Die Fabrik auch aus dem Homeoffice im Blick behalten

Produzieren in Zeiten von Corona

Mit ihrem Manufacturing-Execution-System Hydra will die MPDV Mikrolab GmbH, Mosbach, dazu beitragen, dass die ihre Fabrik auch aus dem Homeoffice im Blick haben können.

  • Jürgen Petzel, Vertriebsleiter bei MPDV, empfiehlt angesichts von Corona die Prozesse so zu gestalten, dass man sich nicht mehr zwingend persönlich treffen muss.

Aktuell zwingt uns die Corona-Krise dazu, von üblichen Alltagsabläufen abzuweichen – auch in der Produktion. Umso wichtiger wird es laut Jürgen Petzel, die Prozesse so zu gestalten, dass man sich nicht zwingend persönlich treffen muss. Der Vertriebsleiter bei MPDV erläutert, wie das möglich werden kann:

Der persönliche Kontakt ist für uns Menschen etwas völlig Natürliches – und aus psychologischer Sicht auch dringend notwendig. Daher haben wir Menschen viele unser Prozesse im Alltag darauf ausgelegt, dass wir uns persönlich treffen und miteinander sprechen – auch in der Produktion. Umso schwieriger wird es, wenn uns diese Möglichkeit der Kommunikation genommen wird.

Beispiele aus dem Fertigungsalltag

Klassische Beispiele aus dem Fertigungsalltag sind Schichtübergaben, regelmäßige Abstimmungsmeetings in der Produktion, Gespräche über den Zustand von Maschinen, Diskussionen über Kennzahlen oder das Beantragen von Urlaub. All das kann ein modernes MES aber auch ohne persönlichen Kontakt abbilden. Mit entsprechenden Hilfsmitteln lässt sich damit ein Teil des Fertigungsalltags sogar vom Homeoffice aus dirigieren. Hier ein paar Beispiele:

  • Digitale Produktionsbesprechung: Mit Hilfe der digitalen Produktionsbesprechung lassen sich Meetings aller Art planen, durchführen und dokumentieren. Beispielsweise kann so die Schichtübergabe auch per Video-Konferenz stattfinden. Alles, was man braucht, ist ein PC mit Verbindung zu Hydra und die App „Digitale Produktionsbesprechung“.
  • Kurze Nachrichten: Läuft an einer Maschine mal was nicht ganz rund und soll der Mitarbeiter am nachfolgenden Arbeitsplatz informiert werden soll, ist das mittels Messaging-Service und Kurznachricht möglich. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass die Nachricht im System dokumentiert wird und für spätere Analysen zur Verfügung steht. Solche Messaging-Services funktionieren am Shopfloor-Terminal, am Office-Client und mobil auf dem Smartphone oder Tablet.
  • Automatische Reports: Berichte über die Entwicklung von Kennzahlen oder auch Zustandsverläufe an besonders kritischen Maschinen generiert und verteilt das MES mittels eReport-Manager ganz automatisch – z. B. über den täglichen OEE-Report über die „Overall Equipment Efficiency“ per E-Mail an alle Bereichsleiter. Die sofortige Information über kritische Zustände bzw. Veränderungen bildet das integrierte Eskalationsmanagement ab. So können schnell geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.
  • Shopfloor im Überblick: Den Überblick über den Fertigungsbetrieb erhalten Vorgesetzte auch über den Shopfloor-Monitor, der als „digitaler Spiegel“ der Fertigung alle Maschinen und deren aktuell laufenden Aufträge darstellt. Das Informations-Dashboard ergänzt diese Echtzeit-Sicht durch eine Visualisierung ausgewählter Kennzahlen.
  • Elektronischer Urlaubsantrag: Jeder Mitarbeiter kann seinen Urlaub ganz einfach am Zeiterfassungsterminal, per App auf dem Smartphone oder im Intranet beantragen. Den Genehmigungsprozess durchläuft der jeweilige Vorgesetzten dank Hydra ebenfalls komplett digital – auf Wunsch sogar mobil.
  • Mobile Zeiterfassung: Gerade im Homeoffice ist die Erfassung von Arbeitszeit und Pausen ein wichtiges Thema – insbesondere nach dem EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019, das eine lückenlose Zeiterfassung für alle Mitarbeiter fordert. Umso besser, wenn Sie auch diese Aufgabe mit einer mobilen App direkt in HYDRA abbilden können. Ein Klick auf „Kommt“ und die Arbeitszeit beginnt. Mit „Pause“ wird diese unterbrochen. Am Ende des Arbeitstages beendet „Geht“ die Zeiterfassung – wie am klassischen Zeiterfassungsterminal in der Fabrik.

Vieles kann – nichts muss

Die Möglichkeiten, mit einem modernen MES den Fertigungsalltag in Zeiten von Corona „kontaktfreier“ zu gestalten, sind vielseitig. Sicher wird nicht jedes der genannten Szenarien zu jedem Unternehmen passen. Umso praktischer ist es, wenn man dank der Modularität der MES-Software nur die Funktionen auswählen kann, die für den konkreten Anwendungsfall nötig sind. So kann sich jedes Unternehmen die jeweils passenden Werkzeuge zur Bewältigung der Corona-Krise zusammenstellen – und gleichzeitig für mehr Effizienz auch nach der Krise sorgen.

Bildquelle: MPDV, Adobe Stock / Karrastock / Andrey Popov

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