IBM startet hastig in eine neue Computing-Ära

Pure Application noch ohne Power

Ab sofort ist das IBM-System Pure Application verfügbar, meldete der Hersteller gestern. Damit ist nach Pure Flex das zweite Mitglied der im April angekündigten Produktfamilie Pure Systems in Deutschland erhältlich. Allerdings zunächst nur mit Intel-Prozessoren – ohne die IBM-Plattform PowerPC.

  • Rodney Adkins, als Senior Vice President verantwortlich für die Systems and Technology Group der IBM, neben einem Pure System im Forschungslabor Triangle Park

  • Power-Prozessoren sind im Konzept der Pure Systems vorgesehen – aber mit dem neuen Pure Application System noch nicht lieferbar

Offenbar lastet enormer Druck auf der Hardware-Sparte von IBM, so dass die neuen Pure Application Systems jetzt auf den Markt gebracht werden, obwohl sie nur mit Intel-Prozessoren bestückt werden können. Wann wie angekündigt auch Power7-Konfigurationen erhältlich werden, war bei IBM auch jetzt noch nicht zu erfahren. Stand der Dinge ist immer noch das „Statement of Direction“ vom April, in dem vom zweiten Halbjahr die Rede ist. Allerdings sind diese „SODs“ keine verbindliche Ankündigung – und werden gelegentlich auch ohne viel Aufhebens einfach geändert oder ganz zurückgenommen.

Das heißt aber auch: Die neuen Pure Application Systems unterstützen derzeit nur eine Betriebssystemumgebung (statt wie in der Presseinformation behauptet vier) – Red Hat Linux. AIX und IBM i werden erst mit Power7 folgen, vielleicht schon im Oktober. Windows soll dann im Laufe des nächsten Jahres unterstützt werden. Als Virtualisierungsschicht wird Vmwares Vsphere 5 genutzt, worauf  Red Hat Enterprise Linux als Betriebssystem läuft. Das Infrastrukturmodell Pure Flex ist hier schon weiter – mit vier Betriebssystemen (IBM i, AIX, Linux und Windows) sowie zur Virtualisierung neben Vmware und PowerVM auch KVM und Microsofts HyperVM.

Seit gestern verfügbar sind die vier unterschiedlichen Konfigurationen des Pure Application Systems, die als vollständig montiertes und verkabeltes Rack-System geliefert werden. Sie unterscheiden sich primär in der Zahl der Prozessorkerne und der Hauptspeichergröße. Das Einstiegsmodell W1500-96 verfügt über vier Prozessoren mit insgesamt 96 Cores und 1,5 TB Hauptspeicher. Wie auch die drei größeren Modelle W1500-192 (192 Cores, 3,0 TB RAM), W1500-384 (384 Cores, 6,1 TB RAM) und W1500-608 (608 Cores, 9,7 TB RAM) wird es mit 54,4 TB Plattenspeicher geliefert, aufgeteilt 88 Prozent Hard Disks und 12 Prozent Solid State Disks.

Auf der heutigen Intel-Basis sind bisher hundert Anwendungen von IBM und 95 Partnern angekündigt worden. Der Einstieg in die Preisliste liegt in der Größenordnung von 2,5 Mio. Euro, für Hardware und Software. Beim Kauf inklusive sind z.B. der Websphere Application Server Hypervisor Edition und die Datenbank DB2 inklusive Patterns für Webapplikationen, Transaktionssysteme, Data Marts und Java-Anwendungen sowie Red Hat Linux.

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Opens external link in new windowIBM-Homepage der Pure Application Systems

Bildquelle: IBM

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