Joachim Nürk, Inhaber und Geschäftsführer der Portolan Commerce Solutions GmbH
Bereits vor fünf Jahren hat das Familienunternehmen Portolan den Geschäftsbereich SAP Business By Design (ByD) an die All for One Steeb AG übergeben. Seitdem profitieren die mittelständischen Kunden beider Unternehmen von der cloudbasierten ERP-Lösung. Jetzt lagert Portolan auch seine eigenständig entwickelte Finanzsoftware Portolan EVM auf IBM-i-Basis in die Rechenzentren der All for One Steeb in Frankfurt aus.
„Mit der Kombination unserer Services der Rechenzentren und der internationalen Finanzsoftware Portolan EVM erschließen sich für beide Unternehmen ganz neue Geschäftsfelder “, sagt Otto Heß, Prokurist bei der All for One Steeb. Doch nicht nur die beiden Anbieter profitieren von der Kooperation; auch für die über 400 Kunden von Portolan wird das Rechnungswesen modernisiert. Und angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der IBM-i-Welt können sie die vorhandenen Experten von Aufgaben in Systembetrieb und -pflege entlasten.
„Unsere Kunden konnten sich ja bereits vor fünf Jahren von der Expertise der All for One Steeb überzeugen. Jetzt gehen wir mit der Auslagerung unserer Finanzsoftware noch einen Schritt weiter. Egal, ob ein schnellerer Monatsabschluss, ein effektiveres Liquiditätsmanagement oder eine bessere Kontrolle der Deckungsbeiträge - mit der neuen cloudbasierten Lösung, können wir unseren Kunden ein starkes Paket schnüren“, verspricht Joachim Nürk, Inhaber und Geschäftsführer der Portolan Commerce Solutions GmbH.
Das traditionsbewusste Unternehmen Portolan will nach 25 Jahren sogar die Räumlichkeiten wechseln. Im Oktober steht ein Umzug von Ilsfeld nach Heilbronn in den Schwabenhof an. Dort hat auch die All for One Tochter KWP Inside ihren Firmensitz, so dass beide Unternehmen sich zukünftig auch räumlich noch ein Stück näher sind.
Die All for One Steeb AG ist ein auf SAP fokussiertes IT- und Consulting-Haus mit 1.500 Mitarbeitern, das auch noch Kunden mit den eigenen Lösungen wie DCW oder SC/400 betreut, die ebenfalls auf IBM i basieren. Das Angebot reicht von der Managementberatung über die Prozessberatung in Fachbereichen bis hin zu kompletten IT-Services für SAP und Microsoft sowie Managed-Cloud-Services. Beispielsweise wurde 2015 sichergestellt, dass nach der Praktiker-Pleite die IT-Landschaft der Handelskette (mit DCW, SAP und IBM i) als „Managed Cloud“-Services reibungslos weiterlief.
Laut Firmensprecher Dirk Sonntag sind aktuell noch 110 DCW-Kunden in der Betreuung, die teilweise auch Cloud-Optionen nutzen, von der Archivierung bis zum Vollbetrieb in der Private Cloud. „Wir wollen unsere DCW-Kunden auch weiterhin eng begleiten – ohne irgendeinen Druck in Richtung Ablösung auszuüben“, erklärte Sonntag gegenüber DV-Dialog. „Mit der neuen Kooperation erweitern wir nicht nur den Kreis der potentiellen Kunden, sondern machen auch noch einmal deutlich, dass IBM-Expertise im Hause strategisch wichtig ist.“
Bildquelle: Portolan Commerce Solutions GmbH