Hybrid-Cloud-Automation mit unmittelbar einsetzbarem Ansible

Privater Automations-Hub ergänzt

Die IBM-Tochter Red Hat erweitert ihre 2015 zugekaufte Automations-Plattform Ansible für zertifizierte Hybrid-Cloud-Integrationen im November um den privaten Automations-Hub. Ziel ist die Etablierung einer ganzheitlichen Automatisierung im gesamten Unternehmen mit Hilfe eines Open-Source-Ansatzes, der auch die Plattform IBM i mit einbindet.

Bildquelle: Nico El Nino / iStock / Getty Images Plus

Neu in Ansible sind mehrere Upgrades der Automatisierungsplattform, einschließlich der aktuellen Version mit neuen „Content Collections“, einem Katalog für Automatisierungsservices und einem privaten Automations-Hub. Die im Jahr 2019 eingeführten „Content Collections“ werden als standardisierte Methode für die Erstellung und Verpackung sowie die portable und skalierbare Nutzung von Automatisierungsinhalten positioniert. Sie sollen Struktur in den Automatisierungsinhalt bringen, da die „Collections“ in Kategorien auf Grundlage der Automatisierungsdomäne oder -plattform gebündelt werden. Die im Automations-Hub bereitgestellten Collections sind durch das Ansible-Partnernetzwerk zertifiziert und werden für Produktionsumgebungen getestet, validiert und unterstützt.

Content Collections auch für IBM i

Die aktuelle Version der Automations-Plattform enthält neue zertifizierte Content Collections für Openshift, Kubernetes Core und Vmware Vsphere Rest-API. Die Zahl der Hybrid-Cloud-Szenarien wächst kontinuierlich, ob es sich nun um die Verwendung von nativem Kubernetes oder Openshift handelt, und die neuen Certified Content Collections unterstützen die Automatisierung im Umfeld unterschiedlichster Container-Management-Systeme. Mit den neuen Collections stehen jetzt mehr als 60 Content Collections von Red Hat und seinen Partnern im Automations-Hub zur Verfügung. Eine vollständige Liste der unterstützten und zertifizierten Collections ist verfügbar unter, darunter u.a. auch Collections für IBM i, VIOS und AIX auf Power-Systemen. Der Automations-Hub ist ein verwalteter Cloud-Service, der für die Nutzer den Zugang zu zertifizierten Ansible-Inhalten vereinfacht und von Red Hat und seinen Partnern gepflegt wird.

Der private Automations-Hub bietet Entwicklern nun einen zentralen Ort, an dem sie ihre Ansible-Inhalte privat verwalten und kuratieren können, indem sie vertrauenswürdige Inhalte von der IBM-Tochter Red Hat, deren Partner und internen Entwicklern verwenden. Das heißt: Der private Automation Hub erleichtert es den Entwicklern, zusammenzuarbeiten und ihre Ressourcen an einem einzigen Ort zu veröffentlichen, weshalb Ansible-Code konsolidiert zur Verfügung gestellt werden kann.

Automation Services Catalog“ steht parat

Mit dem auf dem Red Hat Summit 2020 angekündigten „Automation Services Catalog“ stehen jetzt auch unternehmensspezifische, geprüfte und kuratierte Automatisierungsinhalte für Infrastruktur- und Anwendungsbetreuer sowie für Fachanwender zur Verfügung. IT-Administratoren und Sicherheitsverantwortliche erhalten mit diesem Katalog eine bessere Übersicht über die Automatisierung. Mit der Aufnahme der Konnektor-Technologie in den „Automation Services Catalog“ können Nutzer den Katalog jetzt direkt und sicherer in ihre eigene private Infrastruktur integrieren und so die Überwachung der verwendeten Automatisierungsprozesse verbessern.

Die Konnektor-Technologie ermöglicht es auch, geschäftsspezifische Kontrollen und Compliance-Mechanismen beizubehalten, wobei Entwickler weiterhin schnell auf die benötigten Informationen zugreifen können. Neue Integrationen im Bereich IT-Service-Management (ITSM) erweitern den „Automation Services Catalog“ zudem um Plattformen wie BMC Remedy und Service Now, wodurch Reibungsverluste bei der Erfüllung der ITSM-Regelsätze und Standardaufgaben verringert werden. Die Konnektortechnologie im Automation Services Catalog wird ebenfalls nächsten Monat in einer Technologievorschau verfügbar sein.

Ansible ist ein Tool für die Bereitstellung von Anwendungen und Open-Source-Software sowie Konfigurationsmanagement. Es hilft bei der Automatisierung, Modellierung und Orchestrierung komplexer IT-Workflows für mehrere Knoten. Auch IBM-i-Systeme können von Ansible auf einer Linux-Partition konfiguriert und verwaltet werden, wobei IBM-i-spezifische Module installiert sind. Aus Sicht der Systemverwaltung und Konfiguration gibt es viele Unterschiede zwischen IBM i und anderen Arten von Betriebssystemen wie Linux. IBM-i-Module helfen bei den Aufgaben gegen native IBM-i-Objekte, Datenbank, Sicherheitsmechanismen sowie IFS-Umgebung. Diese Module mit Beispielen sind Open Source und können hier bei Github gefunden werden.

Bildquelle: Nico El Nino / iStock / Getty Images Plus

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