Mit iModernize auch die AS/400-Welt im Fokus

Restart für Fresche Legacy

36 Jahre nach der Gründung startete Speedware im März unter dem Namen Fresche Legacy neu durch. Nach einem Management-Buyout im Jahr 2010 streben die Anwendungsmodernisierer jetzt Märkte jenseits der angestammten Plattform HP3000 an – unter anderem mit der Tool-Suite iModernize auch in der AS/400-Welt.

Das kanadische Softwarehaus Speedware, langjähriger Partner in Microsofts Midrange-Allianz, hatte sich im September 2010 durch einen Management-Buyout von der Mutter Activant (heute Teil des ERP-Herstellers Epicor) gelöst, die den auf Migration von HP3000-Anwendungen auf andere Plattformen spezialisierten Hersteller einer 4GL und entsprechender Migrationswerkzeuge im Jahr 2005 übernommen hatte.

Die HP3000-Migration ist kein großes Geschäft mehr, da weitestgehend abgeschlossen. Ziel ist es jetzt, die Migrations- und Modernisierungserfahrung aus der HP3000-Welt auf andere IT-Umgebungen zu übertragen – insbesondere auch auf die AS/400. „Wir wissen, dass das sehr gewagt klingt“, sagt Firmenchef Andy Kulakowski. „Die Umbenennung nach 36 Jahren ist aber ein Hinweis darauf, wie sehr wir in diesen Ansatz vertrauen.“ Der neue Name solle den Mehrwert des Unternehmens deutlich machen: Die oft mit negativen Vorurteilen bedachten, aber meist bestens bewährten Legacy-Anwendungen auffrischen. Dabei denkt er vor allem an die weitweit mehr als 200.000 AS/400-Rechner und ihre Nachfolger.

Dafür hat Fresche Legacy diverse Tools und Methoden für verschiedene Plattformen. Darunter ist mit iModernize ist ein Migrationswerkzeug, das die Übertragung von RPG- und CL-Programmen von der Plattform IBM i auf Windows .Net und damit in die PC-Welt ermöglicht. Die AS/400-Programme werden dazu in Java- oder C# transformiert.

iModernize war schon 2010 – damals noch unter dem Namen ML-Impact – vom deutschen Partner Sykora erworben worden.  Diese Tool-Suite war seinerzeit als oRPG durch die Ettlinger ML Software GmbH entwickelt worden, von der sich Sykora-ML im Jahr 2005 mit diesem Produkt abgespalten hatte. Firmenchef Thomas Sykora hatte dann diverse Partnerschaften zur Modernisierung und Migration von AS/400-Anwendungen geschlossen, u.a. auch mit Speedware und HP. Im vergangenen Jahr übernahm dann die tschechische Sykora Data Center s.r.o. (SDC), die bereits zuvor sämtliche technischen Dienstleistungen und Entwicklungen ausgeführt hatte, das operative Geschäft Sykora-ML GmbH.

Die Umwandlung, die  sich bereits in mehreren Projekten (u.a. bei der ekz.Bibliotheksservice GmbH in Reutlingen) bewährt hat, wird laut Kulakowski von verschiedenen Kunden in Europa sowie Nord- und Südamerika zur Transformierung ihrer 5250-Anwendungen genutzt.

www.freschelegacy.com

www.hp.de

www.microsoft.com/midrange

www.sykora.de

www.ml-software.com

Bildquelle: Lilo Kapp/Pixelio.de

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