Storage-Innovationen und Multi-Cloud-Flexibilität eingebaut

Powermax mit persistenten SSDs

Dell Technologies stellte Mitte September signifikante Updates für ihre 2018 lancierte Speicherfamilie Powermax vor, die zu EMC-Zeiten noch unter dem Namen Vmax vermarktet worden war. Dank eines Lizenzabkommens mit IBM können Block-, Datei-, Mainframe- und IBM-i-Workloads sowie moderne Echtzeitanalyseanwendungen auf einem einzigen Storage-Array arbeiten – und das mit geringer Latenz und großer Resilienz. Das System bietet Scale-out-Design, End-to-End-NVMe und persistenten Speicher in Form von Dual-Port-Optane-SSDs von Intel.

Dell EMC Powermax 2000

Branchen-Premiere: Powermax 2000 mit persistenten Dual Port SCM SSDs

Powermax ist das erste Enterprise-Storage-System, das mit Solid-State-Disks in der Ausprägung als persistentem (nichtflüchtigem) Speicher arbeitet; diese sehr speziellen SSDs sind das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung mit Intel. Das System ist speziell dafür konzipiert, die Performance zu maximieren und Flaschenhälse auszuschließen. Außerdem ist NVMe over Fabric (NVMe-oF) ab sofort dafür verfügbar.

Integration von Vmware, Ansible und Kubernetes

Eine neue Integration von Vmware, Ansible und Kubernetes adressiert den immer stärker werdenden Bedarf nach Automatisierung. Unternehmen sollen dank dieser Integration komplexe Infrastrukturen einfacher managen und Dev-Ops-Zyklen mit „Infrastructure as Code“ unterstützen können. Für die Cloud optimierte „Validated Designs helfen beim Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen. Über die Schnittstelle D910 kann auch das Power-System i mit Powermax arbeiten.

Brick-Bausteine ermöglichen die Skalierung des kleineren Modells 2000 von 13 Terabyte  Basiskapazität auf bis zu 1 Petabyte – und zwar in 13-TB-Schritten. Das größere Modell 8000 kann von 54 TB mit 54-TB-Bricks auf bis zu 4 Petabyte skaliert werden.

Mit dem überarbeiteten Storage-System will Dell neue Maßstäbe für die Datenspeicherung setzen. Im Design ist eine Multi-Controller-Aktiv-Aktiv-Scale-out-Architektur und End-to-End-NVMe vorgesehen. Inline- und globale Deduplizierung sowie Komprimierung erhöhen die Effizienz im Rechenzentrum enorm – auch wenn der Speicher skaliert wird. Die Engine für maschinelles Lernen in Echtzeit optimiert die Leistung automatisch ohne Overhead. Darüber hinaus bietet Powermax auch SRDF/Metro-Replikation, eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent und eine FIPS 140-2-validierte Data-at-Rest-Verschlüsselung.

Sofortige Verfügbarkeit von NVMe-oF

Mit der sofortigen Verfügbarkeit von der im Juni 2016 vorgestellten Technologie NVMe-oF (Nonvolatile Memory Express over Fabrics) für alle Powermax-Arrays werden sowohl die Performance als auch die Latenzzeiten optimiert. Erreicht wird das durch neue 32Gb-FC-I/O-Module, 32Gb-Connectrix-Switches, Directors im Storage Controller und 32Gb-NVMe-Host-Adapter mit der Multipathing-Software Power Path. Die Upgrades sollen gegenüber den Vorgängermodellen die Spitzenbandbreite auf 350 GB/s verdoppeln, die Anzahl der I/O-Operationen/Sekunde um 50 Prozent auf 15 Mio. IOPS verbessern und die Latenzzeit halbieren.

Die integrierte „Machine Learning“-Engine nutzt „Predictive Analytics“ und Mustererkennung, um Daten automatisch, in Abhängigkeit von ihrem Input/Output-Profil, auf den korrekten Speichermedien (Disk oder Flash) abzulegen. Powermax analysiert und prognostiziert 40 Mio. Datensätze in Echtzeit und fällt 6 Mrd. Entscheidungen pro Tag, was einerseits Zeit und Kosten spart, andererseits aber gleichzeitig auch die Performance verbessert.

Konfigurations-Management und Anwendungs-Entwicklung

Eingebaut sind auch Funktionen für Konfigurations-Management und Anwendungs-Entwicklung, auch für Container-Workloads. Mit folgenden neuen Features lassen sich die Bereitstellung und Verwaltung der Infrastruktur weiter automatisieren, was den Aufbau agiler Infrastruktur-Operationen erleichtert:

  • Das Plug-in Vmware vRealize Orchestrator (vRO) ist ab sofort erhältlich auf der Online-Vermarktungsplattform Vmware Solutions Exchange. Es erlaubt Unternehmen, End-to-end-Automatisierungsroutinen zu entwickeln – inklusive Provisionierung, Datenschutz und Host-Operationen. Kunden können diese Automatisierungs-Routinen als Artikel im Self-Service-Katalog auf der V,ware-Plattform vRealize Automation anbieten.
  • Mit fertigen, vorkonfigurierten Ansible-Modulen können IT-Abteilungen sogenannte „Playbooks“ für die Provisionierung von Speicher, für Snapshots und für Datenmanagement-Workflows entwickeln, um die Konsistenz und den Automatisierungsgrad von Betriebsabläufen zu erhöhen. Diese Module stehen ab sofort auf GitHub zur Verfügung. Ansible ist ein Open-Source-basierte Automatisierungs-Werkzeug zur Konfiguration und Administration von Computern; es kombiniert dazu Softwareverteilung, Ad-hoc-Kommando-Ausführung und Konfigurationsmanagement.
  • Das neue Plug-in „Container Storage Interface“ (CSI) provisioniert und verwaltet Workloads, die auf Kubernetes laufen, der ursprünglich von Google entwickelten Open-Source-Plattform zur Orchestrierung von Containern. Das Plug-in CSI, das ebenfalls ab sofort auf Github erhältlich ist, macht die Performance und die Datendienste der Powermax auch für Applikationen zugänglich, die in Form von Microservices entwickelt worden sind.

Cloud Validated Designs

Die neuen „Cloud Validated Designs“ für Powermax helfen dem IT-Chef, seine eigenen hybriden Cloud-Infrastrukturen aufzusetzen und auch solche Workloads schnell in Betrieb zu nehmen, die besondere Anforderungen an externen Speicher stellen – inklusive unabhängig skalierender Kapazitäten und Datenschutz. Powermax und der Dell-Speicher Unity XT sind die ersten Produkte, die auf Vmware Cloud Foundation mit Fibre Vchannel als primärem Speicher validiert werden, innerhalb von Workload Domains, unterstützt vom Network-File-System-Protokoll (NFS).

Bildquelle: Dell Technologies

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