Proalpha-CEO Eric Verniaut: „Mit Gedys bauen wir unsere bisherigen Basisfunktionalitäten im CRM-Bereich vollständig aus.“
Gedys Intraware ist seit 1989 als Hersteller von CRM-Software für projektzentriertes Arbeiten – heute sowohl On-Premises als auch aus der Cloud – aktiv und hat seither über 3.600 Kundeninstallationen vorgenommen. Heute rund 80 Mitarbeiter, verteilt auf den Hauptsitz in Fulda sowie die Standorte Braunschweig, Osnabrück und Stuttgart, betreuen derzeit nach Firmenangaben 600 Kunden mit insgesamt etwa 25.000 Nutzern. Die CRM-Software zeichnet sich dabei durch starke Individualisierbarkeit, umfassende Sicherheitskonzepte und ein breites Anwendungsspektrum aus. Zu den Kunden zählen die DB Kommunikationstechnik GmbH, der Pizzahersteller Gustavo Gusto, die Berndorf Band Group oder die Kienle und Spiess GmbH.
Mit über 35 Jahren Erfahrung und einer auf Lotus Notes / Domino basierenden CRM-Suite bietet Gedys Intraware GmbH, die als Gruppenunternehmen des ERP-Herstellers in ihren Zielmärkten weiterhin eigenständig operieren soll, die Digitalisierung von Sales-Prozessen an, mit einem modularen Angebot von Software für Vertrieb, Marketing und Service – inklusive Dashboards und Reporting sowie Multi-Device-Support über eine App.
Mit der Akquisition schreibt der ERP-Hersteller, seit 2013 mit Unterstützung des Investors Bregal Unternehmerkapital, die Umsetzung seiner Strategie fort, seine Idee „Best-of-Suite“ mit Best-of-Breed zu verbinden; nun soll seine ERP-Plattform um eine Lösung für das Kundenbeziehungsmanagement verstärkt werden.
Mit seiner Entwicklungsplattform „Business App“ ergänzt Gedys das CRM-Portfolio zudem um eine Low-Code/No-Code-Plattform, mit der Super-User ohne ausgeprägte technische Skills Cloud- und On-Premises-Apps für die Fachabteilungen aufbauen können. Erste Prototypen seien innerhalb weniger Tagen realisierbar – inklusive Installation und Hosting. Mittelfristig erhofft man sich von der Low-Code/No-Code-Plattform die Perspektive, „lückenlos“ an das gesamte Produktportfolio der Unternehmensgruppe angebunden zu werden, um die Vielfalt und Vielzahl möglicher „Use Cases“ für Kunden deutlich zu steigern. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) hat die Low-Code/No-Code-Plattform das Potenzial, CRM und ERP auf ein neues Niveau zu heben. Allerdings nannte Proalpha-Geschäftsführer Michael Finkler „Low Code“ kürzlich noch „Klickibunti“ und warnte davor, sich vom Marketing blenden zu lassen, „denn vieles steckt hier noch in den Kinderschuhen“.
„Mit Gedys bauen wir unsere bisherigen Basisfunktionalitäten im CRM-Bereich vollständig aus“, sagt denn auch Eric Verniaut, CEO der Proalpha-Gruppe. „Das Unternehmen bietet alle relevanten und von unseren Anwendern gewünschten CRM-Funktionalitäten aus einem Guss.“ Deshalb sei es „eine große Bereicherung für das Lösungsportfolio. Er erwartet – auch speziell im Hinblick auf die bestehende Kundenbasis – sehr großes Potential für den angestrebten gemeinsamen Go-to-Market.
Von der „perfekten Ergänzung des Portfolios“ erhofft sich Marine Gurzadyan, Chief Corporate Development & Strategy Officer der Proalpha GmbH die Möglichkeit, „sowohl Neu- als auch Bestandskunden im Bereich Kundenbeziehungsmanagement komplette und zukunftsfähige Lösungen anzubieten. Zusammen mit der Erfahrung und Expertise von Gedys sind wir in der Lage, unsere Marktposition weiter auszubauen.“
„Für unsere bestehenden Kunden ändert sich nichts, die Kunden von Proalpha erhalten einen enormen Mehrwert“, betont Gedys-Geschäftsführer Joachim Weber. Schon heute seien einige Proalpha-Kunden begeisterte Anwender der CRM-Software. „Für unsere Kunden und Mitarbeiter bieten sich zukünftig großartige Entwicklungspotenziale und viele neue Möglichkeiten.“ Dank zahlreicher Schnittstellen arbeiten nicht nur Proalpha-Anwender mit dem CRM-System aus Fulda, sondern AS/400- bzw. IBM-i-Systeme lassen sich ebenso anschließen wie ERP-Systeme von zum Beispiel SAP, Micsosoft oder Infor und Archivsysteme von Comarch, Dell, Opentext oder Saperion.
Mit der Übernahme der Persis GmbH erweitert Proalpha das Portfolio im Bereich Personalmanagement (HCM) – und konkretisiert die die Entwicklung einer gruppenweiten Strategie rund um HR-Prozesse. Das Produktportfolio und Know-how von Persis, etwa in den Bereichen digitale Personalakte, Bewerbermanagement und Personalentwicklung, soll in Kombination mit den Lösungen für Zeitwirtschaft und Zutrittssicherheit von der Tochter Tisoware ein ganzheitliches Workforce-Portfolio inklusive „nahtloser Anbindung“ an das ERP-System der Gruppe schaffen.
Die Persis GmbH mit Hauptsitz in Heidenheim und weiteren Stützpunkten in Düsseldorf, Leipzig, Stuttgart, Berlin und Münster kann wie Gedys auf eine 35-jährige Geschichte als Anbieter von Human-Ressource-Software zurückblicken. Zu den Kunden (mit insgesamt mehr als 1,2 Mio. Anwendern) zählen unter anderem Helvetia, Dachser, Currenta, Lufthansa, Connex, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank oder Fairtrade Deutschland.
„Mit der Bündelung der Expertisen von Tisoware und Persis schaffen wir für unsere Kunden ein einzigartiges und vollumfängliches HR-Öko-System“, sagt Markus Steinberger, Geschäftsführer bei Tisoware. In Kombination mit Lösungen für Zutritts- und Gebäudesicherheit (Security) sowie zur Optimierung von Fertigungsprozessen (MES) im Kontext von „Industrie 4.0“ könne man ein Workforce-Gesamtportfolio für den gehobenen Mittelstand in der DACH-Region bieten.
Bildquelle: Arek Socha / Pixabay, Proalpha