM), um eine Basis für durchgängige und synchrone Produktkommunikation zu schaffen.

Diese Durchgängigkeit ist wichtig, denn der Absatz erfolgt über zahlreiche Vertriebskanäle wie Einzel- und Großhandel, Baumärkte sowie Importeure und Architekten, die unterschiedlichste Anforderungen an Produktinformationen haben. Das Sortiment in den Bereichen Parkett, Laminat, Elastische Bodenbeläge, Wand- und Deckenpaneele, Dekorleisten sowie Zubehörartikel umfasst heute knapp 3.000 Artikel, die mindestens in den zwölf Kernsprachen verwaltet werden müssen.

Viele Produktkennzeichnungen und Datenblätter

Neben einer Vielzahl an Produktkennzeichnungen und Datenblättern gilt es, mehr als 200 umfangreiche Printmedien (wie Kataloge und Preislisten) sowie die verschiedenen Webseiten kontinuierlich und konsistent mit aktuellen Produktinformationen zu versorgen, die meistens in den ERP- und CRM-Anwendungen des Unternehmens gespeichert sind.

Dazu muss man wissen: Im Oktober 2016 wurde Parador aus der Hüls-Unternehmensgruppe herausgelöst und an die Nord Holding verkauft. Ein Vorgang, der sehr weitreichende Folgen für die IT-Landschaft des Unternehmens hatte und umfangreiche Änderungen erforderlich machte. Denn bis zu diesem Zeitpunkt war Parador in die SAP-Welt der Hüls-Unternehmensgruppe integriert.

Als eigenständiges Unternehmen galt es aber eine eigene SAP-Systemlandschaft aufzubauen. Dieses Vorhaben wurde erfolgreich unter Einsatz der Spezialsoftware cbs Enterprise Transformer und der Einhaltung straffer Zeit- und Budgetvorhaben realisiert. Heute sind drei SAP-Systeme (ERP, Logistic Execution/LE und Business Warehouse/BW) die tragenden IT-Plattformen der Parador GmbH.

Bereitstellung strukturierter Produktinformationen

„In den vergangenen Jahren haben nicht allein die Produktvielfalt, die Sprachanforderungen sowie die gesetzlichen Vorgaben in der Produktkommunikation zugenommen, sondern auch der Anspruch der Kunden, hinsichtlich der Bereitstellung von strukturierten Produktinformationen“, begründet Dirk Nowak, Director Products & Brands und Mitglied der Geschäftsführung bei Parador, die Software-Investition. „Vor allem das internationale Wachstum von Parador, das neben der Zunahme an länderabhängigen Sortimente auch mit neuen Touchpoints verbunden ist, war für uns ein weiterer wichtiger Grund, in eine zentrale Anwendung für die Verwaltung und Publikation von Produktinformationen zu investieren.“

Um das System schnell und flexibel zu integrieren, wurde bereits in der ersten Projektphase ein Entwicklungssystem aufgesetzt und auf dieser Basis das zentrale Datenmodell für das PIM- und MAM-System Contentserv entwickelt. Im nächsten Schritt werden die zahlreichen Produktinformationen Schritt für Schritt in das neue zentrale PIM/MAM-System migriert, um künftig die automatisierte und synchrone Erstellung der zahlreichen Datenblätter und Etiketten über das Indesign-Plug-In priint:comet zu erstellen. Parallel wird mit Paradors E-Commerce Team die Ausgabe von Produktdaten für Website, kundenindividuelle Produktdatenexporte und die digitale Anbindung der Internetpräsenzen der Kunden vorbereitet.

Smarte Schnittstellen zwischen den drei Kernsystemen ERP, CRM und PIM/MAM stellen sicher, dass die Daten zu Prozessen, Produkten und Kunden regelmäßig synchronisiert werden. „In den vergangenen Monaten hat sich unser Kernteam intensiv mit den Anforderungen an ein zentrales System beschäftigt“, sagt Paradors IT-Leiter Günter Winkler. „Für uns war es wichtig, ein System zu finden, das unsere Anforderungen zu einem Höchstmaß im Standard erfüllen kann und eine schrittweise Umsetzung des Projekts ermöglicht.“

Bildquelle: Parador GmbH

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