Große IBM-Ankündigung am 3. Oktober zu erwarten

Power7+ kommt, Power6+ geht

Am Tag der Deutschen Einheit kündigen IBM und Oracle, unabhängig voneinander und doch wohl nicht zufällig zeitgleich, in den USA neue Server- und Speichertechnik an. Da hierzulande Feiertag ist, holt IBM die Ankündigung am 4. Oktober in München nach. Außerdem hat IBM am 11. September die Servermodelle auf Basis von Power6+ abgekündigt.

Die Power7-Serverfamilie der IBM erhält Zuwachs mit deutlich schnelleren Systemen

„Smarter Computing von Morgen: Neue Server, zukunftsorientierte Speicher und innovative Netzwerkkomponenten“ – unter dieser Überschrift lädt IBM am 4. Oktober zur Pressekonferenz ins Münchener Hotel Le Meridien. Vorgestellt werden sollen mehr als 120 neue und überarbeitete Produkte. Nach Informationen von DV-Dialog sind darunter auch neue Power-Systeme mit dem weiterentwickelten Prozessor Power7+, der Ende August erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist.

Die Vorstellung der neuen Produkte übernimmt Andreas Wodtke, Vice President IBM Systems and Technology Group, gemeinsam mit den Experten Wolfgang Rother, Ralf Colbus und Roland Trauner. Er will deutlich machen, wie IBM dem aktuellen Wandel des Computing-Modells mit Blick auf Service-Bereitstellung, Sicherheit und Daten Rechnung trägt – durch Systeme, die drei Kerneigenschaften der Computing-Zukunft vereinen sollen: die Fähigkeit, große Datenmengen zu verarbeiten, ein höchstmögliches Maß an Sicherheit, und eine „hochperformante, atmungsfähige und dabei wirtschaftliche Infrastruktur“.

Man darf gespannt sein, wie IBM den zu erwartenden Performanceschub der Prozessoren in Servermodelle verpackt, die im Preis/Leistungsverhältnis der Konkurrenz aus der Intel-Welt einheizen und andererseits den Unix-Rivalen HP und Oracle Paroli bieten. Zumal Oracle im Rahmen der alljährlichen Kundenkonferenz Open World in San Francisco ebenfalls am 3. Oktober mit neuer Servertechnologie aufwarten wird. Das übernehmen dort die Hardware-Chefs persönlich: John Fowler (Executive Vice president of Systems), Juan Loaiza (Senior VP of Systems Technology Juan R. Loaiza und Edward Screven (Chief Corporate Architect). Mit neuen Sparc-Prozessoren will Oracle das schon lange schwächelnde Hardware-Geschäft stabilisieren; allein im jüngsten Quartal brach das Systemgeschäft um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 779 Mio. Dollar ein.

IBM hält mit hochkarätigen Referenten dagegen, begnügt sich aber mit einem Webcast – Hardware-Chef Rod Adkins, Colin Parris (General Manager Power Systems), Satya Sharma (Chef-Architekt des AIX-Betriebssystems und eine der Schlüsselfiguren bei der Entwicklung der Prozessoren Power7 und Power7+).

Im Vorfeld der neuen Server auf Basis von Power7+, die noch in diesem Jahr erhältlich werden, hat IBM die älteren Modelle 520, 550 und 570 auf Basis von Power6+ sowie die zugehörige Peripherie abgekündigt. Diese Produkte waren teilweise im Oktober 2008, teilweise im April 2009 auf den Markt gebracht worden. Stichtag ist der 4. Januar 2013; danach gibt es auch keine Upgrades mehr auf diese Maschinen. Nur wer das Topmodell 595 fährt, kann noch bis zum 5. Juli 2013 Power6+ erwerben.

www.ibm.de

Abkündigung von Power6+

Der IBM-Webcast „Smarter Computing“ am 3. Oktober

Die Keynotes der Oracle-Veranstaltung Open World

www.oracle.de

Bildquelle: IBM

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