Karwendel-Werke Huber modernisiert das Netzwerk

Redesign in drei Phasen

Die Molkerei Karwendel-Werke Huber hat 2012 durch ein Netzwerk-Redesign – mit Blick auch auf Wireless LAN und Sicherheit – die IT-Infrastruktur weiter modernisiert. Zuvor war bereits die ERP-Landschaft "homogenisiert" worden.

Wird auch in Italien vermarktet: Der Frischkäse Exquisa, eines der bekanntesten Produkte der Molkerei Karwendel-Werke Huber.

Die Karwendel-Werke Huber GmbH mit Sitz in Buchloe im Allgäu ist eine privates Molkereiunternehmen mit Produkten wie Exquisa und Miree, die in vielen Ländern Europas vertrieben werden. Das Traditionshaus wurde 1909 gegründet und ist mit  etwa 400 Mitarbeitern und rund 310 Mio. Euro Umsatz einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Netzanalyse zeigt Modernisierungspotential

Insgesamt hat Karwendel-Werke Huber über 100 Serverapplikationen im Einsatz. „Da immer mehr Produktionsabläufe an der IT-Infrastruktur hängen und die Anforderungen über die letzten Jahre enorm zugenommen haben, ist unsere IT-Landschaft historisch gewachsen“, fasst IT-Leiter Josef Huber die Ausgangslage vor dem Modernisierungsprojekt zusammen. Die Administration der verschiedenen Systeme unterschiedlicher Hersteller an den drei Standorten Buchloe, Bozen und Reutte sowie die getrennten Netzwerke für Produktion und Verwaltung machte die Verwaltungs aufwändig. „Um betriebliche Geschäftsprozesse weiter zu verbessern und die IT für noch effizientere Produktions-Prozesse einzurichten, wurde die IT-Infrastruktur auf den Prüfstand gestellt“, so Huber weiter.

Der Netzwerkausrüster Scaltel führte daher eine umfassende Netzwerkanalyse durch, die zeigte, dass die bestehende Infrastruktur weder eine zentrale Administration der WLAN-Zugänge noch ein aktives Netzwerk-Monitoring erlaubte. Somit war das Netz nur mit manuellem Aufwand administrierbar. Zudem war es in der Produktion isoliert und im Core- und Access-Bereich nicht redundant. Mögliche Ausfälle des Netzes waren daher kaum abzufangen. Außerdem ermöglichten die Komponenten nur eine niedrige Übertragungsgeschwindigkeit und unterstützten Funktionen wie Power over Ethernet (PoE) oder zentrales Routing nicht.

Die Analyse deckte dieses Modernisierungspotential auf und bildete die Grundlage für ein weitreichendes Redesign des Netzes. Scaltel erarbeitete auf der Basis ein Konzept für ein zentral administrierbares Netz mit Komponenten des Herstellers Enterasys (jetzt Extreme Networks). Zu den Kernkriterien des Designs zählten die Sicherheit bei geschäftskritischen Applikationen und der störungsfreie Betrieb rund um die Uhr ebenso wie die höhere Verfügbarkeit der Systeme und Anwendungen sowie die Interoperabilität mit Netzkomponenten anderer Hersteller.

Phasenweise Modernisierung

Die eigentliche Modernisierung erfolgte dann Schritt für Schritt: Zunächst wurden die älteren LAN-Komponenten in den Bereichen Core und Access durch moderne Technik ausgetauscht. Im zweiten Schritt wurde das WLAN durch Access Points der 36er-Serie mit zentralem WLAN-Controller ersetzt und zuerst mit 85 Access Points implementiert. Überwacht wird das WLAN mit der Management-Software Netsight des Herstellers Enterasys.

Im dritten Schritt wurde die Sicherheitslösung Network Access Control (NAC) eingeführt – eine Applikation zur Überwachung des Netzzugangs. Das IT-Team der Molkerei kann über diese NAC-Lösung auf alle netzrelevanten Informationen zugreifen und MAC- und IP-Adressen, Hostnamen oder SSIDs abrufen und damit das Netz zentral verwalten.

Zudem wurde ein Regelwerk für den Zugriff auf das Netz definiert. Bei der Vielzahl der Anwender war die Verwaltung der Zugriffsrechte bislang zeitaufwändig.

Über die neue NAC-Lösung lassen sich Endgeräte in der Netzinfrastruktur nun automatisch erkennen und in Echtzeit verwalten. Im letzten Schritt wurden schließlich weitere fünfzig Access Points installiert, um eine flächendeckende WLAN-Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Zentrale Überwachung

Die Aktivitäten in den Netzen aller drei Standorte werden vom Hauptsitz in Buchloe über eine zentrale Management-Plattform überwacht. Mit weniger Aufwand als bisher kann das  IT-Team das jetzt einheitliche Netz warten und verwalten. Dies bringt ihnen eine Entlastung und schafft Raum für weitere Projekte. Knapp ein Jahr nach Projektbeginn wurde die Netzwerk-Modernisierung Anfang 2012 abgeschlossen.

www.exquisa.de
www.scaltel.de

Bildquelle: © Exquisa Italia S.R.L.

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