Allianz für integriertes Supply-Chain-Management

Partnervernetzung in der Logistik

Die Hamburger Leogistics GmbH, ein Anbieter von Logistik- und Supply-Chain-Management-Software, hat eine Partnerschaft mit der Lobster Logistics Cloud GmbH vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit mit diesem Softwareanbieter im Bereich Datenintegration und Konnektivität ist es, kollaborative Logistikprozesse so einfach wie möglich abzubilden sowie vor- und nachgelagerte Systeme optimal einzubinden.

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In diesem Rahmen nutzt die Materna-Tochter Leogistics die Logistics Cloud als Connectivity-Plattform ihrer eigenen Cloud-Plattform Myleo / dsc für Werks- und Transportlogistik. Gemeinsam sollen auch neue Funktionen erschlossen und Kunden beider Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Dabei beherrscht die Logistics Cloud viele Protokolle und Dateiformate, wie JSON, XML, CSV, IDOC, SAP, HTTP u.v.m., um den Anforderungen vielfältiger IT-Architekturen gerecht zu werden. Die Partnerschaft basiert auf dem Gedanken, die verschiedenen Teilnehmer logistischer Prozesse miteinander zu verbinden, denn fehlende Vernetzung ist nach Einschätzung der beiden Partner „erwiesenermaßen einer der Gründe für die mangelnde Digitalisierung in der Branche“.

Myleo / dsc verknüpft auf Basis sogenannter „Process Solutions“, die den gesamten Prozess vom Inbound über das Yard- und Behältermanagement bis zum Outbound abdecken, die logistischen Objekte mit Prozess- und Geschäftsdaten und sorgt so für mehr Transparenz in der Lieferkette. Dazu legt die Cloud-Software für Werks- und Transportlogistik den Fokus auf Kommunikation sowie „Transportation Visibility“ in Echtzeit, was die Zusammenarbeit zwischen den Prozessbeteiligten erleichtert.

„Gerade die Transportlogistik ist ein höchst arbeitsteiliger Prozess“, weiß André Käber, CEO der Leogistics GmbH. Daher sei Datenaustausch im Supply-Chain-Management heute wichtiger denn je. „Durch die neue Partnerschaft können sich unsere Kunden ab sofort noch schneller und einfacher mit ihren Dienstleistern vernetzen“, verspricht Käber. „Mit unserem Process-as-a-Service-Ansatz bieten wir verschiedene Nutzungsoptionen im Systemverbund.“ Die Einzelvernetzung dagegen sei nicht skalierbar und führe zu hohen Kosten.

Insofern ergänzen sich beide Lösungen, denn die Logistics Cloud soll die Vernetzung standardisierbar, einfacher und wiederverwendbar machten um die Integration, Nutzung und Übertragung von Daten mit verschiedensten Dienstleistern zu ermöglichen. Es können jedwede Portal-, ERP- und Logistiksysteme (auch auf Basis von IBM i), aber auch Fertigungsmaschinen, Sensoren sowie IoT-Geräte und sonstige Hardware angeschlossen und deren Daten in das gewünschte Format übertragen werden.

Lobsters Full-Service-Konzept geht dabei weit über die klassische Managed-Service-Idee hinaus, denn im Unterschied zur Software-Miete eines Integrations-Tools in der Cloud sind auch alle benötigten Funktionen bereits im Preis inkludiert. Dies sind, neben den Kernfunktionen wie Schnittstellen zu anderen Teilnehmern und zusätzlichen Services, auch die Wartung, Updates sowie Hochverfügbarkeit.

Bereits vor der Partnerschaft konnte Leogistics über ein spezialisiertes Onboarding-Team Integration mit Vorsystemen wie etwa SAP ERP, S/4 Hana oder Oracle anbieten – entweder mit oder ohne Middleware. Die Anbindung von IoT- und Hardware-Systemen, insbesondere im Bereich Werkslogistik (wie z. B. Self Check-in Terminals, Kennzeichenkameras, Waagen, Schranken und Großbildanzeigen) gehören ebenso heute schon zum Portfolio.Wie auch die Einbindung von Telematikanbietern wird das künftig für Myleo-Anwender über die Logistics Cloud einfacher. Der Vorteil dabei ist, dass die Partner die Schnittstellen der Spediteure bedienen und diesen dadurch kein Mehraufwand entsteht. Dabei sind die Prozesse hochgradig flexibel.

Niko Hossain, CEO bei Logistics Cloud, stellt Leogistics eine Integrationsschicht zur Verfügung, um die Datenintegration zwischen den Produkten der Hamburger Software-Schmiede und ihren Kunden zu automatisieren. „Somit werden diese schnell und skalierbar vernetzt und bekommen zusätzlich eine generische Schnittstelle, mit der weitere Services konsumiert werden können“, sagt Hossain.

Die Logistics Cloud entstand 2018 aus einem gemeinsamen Projekt globaler Industrie- und Logistikunternehmen. Die weltweit nutzbare, neutrale Logistik-Plattform automatisiert die Vernetzung von Teilnehmern und Systemen in der Logistik und legt mit der standardisierten Wiederverwendbarkeit von Schnittstellen für die Grundlage für die Digitalisierung in der Logistik. Die skalierbare Lösung mindert die Fragmentierung globaler Lieferketten und sorgt für mehr Planbarkeit und Visibility in multimodalen Transportketten.

Die Logistics Cloud hat ihren Sitz in Tutzing am Starnberger See und beschäftigt über 20 Mitarbeiter. Seit ihrer Gründung wurden über die Plattfor bereits viele Millionen Sendungen von den USA bis nach China, in Summe in über 100 Länder, transportiert.

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