Michael Helms, Geschäftsführer der Soft & Cloud GmbH, Greven
Weil auch aktuelle Produkte inzwischen gebraucht verfügbar sind, kann mit Gebrauchtsoftware der Ausbruch aus der Preisspirale gelingen. „Microsoft-Kunden im Euro-Raum müssen für Cloud-Produkte seit dem ersten April rund elf Prozent mehr bezahlen“, erklärt Michael Helms, Geschäftsführer der Soft & Cloud GmbH, Greven. Dies bedeute eine weitere Belastung des IT-Budgets, zusätzlich zu der bereits 2022 vollzogenen Preiserhöhung. Angesichts der Microsoft-Ankündigung, die Preise alle sechs Monate zu überprüfen und an Währungsschwankungen anzupassen, müsse davon ausgegangen werden, „dass die Kosten für Unternehmen regelmäßig steigen könnten“.
Um nicht in diesen Preisstrudel gesogen zu werden, empfiehlt Helms die Nutzung von gebrauchten Lizenzen als probates Mittel. Gebrauchtsoftware sei einwandfrei funktionsfähig, aber bis zu 70 Prozent günstiger als die Produkte, die direkt vom Hersteller bezogen werden. Werden nicht mehr benötigte Lizenzen in Zahlung gegeben, sinkt der Preis noch einmal. Selbst Lizenzen für aktuelle Produkte wie Office 2021, Windows Server 2022 oder Visual Studio 2022 seien bereits heute gebraucht und somit deutlich kostengünstiger verfügbar.
Helms rät dringend dazu zu prüfen, ob ein Unternehmen wirklich auf die Cloud-Produkte von Microsoft angewiesen ist oder ob zumindest anteilig auch lokal installierte Software infrage kommt. Oftmals benötigten die Beschäftigten zur Erledigung ihrer Aufgaben ausschließlich Word oder Excel. Ob sich die Arbeit damit in der Cloud abspiele oder On-Premises sei dabei gar nicht relevant.
Bildquelle: Soft & Cloud GmbH