Yuuvis als „Generalschlüssel“ für zukünftige Applikationsentwicklung

RAD-Plattform überarbeitet

Trotz steigender Datenflut sitzen viele Unternehmen aus informationstechnischer Sicht immer mehr auf dem Trockenen. Der Zugriff auf Inhalte in Dokumenten und auch unstrukturierten Daten stellt für sie eine große Herausforderung dar. Mit Blick auf das Informationsmanagement hat die gerade von Kyocera übernommene Berliner Software-Schmiede Optimal Systems deshalb ihre Produktfamilie Yuuvis überarbeitet.

Dr. Nikola Milanovic, CTO bei Optimal Systems

Dr. Nikola Milanovic, CTO bei Optimal Systems, will den Aufbau eines cloudbasierten Informationsmanagements vereinfachen.

Diese Produktfamilie eröffnet verschiedene Lösungswege, mit denen IT-Chefs neben der Datenhoheit auch den Wissensvorsprung ihres Unternehmens erhalten oder verbessern können: „Informationen jeglicher Art“ werden laut Dr. Nikola Milanovic, CTO bei Optimal Systems, mit Yuuvis „nahezu in Echtzeit zugänglich“ – sowohl On-premises als auch in der Cloud.

Mehr Performance, große Anwendungsbreite

Derart mächtige Tools mit dieser Performance und Anwendungsbreite hat es „so noch nicht gegeben“, erklärt Milanovic. „Alle Inhalte – und damit das Wissen in beliebigen Daten – stehen in Sekundenbruchteilen zur Verfügung, egal ob On-premises, hybrid oder in der Cloud. Sie können anschließend verwaltet, extrahiert und verteilt werden. Dadurch ergibt sich eine ganz neue Informationsqualität und -tiefe. Die Entwicklung Content-bezogener Anwendungen und der Aufbau eines cloud-basierten Informationsmanagements wird damit so einfach wie nie zuvor.“

Es gibt jetzt laut Dr. Nikola Milanovic drei unterschiedliche Produktausprägungen, von der RAD-Plattform zur Entwicklung Content-bezogener Anwendungen als Basis über die Version Ultimate für den reinen API-Zugriff bis hin zum Hybrid-Betrieb (On-premises und/oder in der Cloud) mit Yuuvis Momentum. Selbst bei großen Datenmengen im Milliardenbereich (10**9), Dateigrößen von mehreren Gigabyte und Suchanfragen im Volltext sowie in den Metadaten stünden die Ergebnisse schon „nach Millisekunden“ zur Verfügung. Eine Vielzahl klassischer DMS-Funktionen helfen beim Management aller Informationen und bei der Bereitstellung des Contents, wie etwa die Verschlagwortung, die Erfassung von Metadaten sowie eine Versions-, Rollen- und Rechteverwaltung.

Schnelle Anwendungsentwicklung

Die RAD-Plattform richtet sich an Systemintegratoren und IT-Abteilungen, die mit der Verwaltung großer Informationsmengen betraut wurden und schnelle Ergebnisse vorweisen wollen. Der Entwicklungsaufwand hält sich laut Milanovic dank eines No-Code-/Low-Code-Ansatzes „sehr in Grenzen“. Die komplette Funktionalität stehe darüber hinaus per Rest-API zur Verfügung, was die Integration externer Anwendungen erleichtere. Außerdem finde konzeptionell keine Unterscheidung zwischen Daten und Inhalten mehr statt: Datensätze wie auch reine Inhalte sowie datenbezogene Inhalte könnten gleichermaßen verwaltet werden.

Dabei kommen eine Reihe klassischer ECM-Funktionen zum Einsatz, betont der CTO von Optimal Systems, dem Hersteller der ECM-Suite Enaio – wie etwa Capture, Speicherung und Verwaltung unstrukturierter Informationen, Business-Process-Management, Langzeitarchivierung, Compliance und Auditierung, Zugriffsauthentifizierung und -autorisierung, Zugriffsprotokollierung und Historie sowie eine Versionierung. Man eröffne Systemintegratoren und IT-Abteilungen einen neuen Weg in die Informationsbeschaffung, der keine Einstiegshürden beinhaltet. Yuuvis RAD eigne sich deshalb z.B. für die mehrsprachige Dokumentenverwaltung, die Integration in Legacy-Systeme, weltweites Vertragsmanagement oder 360°-Ansichten von Kunden- und Lieferanteninformationen.

