Hochverfügbarkeit für IBM i als neuer Geschäftsbereich

Rocket Software kauft IBM iCluster

Zum Jahreswechsel hat IBM die Aktivitäten rund um die Hochverfügbarkeitslösung iCluster an Rocket Software verkauft. iCluster war im Juli 2007 mit der Übernahme von Datamirror für 161 Mio. Dollar in den Besitz der IBM gelangt.

Hochverfügbarkeitsalternativen, IBM

iCluster sorgt als auf IBM i aufgesetzte Software zur logischen Replikation von Daten auf einen Backup-Server für Hochverfügbarkeit

Rocket iCluster ist eine Hochverfügbarkeitslösung speziell für die Plattform IBM i, die auf einer Replikationssoftware basiert. Sie füllt eine nur von wenigen Herstellern wie Vision Solutions oder Maxava besetzte Marktnische, die für Rocket Software interessant ist, wie die Übernahmen der AS/400-Experten Seagull Software (2006) oder Aldon (2011) belegen. IBM andererseits hatte schon damals mehr Interesse an Datamirrors Replikationssoftware Transformation Server bekundet.

Unter den Bedingungen des Vertrages, der am 4. Januar bekannt gemacht wurde, wechseln auch die iCluster-Spezialisten inklusive Entwicklungschef Mike Warkentin von IBM zu Rocket Software; die meisten davon sind in der früheren Datamirror-Zentrale in Markham beschäftigt, einem Vorort der größten kanadischen Stadt Toronto. Zur Zahl der Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner, die von dem Vertrag betroffen sind, gibt es keine Angaben. Zur Zeit der Übernahme 2007 erzielte Datamirror mit 220 Mitarbeitern rund 45 Mio. Dollar Umsatz und zählte etwa 2.200 Kunden.

Rocket Software, vor der Übernahme rund 900 Mitarbeiter und 200 Mio. Dollar Jahresumsatz stark, will die Software weiter entwickeln und das Geschäft damit ausbauen, betont Andy Youniss, Präsident und CEO der Softwareschmiede. Er sieht in iCluster eine „perfekte Ergänzung zu unseren Speicherlösungen“ Arkivio und Mainstar. Außerdem seien Entwicklung und Vermarktung von Lösungen für die Plattform IBM i „ein Kerngeschäftsbereich, in dem wir mit mehreren Marken aktiv sind.“

Last not least Youniss versicherte allen neuen iCluster-Vertriebpartnern und Kunden, das Rocket Software sich in der Pflicht sieht, ihnen zu Erfolgen mit dieser Hochverfügbarkeitslösung zu verhelfen. In den kommenden Monaten wolle man auch direkte Kontakte zu allen Vertriebspartnern knüpfen. Bis dahin allerdings könnten die Vertriebspartner iCluster auch weiterhin wie gewohnt bei IBM bestellen.

Alle Interessenten, die auf der IBM-Website die iCluster-Seiten aufrufen, werden heute schon direkt an die neue iCluster-Homepage bei Rocket Software weitergeleitet. Der notwendige Support für die Kunden soll „in enger Zusammenarbeit mit IBM“ sichergestellt werden. „In den meisten Fällen werden nicht einmal die Ansprechpartner wechseln, vorausgesetzt, das gesamte iCluster-Team kommt zu Rocket Software“, heißt es in einer Presseinformation.

www.rocketsoftware.com/icluster/pr/announcement

Bildquelle: IBM

 

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