Ausweichen ins Home Office, Präsenzveranstaltungen abgesagt oder verschoben

SAP im Kampf gegen Corona

In einem Brief an die Kunden zum Thema Geschäftskontinuität beschrieb der Walldorfer Software-Konzern SAP am Montag ausführlich seine Maßnahmen gegen die Ausweitung der Pandemie. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und „den mehr als 440.000 Kunden weiterhin den Support und Service bieten, den sie von der SAP erwarten“, schreibt Steve Shute, Chief Operating Officer für den Bereich „Customer Success“ bei SAP.

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Viel mehr als nur konsequentes Händewaschen: Die Vorsorgemaßnahmen bei SAP.

In dem Brief heißt es: „Angesichts der aktuellen schwierigen Situation möchten wir Sie näher darüber informieren, mit welchen Maßnahmen wir unser Geschäft und damit auch Ihr Geschäft schützen.“ Die Fach- und Supportabteilungen sowie die Cloud-Delivery-Teams hätten „Notfallpläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs erarbeitet“ und diese dokumentiert. Diese Pläne regeln den Umgang mit außergewöhnlichen Ereignissen wie dem Auftauchen des Virus Covid-19; sie sollen einerseits die Gesundheit der Belegschaft schützen, andererseits aber auch die Auswirkungen auf die Services so gering wie möglich halten.

Die Pläne werden in dem Brief detailliert beschrieben. Die meisten Teams könnten ihre Arbeit über Remote-Verbindungen im im Homeoffice erledigen, sodass sie für den Großteil der Aufgaben nicht vor Ort sein müssen. Entwickler weltweit arbeiten soweit möglich getrennt voneinander und von zu Hause. Dadurch soll das Risiko verringert werden, dass sich ein ganzes Team infiziert. Mitarbeiter, die vor Ort sein müssen, halten sich an den erforderlichen Sicherheitsabstand und die Hygieneanweisungen, die von den Gesundheitsämtern und unserer Global Pandemic Task Force vorgegeben wurden.

Die Arbeit in den Rechenzentren

Soweit es erforderlich ist, an SAP-Standorten zu arbeiten (beispielsweise in Rechenzentren), halten sich die Mitarbeiter nur solange dort auf, wie es zur Erledigung bestimmter Aufgaben nötig ist. Darüber hinaus haben Teams Wechselschichten eingeführt. Ziel ist es, die Zahl der Personen, die sich an einem Standort aufhalten, zu verringern und die Mitglieder einzelner Teams so weit wie möglich voneinander zu trennen. Für die Rechenzentren hat die SAP zudem Handschuhe und Masken besorgt, mit denen sich das technische Personal bei Bedarf schützen kann. Weitere Maßnahmen (z.B. Desinfektion, Zutrittsbeschränkungen, Regelung des Kontakts mit Lieferanten) runden die Pläne ab.

„Die SAP-Bereiche Wartung und Support verfügen über Notfallpläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, die bei Bedarf aktiviert werden“, schreibt Steve Shute; alle internen Systeme seien so konzipiert, dass sie aus dem Homeoffice genutzt werden können. „Wir haben diese Maßnahmen bereits weltweit aktiviert, ohne dass es hierbei zu Beeinträchtigungen bei der Leistungserbringung kam. Auch die Mitarbeiter der SAP-Beratung arbeiten – je nach den lokalen Vorgaben und in Abstimmung mit unseren Kunden – entweder in den SAP-Büros oder im Homeoffice.“

Richtlinien für Mitarbeiter

Die SAP hat eine Global Pandemic Taskforce gebildet, die mit lokalen Krisenteams und Gesundheitsbehörden zusammenarbeitet und alle Maßnahmen rund um die Covid-19-Situation koordiniert und SAP-Mitarbeitern Leitlinien vorgibt. Alle Mitarbeiter wurde aufgefordert, weitestgehend von zu Hause zu arbeiten. Allerdings bleiben die SAP-Standorte soweit wie möglich geöffnet.

Außerdem wurde die Aufteilung von Teams und die Trennung ausgewählter Mitarbeiter mit geschäftskritischen Rollen/Funktionen veranlasst. Alle für März und April geplanten Präsenzveranstaltungen (wie z.B. die SAP Now) sind abgesagt oder verschoben worden; geprüft wird, welche Veranstaltungen in virtueller Form stattfinden werden. So findet die virtuelle SAP Now nun am 19. März ab 11 Uhr statt. Die SAP Now Berlin als physisches Event wurde auf den 23. und 24. September 2020 verschoben und findet in der Station Berlin statt.

Last not least wurden praktisch sämtliche Geschäftsreisen von Mitarbeitern eingeschränkt. Ausnahmen werden vom SAP-Management in Absprache mit den Kunden und in Übereinstimmung mit staatlichen Vorschriften festgelegt. Jegliche Reisen von Mitarbeitern bleiben auch bis Ende April ausschließlich auf geschäftskritische Zwecke beschränkt – wie immer unter Berücksichtigung der lokalen staatlichen Richtlinien und Einschränkungen.

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