Nativer Cloud-Zugriff via API

Als natives Cloud-Produkt wurde die Ultimate-Variante speziell für Softwareentwickler und Communities konzipiert, die grundlegende Dokumentenverwaltungsdienste in der Cloud nutzen bzw. zur Verfügung stellen wollen. Aufgrund des rein API-basierten Zugangs fallen keine Aufwände für die Installation und den Betrieb an. Nach einer kurzen Registrierung auf der Homepage können die Funktionen in der „Free“-Version kostenfrei getestet werden: Beispielsweise lässt sich damit jede Art von Binär- und/oder Textdokument speichern, kennzeichnen, abrufen und verwalten. Über die Definition von Objekttypen können intelligente Informationsverwaltungsprodukte erstellt sowie Attribute mit benutzerdefiniertem Schema definiert werden.

Die kombinierte Metadaten- und Volltextsuche basiert auf einer SQL-basierten Abfragesprache, die auch das Durchsuchen von Milliarden von Dokumenten erlauben soll. Die Definition individueller Aufbewahrungsfristen und ein Dokument-Lifecycle-Management beantworten Fragen zur Transparenz und Sicherheit gleichermaßen. Zur leichteren Visualisierung von Dokumenten können über 60 Dateitypen konvertiert werden. Typische Anwendungsszenarien finden sich in der dezentralen Bereitstellung großer Mengen an Informationen und Daten jeglicher Art sowie deren revisionssicheren Archivierung in der Cloud. Über eine schnelle Textanalyse lassen sich Volltext-Suchanfragen nahezu sofort ausführen.

Der hybride Weg

Als dritte Lösung soll Yuuvis Momentum Fragen nach der Betriebsart und -umgebung erübrigen, denn sie kann nativ in der Cloud, On-Premises sowie in hybriden Anwendungsszenarien ausgeführt werden. Die Besonderheit dabei: Unternehmen müssen nicht festlegen, mit welchem Ansatz sie starten, so dass sie jederzeit flexibel auf geänderte oder neue Anforderungen reagieren können.

Mit Momentum verspricht Dr. Nikola Milanovic eine entsprechend hohe Skalierbarkeit sowie einen – im Vergleich zu Ultimate – größeren Funktionsumfang, etwa die integrierte Benutzer- und Zugriffskontrolle sowie die Mandantenfähigkeit. Ebenso möglich sei damit die Verwaltung von sehr großen Dateien (wie z.B. Videos), die mittels Streaming übertragen werden. „Der hybride Ansatz […] bietet Unternehmen mehr Flexibilität“, so Milanovic. „Für wen die Cloud heute noch kein Thema ist, der kann jederzeit On-premises mit unserer hybriden Cloud-Technologie starten und später sehr einfach in die Cloud expandieren.“ Typische Anwendungsszenarien seien die Bereitstellung und Lieferung digitaler Publikationen jeder Art, Langzeitarchive sowie Content-getriebene Cloud-Services.

Optimal Systems, eine seit kurzem zum japanische Konzern gehörigeUnternehmensgruppe aus Berlin, entwickelt und vertreibt Informationsmanagement-Software – sowohl für Enterprise-Content-Management (ECM) als auch als Content-Services-Platform für Systemintegratoren. Optimal Systems wurde 1991 in Berlin gegründet, beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell 450 Mitarbeiter an sechzehn Standorten und arbeitet weltweit mit über 75 Vertriebs- und Kooperationspartnern zusammen, wie z.B. Itelligence, Netapp, Adesso, IBM, Microsoft oder SAP.

Bildquelle: Optimal Systems

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