Logistikdienstleister etabliert neues Vorstandsressort „IT & Development“

Revirement im Dachser-Vorstand

Zum 1. Januar 2021 übernimmt Stefan Hohm als „Chief Development Officer“ (CDO) beim Logistikdienstleister Dachser die Verantwortung für das neue Ressort „IT & Development“, das sich mit Forschung & Entwicklung, Innovationsthemen, IT, Kontraktlogistik und globalen Branchenlösungen befassen wird.

  • Bildquelle: Dachser
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    Die aktuellen und künftigen Dachser-Vorstände (von links): Alexander Tonn, Managing Director European Logistics Germany (ab 1.1.2021 COO Road Logistics), sein Vorgänger im Amt Michael Schilling, Burkhard Eling, CFO (ab 1.1.2021 CEO) und der aktuelle CEO Bernhard Simon, Edoardo Podestà, COO Air & Sea Logistics sowie Stefan Hohm, Corporate Director Corporate Solutions, Research & Development (ab 1.1.2021 CDO). Elings Nachfolger als CFO wird noch benannt.

Diese Neuerung gab das Kemptener Familienunternehmen Dachser parallel zu der Neubesetzung des gesamten Vorstandes bekannt, der mit dem Wechsel der beiden langjährigen Geschäftsführer Bernhard Simon und Michael Schilling in den Verwaltungsrat vollzogen wird. Das künftige Vorstandsteam um Simons Nachfolger Burkhard Eling, zu dem auch der neue CDO Hohm gehört, tritt am 1. Januar 2021 an.

Simon, heutiger CEO, und sein Stellvertreter Schilling, COO Road Logistics, werden zum Jahreswechsel nach 31 Jahren der Zusammenarbeit in operativen Führungspositionen bei Dachser gemeinsam in den Verwaltungsrat des Logistikdienstleisters eintreten. Bernhard Simon wird dann den Vorsitz des Gremiums übernehmen.

Neuer CEO wird Burkhard Eling (48), der dem Dachser-Vorstand bereits seit 2013 als CFO angehört. Er verantwortete bei dem langjährigen Anwender der Systemplattform IBM i die weltweite Systemimplementierung von SAP und gestaltete den Übergang zur Rechtsform der SE. Darüber hinaus steuerte er das unternehmensweite, strategische Innovationsprogramm Idea2net.

Generationswechsel lange vorbereitet

„In einem von langer Hand geplanten Schritt werden Michael Schilling und ich zum Jahresende 2020 unsere Verantwortung im Executive Board an die nächste Führungsgeneration weitergeben und damit gemeinsam einen Impuls für die Zukunft des Unternehmens setzen“, erklärt Simon in einer Pressemitteilung. „Auch wenn die Corona-Krise das gesamte Management-Team stark fordert, stellt sie unsere langfristige Strategie nicht in Frage. Es ist jetzt wichtig, den seit Jahren vorbereiteten Generationswechsel an der Unternehmensspitze einzuleiten. Wir sind davon überzeugt, dass wir Dachser gut durch die nächsten Monate steuern können. Wir werden unser eigenes Netzwerk stabil und die Lieferketten am Laufen halten, um unsere Kunden weiterhin mit Zuverlässigkeit und Qualität zu bedienen.“

Neues Vorstandsressort „IT & Development“

Ebenfalls zum 1. Januar 2021 übernimmt Stefan Hohm als CDO die Verantwortung für das neue Ressort „IT & Development“, das sich mit Forschung & Entwicklung, Innovationsthemen, IT, Kontraktlogistik und globalen Branchenlösungen befasst. Alexander Tonn wird als COO Road Logistics in das Executive Board von Dachser einziehen. Ebenfalls neu besetzt wird bis dahin Elings aktuelle Position des CFO. Edoardo Podestà schließlich wird dem Vorstand wie bisher als COO Air & Sea Logistics angehören.

„Burkhard Eling, Stefan Hohm und Alexander Tonn haben sich über viele Jahre hinweg in verantwortungsvollen Positionen im Unternehmen bewährt und die Entwicklung von Dachser in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt“, so Simon weiter. „Zusammen mit Edoardo Podestà und unserem zukünftigen CFO werden sie ab 2021 ein Führungsteam bilden, das die zentralen Themen der nächsten Dekade – Digitalisierung bei gleichzeitiger Kundennähe, Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel – dynamisch adressiert.“

Neu geschaffenes Vorstandsressort „IT & Development“

Stefan Hohm wird als CDO das neu geschaffene Vorstandsressort „IT & Development“ leiten. Neben Forschungs- und Entwicklungsthemen fallen die Weiterentwicklung der IT, die Kontraktlogistik sowie das Geschäft mit globalen Branchenlösungen in den Zuständigkeitsbereich des Managers, der bereits seit 27 Jahren im Unternehmen tätig ist. Der 47-jährige Hohm hatte seine Karriere in der Kontraktlogistik bei Dachser begonnen, bevor er die Leitung der Niederlassungen in Erfurt (Thüringen) und Hof (Oberfranken) übernahm. Seit 2016 verantwortet er als „Corporate Director“ die Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie die Solutions-Geschäfte des Logistikdienstleisters.

Bernhard Simon gehört der Dachser-Geschäftsführung bereits seit 1999 an, seit 2005 steht er als geschäftsführender Gesellschafter an der Spitze des Familienunternehmens. Sein Wirken ist maßgeblich mit dem starken Wachstum und der Internationalisierung des Unternehmens verbunden. Michael Schilling rückte 2002 in die Dachser-Geschäftsführung auf und hat seitdem eines der leistungsfähigsten, europaweiten Netzwerke für Stückgut erbaut. Mit seiner Lebensleistung ist er Motor und Taktgeber für das nachhaltige Wachstum mit grenzüberschreitenden Transport- und Kontraktlogistik-Dienstleistungen. Die unter seiner Leitung entwickelten einheitlichen Prozesse, IT-Systeme und -Plattformen sind die Grundlage für das hohe Maß an Qualität und Zuverlässigkeit, das Dachser am Logistikmarkt auszeichnet.

Die IT bei Dachser – ein Qualitätsmerkmal

Mit rund 30.600 Mitarbeitern an weltweit 399 Standorten erwirtschaftete Dachser im Jahr 2018 einen konsolidierten Netto-Umsatz von rund 5,6 Mrd. Euro. Der Logistikdienstleister bewegte insgesamt 83,7 Mio. Sendungen mit einem Gewicht von 41,3 Mio. Tonnen. Dachser ist mit eigenen Landesgesellschaften in 44 Ländern vertreten.

Dachser unterstützt zwar die Finanzprozesse mit SAP, setzt aber in den Bereichen Transport- und Lagermanagement sowie Data Warehouse keine Kauf-Software ein. Der Grund dafür ist einfach: Als man sich im Jahr 1987 auf die Suche nach entsprechenden Software-Systemen machte, gab es schlicht und ergreifend keine, die den Ansprüchen genügten. Deswegen hatte Dachser damals am Hauptsitz in Kempten begonnen, diese Software auf Basis der damaligen AS/400, heute IBM Power i, selber zu entwickeln. Entstanden sind die Anwendungen „Domino“ (deckt alle Speditionsabläufe ab), die Lagermanagement-Software „Mikado“ (unterstützt alle Prozesse in den Warehouse-Zentren) und „Othello“ (integriert sämtliche Luft- und Seefrachtsendungen in ein einheitliches System); diese Anwendungen werden kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt.

Bildquelle: Dachser

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