CEO Mike Capone verspricht den Kunden erhebliche Vorteile, „darunter ein erweitertes Produktangebot, verbesserten Support und Service sowie verstärkte Investitionen in Innovation und F&E“.
Die finanziellen Aspekte des „Deals unter Schwestern“ wurden nicht bekannt gegeben. 2021 hatte Thoma Bravo für 2,1 Mrd. Euro (inklusive Schulden) alle Aktien des Datenintegrationsspezialisten Talend erworben. Dieser Deal war die nicht die erste Big-Data-Transaktion für die Private-Equity-Gesellschaft, die zuvor u.a. den Business-Intelligence-Spezialisten Qlik und der Analytiksoftware-Anbieter Infogix übernommen hatte.
Jetzt gab Qlik den Abschluss der zu Jahresbeginn angekündigten Übernahme von Talend bekannt. Das Motiv: Man erweitere „damit sein Lösungsangebot für Unternehmen, die alle ihre Daten abrufen, transformieren und analysieren wollen, um auf einer zuverlässigen Basis Erkenntnisse zu gewinnen, die sie direkt in Maßnahmen umsetzen können“. Beide Softwarehäuser unterstützen u.a. auch die Midrange-Plattform IBM i.
Im neuen Verbund will CEO Mike Capone den Kunden erhebliche Vorteile bieten, „darunter ein erweitertes Produktangebot, verbesserten Support und Service sowie verstärkte Investitionen in Innovation und F&E“. Die Expertise von Qlik in den Bereichen Datenintegration, Analysen, KI sowie Machine Learning werde mit den Datenintegrations- und Datenqualitätslösungen des 2005 in Frankreich gegründeten Softwarehauses Talend kombiniert.
Tausende unterschiedlicher Quellen und Ziele sorgen laut Capone für eine immense Fragmentation vorliegender Daten. Bislang hätten sich Unternehmen zwischen unvollständigen Legacy-Lösungen, Cloud Lock-in oder mehreren disparaten Einzellösungen entscheiden müssen – allesamt mit Kosten- und Innovationsrisiken verbunden. Nun gebe es einen neuen Ansatz, denn Qlik könne nun eine breite Palette an Best-in-Class-Funktionen bieten, die Kunden dabei helfen, technische Schulden und Kosten zu vermeiden und gleichzeitig vertrauenswürdige Daten für die Entscheidungsfindung dann zur Verfügung zu stellen, wenn es am wichtigsten ist.
Laut Mike Leone, Principal Analyst für Analytics und AI bei der Enterprise Strategy Group, ist das fusionierte Unternehmen mehr als die Summe seiner Teile. „Viele Dateninitiativen zielen darauf ab, Vertrauen innerhalb eines Datenökosystems aufzubauen, und dabei geht es nicht nur um die Daten, sondern auch um Prozesse und Menschen […] für robustere Datenintegrationsfunktionen und eine leistungsstarke Data Governance.“
Die Software-Produkte von Qlik und Talend nennt Capone „jeweils komplementär zueinander“. Sie erweitern demnach die Möglichkeiten und Fähigkeiten in wichtigen Bereichen wie Datenqualität, Transformation, Anwendungs-Konnektivität und API-Services. Capone betont, dass Qlik weiterhin für praktisch jede Datenquelle, jedes Ziel, jede Architektur und jede Methodik offen bleibt, um sicherzustellen, dass Kunden alle nötigen Daten zur Verfügung haben, wann immer sie sie brauchen.
Bildquelle: Qlik