Automatisierungs-Software rückt in den Fokus

SAP-Basis im Veränderungsmodus

Es ist systemimmanent: Für wiederkehrende oder routinemäßige Arbeiten und Tätigkeiten beim SAP-Betrieb sind Ressourcen respektive Kapazitäten vorzuhalten oder bereitzustellen. Insbesondere für SAP-Basis- und SAP-Infrastrukturteams, wobei die Aufwendungen in Summe durchaus nicht unerheblich sind.

  • Unser Autor Hans Haselbeck ist Geschäftsführer der Empirius GmbH.

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Seit geraumer Zeit haben sich SAP-Anwender aufgemacht, ihre internen Abläufe zu optimieren beziehungsweise effizienter zu gestalten. Für SAP-Basis- oder SAP-Infrastrukturabteilungen bedeutet dies vor allem eines: „Automatisieren, was sich automatisieren lässt“. 

Im Großen und Ganzen ist es dabei unerheblich, ob für SAP Power-Systeme zusammen mit IBM i oder mit Linux oder ob Intel-basierte Server genutzt werden, ob Hana-Anwendungen wie S/4 zum Einsatz kommen oder ob Datenbanken wie Db2, Oracle, Sybase oder Microsoft SQL Server Verwendung mit SAP ERP ECC finden.

Problemkreise der SAP-Basis

Mit welchen Problemkreisen es die SAP-Basis zu tun hat und warum SAP-Basis-Automatisierungs-Software mehrere Vorteile oder Nutzeneffekte bietet, wird schnell klar, wenn man sich Folgendes vor Augen führt: Schon seit geraumer Zeit herrscht in der gesamten IT, und speziell auch im SAP-Umfeld, Fachkräftemangel. Automatismen sind in der Lage, sowohl Zeit als auch menschliche Ressourcen und damit Kosten zu sparen; beziehungsweise es können mit vorhandenen (limitierten) Kapazitäten mehr oder andere „SAP-Aufgaben“ geleistet werden – vor allem nicht-routinemäßige. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Beispielsweise dauert das Erstellen einer SAP-Systemkopie oder das Bereitstellen einer SAP-Sandbox mit einer ausgefeilten Automatisierungs-Software nicht Tage, sondern nur Stunden. Hinzukommt, ebenfalls das SAP-Basis-Personal betreffend, dass viele Aufgaben mit einer derartigen Lösung auf „personalarbeitsfreie“ Zeiten verlagert werden können, da mittels Scheduling sich die vollautomatisierte Aufgabenabarbeitung einplanen lässt – etwa auf Wochenenden. 

Andere Problemkreise, die sich mittels Automatisierung auflösen, betreffen die Compliance, die Dokumentation, die Transparenz respektive die Nachvollziehbarkeit. Die Ursache: Vielfach in der SAP-Basis immer noch verwendete „Bordmittel“ – will heißen Checklisten beziehungsweise Skriptprogramme – sind nicht in der Lage, im notwendigen Umfang den genannten Notwendigkeiten nachzukommen. Automatisierungs-Software kann das schon, da von vornherein diese Aspekte Berücksichtigung finden. 

Damit ist auch sichergestellt, dass das Wissen und die Kompetenz nicht nur quasi an einer Stelle gebündelt existiert. Man sollte sich schon die Fragen stellen: Was ist, wenn diese eine verantwortliche Person ausfällt oder das Unternehmen verlässt? Sind wir dann in der Lage, auch ohne diese jeweilige Person die SAP-Basis-Aufgaben reibungslos zu erledigen?

Hinzu kommt der Umstand, dass diverse SAP-Basis-Arbeitsprozesse häufig nicht standardisiert sind und damit die Prozessqualität kein einheitlich wiederkehrendes und verprobt hohes Niveau aufweist. Mit einer Automatisierungs-Software ist die Prozessqualität immer gleich hoch. 

Systemmanagement für die SAP-Basis

Seit längerer Zeit macht sich im Bereich SAP-Automatisierungs eine Art Neuausrichtung breit: die Verwendung von Suiten respektive von Komplettlösungen anstelle einzelner Tools. Gleichzeitig hat sich das Systemmanagement der SAP-Basis als eine Art übergeordnetes Thema etabliert. 

Beispielsweise bietet unsere ­„Empirius Planning and Operations“-Suite (Epos) derzeit insgesamt zwölf Maintenance-Apps als Automatisierungsfelder. Das Spektrum dieser Apps reicht vom SAP-Kernel-Patch/-Update über das Handling und Managen von SAP Security Notes, DB2-Patch/Update, Hana-Patch/Update oder Start/Stop von SAP-Systemen und Set-SAP-Profile-Parameter bis hin zu Bluecopy für die Erstellung von SAP-Systemkopien oder Blueclone für das Generieren von SAP-Sandboxen. Aus historischen Gründen sind Bluecopy und Blueclone auch weiterhin als separate Produkte der „Blue-Produktlinie“ verfügbar. 

Wer will, kann wählen – und entweder nur eine oder viele Automatisierungs-Komponenten aus dem App-Spektrum nutzen. Möglich ist es ferner, spezielle kundenindividuelle SAP-Basis-Funktionalitätserweiterungen zu programmieren oder Koppelungen mit verschiedenen anderen bereits vorhandenen Automatisierungs-Lösungen zu realisieren. 

Der Systemmanagement-Gedanke

Um dem „Systemmanagement-Gedanken“ mit Verwaltung, Monitoring, Steuerung und Kontrolle/Management Rechnung zu tragen, bieten Lösungen der Provenienz SAP-Basis-Systemmanagement obendrein weitreichende Reporting- bzw. Monitoring-Funktionen – únd zwar sowohl für die Maintenance-Apps als auch in Sachen SAP-Systemkomponenten, zum Beispiel Datenbank(en), Server/Instanzen, Online-Service-System (OSS) oder auch SAP-Applikationen.

Selbstredend, dass unsere Lösungen – anders als agnostische Lösungen etwa von Server-Herstellern oder Betriebssystem-Anbietern – stringent und von Anfang an „for SAP“ entwickelt wurden sowie darauf ausgerichtet sind. Hervorzuheben ist noch, dass diese Lösungen dem Ansatz einer einfachen Bedienbarkeit respektive eines „smarten“ Umgangs folgen. „Klicken statt programmieren“ (mit dem Einsatz von Web-Technologien) lautet die Devise. Damit sind auch nicht sehr hochspezialisierte Mitarbeiter der SAP-Basis- oder von SAP-Infrastruktur-Teams in der Lage, wiederkehrende oder wRoutine-Aufgaben und -Tätigkeiten bedarfsgerecht zu erfüllen.

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