Modulares Tape-Speichersystem für die Private Cloud

Quantum stellt Scalar i6H vor

Der Storage-Hersteller Quantum hat die neue Bandbibliothek Scalar i6H in Zusammenarbeit mit weltweit führenden Hyperscalern entwickelt und bietet sie ab sofort für Archivumgebungen in Web-Scale-Unternehmen und Firmen an, die Private Clouds erstellen wollen. Neben der hohen Speicherdichte bietet diese Bandbibliothek ein vereinfachtes Design und ein Servicemodell mit leicht austauschbaren Komponenten, so dass eine modulare, flexible Bereitstellung wie z. B. „Ship-in-Rack“ möglich wird.

Die neue Bandbibliothek Scalar i6H wird auf Wunsch komplett montiert in einem Rack geliefert; Wartung und Austausch können durch den Kunden selbst erfolgen. Für die Verwaltung sei auch in größeren Architekturen mit mehreren Systemen keine spezifische Tape-Erfahrung mehr erforderlich, verspricht Bruno Hald, Vice President und General Manager für Secondary Storage bei Quantum. Hinzu kämen Sicherheitsfunktionen wie Ransomware-Schutz beim Aufbau cyber-resilienter Private Clouds sowie weitere Features wie Multi-Faktor-Authentifizierung, Datenverschlüsselung und Key-Management als Bestandteil eines Security Frameworks.

„Vor einigen Jahren haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Tape-Lösungen sowohl technisch als auch kommerziell als Marktführer im Hyperscale-Markt zu etablieren“, verweist Hald auf inzwischen sieben globale Hyperscale- und Web-Scale-Kunden, die zusammen mehr als 35 Exabyte Kapazität in hunderten Tape-Systemen bereitstellen; darunter seien auch schon Scalar i6H-Systeme, „die bereits in einigen der weltweit größten Datenarchive eingesetzt werden.“ Man habe speziell für solche Hyperscale-Archivumgebungen die RAIL-Architektur – das heißt „Redundant Array of Independent Libraries“ – konzipiert. Das vereinfachte Design und ein neues Servicemodell in Verbindung mit leicht austauschbaren Komponenten – beim Robotiksystem genügt ein Knopfdruck – verbessere zudem die Service-Level-Agreements (SLAs).

Die neue Bibliothek wird in einzelnen Racks bereitgestellt, um die Erweiterungen der Tape-Kapazität in großen Archiven zu vereinfachen und auch Großunternehmen hinsichtlich Art und Ort der Tape-Bereitstellung flexibler zu machen. Ziel ist es, das System in weniger als einer Stunde nach Anlieferung zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Im Rack können weitere Server mit Software untergebracht werden, die den Tape-Zugriff auf Private-Cloud-Architekturen erweitert. Anstatt zehntausende Tapes in einer einzigen Bibliothek aufzubewahren, können Unternehmen ihr Archiv nach dem Scale-out-Prinzip aufbauen und Racks nach und nach hinzufügen, sobald mehr Kapazität benötigt wird.

Entsprechend muss die Tape-Implementierung auch nicht zusammenhängend erfolgen, was Hyperscalern und anderen Großunternehmen mehr örtliche Flexibilität bei der Erweiterung ihrer Cold-Storage-Systeme verleiht. Kombiniert mit der patentierten zweidimensionale Erasure-Coding-Software, die Cold-Storage-Objekte auch in mehrere Tape-Systeme schreiben kann, soll RAIL die Bereitstellung sicherer, zuverlässiger und kostengünstiger Speicher für die Archivierung kalter Daten ermöglichen.

Bildquelle: Quantum

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