Mismatch? Mainframe-Outsourcing liegt auf Eis

Rückzieher beim IBM-Deal mit T-Systems

Das Fusionskontrollverfahren B7-205/18, in dem das Bundeskartellamt den geplanten Er­werb von Ver­mö­gens­wer­ten der T-Sys­tems In­ter­na­tio­nal GmbH durch IBM Deutsch­land prüfte, ist am 30. Januar durch eine Rücknahme des Antrags beendet worden. Vermutlich kommt also der spektakuläre Mainframe-Deal nicht zustande. Jedenfalls nicht so, wie er ursprünglich angedacht war.

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Kurz vor den Silversterfeierlichkeiten wurde beim Kartellamt das Fusionskontrollverfahren B7-205/18 eröffnet. Nachdem das Kartellamt die im Projekt Match geplante Übernahme des Mainframe-Betriebs der Telekom-Tochter durch IBM für 860 Mio. Euro einen Monat lang geprüft hatte, wurde der Antrag vergangene Woche zurückgenommen.

Das ist u.a. dann häufig der Fall, wenn das Kartellamt während der Prüfung so schwere Bedenken äußert, dass die Beteiligten keine Chance mehr auf eine Genehmigung sehen. Das könnte auch hier der Fall sein, denn für das Outsourcing des Mainframe-Betriebs gibt es außer IBM und T-Systems kaum noch valide Anbieter in Deutschland. Die Beteiligten waren am Wochenende nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Update: Heute, am 8. Februar, erreichte uns folgendes Statement der Deutschen Telekom zu dem Vorgang: „Das Kartellamt hat um weitere Informationen gebeten. Diese werden schnellstmöglich mit einem neuen Antrag eingereicht.“

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