Frank Reinhardt: „Wir haben es jeden Tag mit Erstdigitalisierern zu tun.“
Das Freiburger Softwarehaus HRworks erkennt die Tendenz zu einer Scheindebatte im Bereich der HR-Technologie, schlicht weil KMU im Personalbereich nicht einmal grundlegende Software nutzen. Prinzipiell gilt auch für die digitale HR: zuerst muss das Fundament gesetzt werden, dann kommen die Wände und schließlich das Dach. Und das Fundament im Personalwesen besteht aus den Stammdaten, der Administration, der Lohnabrechnung sowie der Zeitwirtschaft.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Zum Mittelstand, für den HRworks seit 25 Jahren primär Personalsoftware entwickelt, zählen laut Definition des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung alle Unternehmen mit 10 bis 500 Beschäftigten. Nach Einschätzung der Freiburger verfügen bis zu 70 Prozent dieser Unternehmen derzeit über keine stringente digitale HR-Lösung. Hier werden Bewerbungen noch ausgedruckt, Arbeitszeiten in Excel-Listen eingetragen und die Personalakten in Ordnern abgelegt.
„Wir haben es jeden Tag mit Erstdigitalisierern zu tun“, konstatiert Frank Reinhardt, langjähriger Experte für Personalsoftware bei dem 130 Mitarbeiter starken Softwarehaus. „Gerade viele Kleinunternehmen haben keine eigentliche Personalabteilung. Da wird vieles von Hand und teilweise nebenbei gemacht. Dabei steigen der Zeitdruck und die Anforderungsdichte.“
Laut Reinhardt zahlen sich Aufwand und investierte Zeit für die Einführung einer HR-Software bei kleinen Firmen meistens in Monaten aus – und nicht in Jahren. Deshalb resümiert er: „Es gibt heute keine gute Ausrede mehr, warum jemand noch mit Excel arbeitet.“
Bildquelle: HRworks