Matthias Kläsener, CEO von Corporate Planning und zuvor von 2011 bis 2017 COO bei Proalpha.
Sowohl Hannover Finanz als auch der mit rund 9,6 Prozent beteiligte Minderheitsinvestor GBK veräußern all ihre CP-Anteile nun an Proalpha. Dieser Hersteller von ERP-Software für den Mittelstand mir Sitz in Weilerbach (bei Kaiserlautern) ergänzt damit sein Angebot um eine Software für das Finanz-Performance-Management, die zuletzt mit den Zukauf des Reporting-Spezialisten Hi-Chart erweitert worden war. Zur Transaktion und zum Kaufpreis haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart.
CP mit Hauptsitz in Hamburg (Jahresumsatz 16 Mio. Euro, 130 Beschäftigte) bietet seit mehr als 30 Jahren Software für operatives Controlling, integrierte Finanz- und Erfolgsplanung sowie Konsolidierung. Dabei ist die Verbindung zu den unterschiedlichsten ERP- und Fibu-Systemen möglich – auch auf der AS/400 und ihren Nachfolgern. Mehr als 1.600 aktive Kunden verschiedenster Größen und Branchen aus mehr als 45 Ländern aus mehr als 45 Ländern nutzen die Software für Planung, Analysen und Reporting, darunter namhafte Unternehmen wie Hellmann Worldwide Logistics, die Privatmolkerei Bauer, Julius Meinl, die Deutsche Flugsicherung und MLP.
Laut Eric Verniaut, CEO der seit 2013 im Besitz der Familie Brenninkmeijer befindlichen Proalpha-Gruppe und seit 2017 mehrheitlich bei der britischen Investmentgesellschaft Intermediate Capital befindlichen Proalpha-Gruppe,, „zahlt die Übernahme direkt auf unsere Unternehmensstrategie ein, die ‚Best of Breed‘ mit ‚Best of Suite‘ gewinnbringend verbindet und Kunden den notwendigen Wettbewerbsvorsprung im fortwährenden Transformationsprozess verschafft".
Die Effizienz der Planungsprozesse durch schnelles Forecasting sowie Szenarioberechnungen und eine integrierte, belastbare Berichterstattung bildet laut Verniaut in der heutigen das Rückgrat für mittelständische Unternehmen, die sich robust und dynamisch aufstellen müssen. Die Integration der Produkte von Corporate Planning stellt den Kunden des ERP-Herstellers künftig eine Software für die Unternehmensplanung mit vielfältigen Funktionen für multidimensionale Analysen und individuelles Enterprise Reporting inklusive der International Business Communication Standards (IBCS) zur Verfügung.
„Nach der produktiven und erfolgreichen Zusammenarbeit mit Hannover Finanz sehen wir in der Verbindung mit Proalpha starke Wachstumspotentiale für Corporate Planning“, betont Matthias Kläsener. Der am 1. März 2018 als Nachfolger von Firmengründer Peter Sinn angetretene CEO von CP ist für Proalpha übrigens kein Unbekannter, denn der Buy-in-Manager leitete dort von 2011 bis 2017 als COO unter anderem die Consulting-Unit sowie das Bestandskundengeschäft und ist sowohl mit Proalpha als auch mit dem Marktumfeld bestens vertraut.
Kläsener sieht „Synergien reichen von der nahtlosen Integration der Softwareprodukte über gezielte Innovationspartnerschaften bis hin zu Chancen bei der Internationalisierung“. CP soll als Unternehmen und Marke erhalten bleiben und als Gruppenunternehmen in seinen Zielmärkten weiter eigenständig agieren. Das Unternehmen soll weiterhin die Funktionen verschiedener ERP-Systeme ergänzen und sich auf die Nutzung mit unterschiedlichen Systemen ausrichten, heißt es in der Pressemitteilung. Auch im Management der CP Corporate Planning AG ändere sich durch die Transaktion nichts:
Die Proalpha Business Solutions GmbH, für die mehr als 1.400 Menschen an 41 Standorten weltweit arbeiten, versteht sich als die digitale Sparringspartnerin der mittelständischen Wirtschaft. Ihre ERP-Kern- und -Zusatzlösungen, die nicht nativ auf der Plattform IBM i laufen, sind bei über 6.000 Kunden im Einsatz - Unternehmen aus der industriellen Fertigung, dem Großhandel und weiteren Branchen.
Bildquelle: Corporate Planning