Neue Lagersoftware für den Schuhversender Gebrüder Götz

Passt wie angegossen

Gebrüder Götz hat das Geschäft im Laufe der Jahre kontinuierlich ausgebaut und sich vom regionalen Schuhverkäufer zum international tätigen Schuh-Distanzhändler entwickelt. Der Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit liegt heute neben dem stationären Handel mit 80 Prozent im Distanzhandel – hauptsächlich im E-Commerce.

Fördertechnik im Würzburger Lager

Um flexibler reagieren zu können und Kunden auch in Spitzenzeiten zuverlässig zu beliefern, entschied sich der langjährige AS/400-Anwender für das Lagerführungssystem LFS von Ehrhardt + Partner, auch weil an der Standardsoftware nur wenig Anpassungen an Besonderheiten der Branche – wie Varianten- oder Retourenhandling –  notwendig sind. Das Ziel ist es, so die rund 1,2 Mio. aktiven Artikel im Lager Würzburg sicherer und zuverlässiger zu verwalten.

Mehrere Ausbaustufen sind geplant, damit am Ende alle Materialflussprozesse richtig zusammenlaufen und die circa 400.000 Kunden pro Saison ihre Bestellungen zeitnah erhalten. Eine Herausforderung besteht darin, bei jeder Ausbaustufe alle kundenindividuellen Prozesse so abzubilden, dass bei jeder darauffolgenden Ausbaustufe der LFS-Standard weiterhin genutzt werden kann. Der erste Teil, die Anbindung des Wareneingangs, ist bereits umgesetzt.

Ausbaustufe 1: Einlagerung per LFS

Das Besondere am Wareneingang: Die mit Lkw angelieferten Paletten und Kartons werden vereinzelt – das heißt, im gesamten Lager wird ausschließlich auf Stückbasis gearbeitet. Förderbänder transportieren die einzelnen Schuhkartons und eingeschweißten Textilien zur qualitativen und quantitativen Ist-Kontrolle, die über das ERP-System des Schuhversenders erfolgt. LFS übernimmt anschließend die Einlagerung.

Die Artikel werden mit einer eindeutigen Serien- und Artikelnummer ausgezeichnet und auf einem der 180.000 Fachbodenplätze auf insgesamt drei Ebenen verteilt. Ziel dieses detaillierten Systems ist es, in Zukunft die Wertigkeit eines jeden retournierten Artikels zu bestimmen. So ist man in der Lage, die Ware entsprechend ihrer Retourenquote zu bewerten und schnell wieder verkaufsfähig zu machen. 

Trifft eine Kundenbestellung ein, erfolgt eine Batchbildung verschiedener Aufträge. Diese sogenannten Umläufe werden ausgelagert und zur Kommissionierung freigegeben. Die Kommissionierer werden wegeoptimiert durch das Lager und die drei Decks geführt Vor allem in der Hauptsaison – zu Spitzenzeiten – besteht die Herausforderung darin, den hohen Durchsatz von 20.000 bis 30.000 Picks pro Tag zu bewältigen.

Aktuell gelangen die Artikel anschließend über eine Sorteranlage und verschiedene Rutschen zur Feinkommissionierung. Diese wird im Sommer 2015 im Rahmen der Ausbaustufe 2 komplett erneuert und ebenfalls an LFS angebunden. Das übernimmt dann sowohl die Sorterbestückung als auch die Steuerung der Feinkommissionierung mit Pick-to-Light sowie den Packprozess.

www.ehrhardt-partner.com

www.gebrueder-goetz.de

Bildquelle: Ehrhardt + Partner

 

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